14.09.2008 - 01:14 - Gesundheit & Medizin
Skeptiker Heft 3/2008 - Die Vogelgrippenhysterie und die Kritik an der Homöopathie als Schwerpunkt
Pressemitteilung von: Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP e.V.)
Vorschusslorbeeren gab es reichlich, als Prof. Claudia Witt im Mai eine Stiftungsprofessur der Karl und Veronica Carstens-Stiftung an der Berliner Charité antrat. Ihre Aufgabe: Die Erforschung der Komplementärmedizin. Bei der Forschung allein soll es indes nicht bleiben, so Stiftungs-Geschäftsführer Dr. Henning Albrecht. Der verspricht sich von der neuen Professur eine „wissenschaftliche Untermauerung der Komplementärmedizin“ und letztlich ein Plus an Akzeptanz für Außenseiter-Methoden wie Homöopathie. Tatsächlich schneidet Homöopathie in kontrollierten Studien nicht besser ab als Placebo.
Wir haben die neue Professur zum Anlass für einen Schwerpunkt Homöopathie genommen. Mit einem Arzt sprachen wir über seine Erwartungen an die Berliner Forschungen; ließen uns von einem Kollegen erklären, was die Zuckerpillen bei Patienten so beliebt macht – und wir verraten, wie einfach ein Homöopath 10 000 Pfund gewinnen kann:
• Das Ende der Homöopathie? Warum schwören so viele vernünftige Menschen auf die Zuckerkügelchen? Und warum halten sich Homöopathen für die Opfer einer Verleumdungskampagne? Der Arzt Ben Goldacre begibt sich auf die Spur von geschönten Statistiken, Unsinns-Studien und weit verbreiteter Selbsttäuschung.
• „Unmögliches muss man nicht erklären“: Ein Gespräch mit dem Allgemeinmediziner und GWUP-Mitglied Dr. Werner Hessel über Außenseiterverfahren und die Kritik der Skeptiker an der neuen Stiftungsprofessur zur Erforschung der Komplementärmedizin an der Berliner Charité.
• „Homöopathika sind Placebos“: Prof. Edzard Ernst, Leiter der Abteilung für Komplementärmedizin an der Universität Exeter, spricht Klartext. Früher war der Mediziner ganz beeindruckt von den Zuckerkugeln, ließ sich sogar in Homöopathie ausbilden. Doch die Zeiten sind vorbei. Jetzt bietet Ernst 10 000 Pfund für denjenigen, der belegt, dass Homöopathika wirksam sind.
Lesen sie auch:
• Grippemittel Tamiflu: Vom Ladenhüter zum Blockbuster. Ob es wirklich gegen Vogelgrippe hilft, weiß niemand. Trotzdem verkaufte sich Tamiflu während der Vogelgrippe-Panik 2004/05 wie warme Semmeln. Ein klarer Fall von Massenhysterie, wie die Autoren Christian Russ und Günther Ossimitz zeigen.
• Der große Knall. Droht in diesen Tagen der Weltuntergang? Zurzeit nämlich laufen am europäischen Kernforschungszentrum CERN spektakuläre Experimente mit dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt an. Kritiker befürchten ein Horrorszenario.
Sind Wissenschaftler „mad“ und ihre Arbeit eine Bedrohung für die ganze Menschheit? Skeptiker-Redakteur Bernd Harder sprach mit Dr. Detlef Küchler und Dr. Holm Hümmler, beide Physiker und CERN-Insider.
Außerdem wieder viele aktuelle Berichte, Meldungen und Lesetipps.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) e.V.
Arheilger Weg 11
64380 Roßdorf
Tel.: +49 6154/695021
Fax: +49 6154/695022
www.gwup.org
Die GWUP ist ein wegen Förderung der Volksbildung als gemeinnützig anerkannter Verein, in dem sich über 850 Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierte für Aufklärung und kritisches Denken, für sorgfältige Untersuchungen parawissenschaftlicher Behauptungen und die Popularisierung von wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen einsetzen. Die GWUP ist Herausgeberin des Skeptikers.
Der Skeptiker - Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken
Aus einer interdisziplinären Perspektive hinterfragt der Skeptiker den Wahrheitsgehalt von parawissenschaftlichen Behauptungen kritisch, undogmatisch und mit wissenschaftlichen Methoden, analysiert die psychosozialen Hintergründe paranormaler Überzeugungssysteme und weist auf möglicherweise problematische Konsequenzen von pseudowissenschaftlichen Thesen hin.
Seine Ziele sind die Verbreitung sachlicher, möglichst unvoreingenommener, sorgfältiger und fundierter Untersuchungen, die Förderung kritischen Denkens und die Popularisierung wissenschaftlicher Methoden. Der Skeptiker erscheint viermal im Jahr und liefert Informationen und Argumente von Kennern der Materie, die stets sowohl klar und verständlich, als auch wissenschaftlich fundiert sind. Weiter Infos und kostenlose Probeartikel finden Sie online unter www.skeptiker.de
Wir haben die neue Professur zum Anlass für einen Schwerpunkt Homöopathie genommen. Mit einem Arzt sprachen wir über seine Erwartungen an die Berliner Forschungen; ließen uns von einem Kollegen erklären, was die Zuckerpillen bei Patienten so beliebt macht – und wir verraten, wie einfach ein Homöopath 10 000 Pfund gewinnen kann:
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