26.08.2008 - 15:15 - Freizeit, Buntes, Vermischtes
Über 20.000 tote Delfine in Japan - WDSF bittet Botschafter in Berlin um Gespräch
Pressemitteilung von: Journal Society GmbHPR Agentur: Journal Society GmbH
Die japanische Fangquote für Delfine im Jahr 2007 belief sich nach Angaben des Berliner Botschaftssekretärs Takashi Teraoka auf 20.826 Exemplare. Einige Exemplare wurden an Delfinarien verkauft.
Im Oktober letzten Jahres importierte ein türkischer Vergnügungspark in Antalya zehn Delfine für 280.000 US-Dollar aus der japanischen Delfinfangstadt Taiji. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) kritisiert aufgrund eigener vorgelegter wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse , die beweisen, dass das Delfinfleisch weit oberhalb der japanischen Grenzwerte mit Quecksilber belastet ist, den Verzehr und den Verkauf der japanischen Delfine.
Japan empfiehlt seiner Bevölkerung „beim Verzehr der wertvollen Bestandteile der Delfine“ eine ausgewogene Ernährung, um „die Menge des aufgenommenen Quecksilbers bei Delfinen“ zu kompensieren. Botschaftssekretär Teraoka zur Gefährdung von Schwangeren und Kleinkindern: “Unter Berücksichtigung dessen, dass Quecksilber das Nervensystem schädigt und auch Auswirkungen auf die embryonale Entwicklung haben kann, hat das Gesundheitsministerium Richtlinien für den Verzehr von Delfinfleisch erlassen.“
Trotzdem wird das Delfinfleisch offenbar weiterhin an japanische Schulkinder insbesondere in der Region Taiji abgegeben. Teraoka dazu: “Dabei spielt auch das Lernen von Aspekten der regionalen Gesellschaft eine Rolle“. Kollektive Vergiftung als Lernaspekt einer grausamen Tradition?
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit seinem Vorsitzenden Jürgen Ortmüller folgt am Mittwoch, den 03. September 2008, einem weltweitem Aufruf seines Mitbegründers und ehemaligen Fernseh-Trainers von „Flipper“ zur alljährlichen Demonstration am „Japan Dolphin Day“ vor der japanischen Botschaft in Berlin (Hiroshimastr. 6 von 13:00 bis 15:00 Uhr). Ortmüller: „Wir bemühen uns aber auch um einen bilateralen Kontakt mit der japanischen Botschaft. Tierschutzorganisationen und Regierungen protestieren seit Jahren weltweit gegen den japanischen Wal- und Delfinfang. Erreicht wurde damit leider gar nichts. Wir müssen miteinander sprechen, um uns zu verstehen.“
Vor den japanischen Generalkonsulaten in München (Karl-Scharnagl-Ring 7) werden der Wal- und Delfinschützer Andreas Morlok und in Düsseldorf (Immermannstr. 45) eine Tierschutz-Initiative die Demonstrationen am 3. September von 12:00 bis 14:00 Uhr durchführen.
Ob der japanische Botschafter in Berlin, Toshiyuki Takano, der ein gutes Verhältnis zum Bundeskanzleramt pflegt, dem Gesprächsvorschlag mit dem WDSF-Vorsitzenden zustimmt, wird sich wohl erst am Tag der Demonstration entscheiden. Immerhin konnte Ortmüller, der auch als Steuerberater und Mitglied deutscher Wirtschafts-Netzwerke intensiven Kontakt zu den Bundestagsparteien hat, nach der Kundgebung im letzten Jahr mit einem Botschaftssekretär ein erstes Gespräch in der Botschaft führen, indem die unterschiedlichen Positionen dargestellt wurden. --
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Die Journal Society GmbH (jsg) wurde Anfang 2000 gegründet, um ein kritisches Umweltmagazin herauszugeben. Darüber hinaus erstellt die Journal Society GmbH Film- und Fotoaufnahmen mit Berichterstattung und stellt diese den Medien zur Verfügung (so z.B. Färöer-Walfang -ARD/Sat1/WDR/HR) und berichtet über die jährlichen Kongresse der Internationalen Walfang Kommission (IWC). Insbesondere befasst sich die jsg mit Themen des Wal- und Delfinschutzes und maritimer Säugetiere.
Im Oktober letzten Jahres importierte ein türkischer Vergnügungspark in Antalya zehn Delfine für 280.000 US-Dollar aus der japanischen Delfinfangstadt Taiji. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) kritisiert aufgrund eigener vorgelegter wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse , die beweisen, dass das Delfinfleisch weit oberhalb der japanischen Grenzwerte mit Quecksilber belastet ist, den Verzehr und den Verkauf der japanischen Delfine.
Japan empfiehlt seiner Bevölkerung „beim Verzehr der wertvollen Bestandteile der Delfine“ eine ausgewogene Ernährung, um „die Menge des aufgenommenen Quecksilbers bei Delfinen“ zu kompensieren. Botschaftssekretär Teraoka zur Gefährdung von Schwangeren und Kleinkindern: “Unter Berücksichtigung dessen, dass Quecksilber das Nervensystem schädigt und auch Auswirkungen auf die embryonale Entwicklung haben kann, hat das Gesundheitsministerium Richtlinien für den Verzehr von Delfinfleisch erlassen.“
Trotzdem wird das Delfinfleisch offenbar weiterhin an japanische Schulkinder insbesondere in der Region Taiji abgegeben. Teraoka dazu: “Dabei spielt auch das Lernen von Aspekten der regionalen Gesellschaft eine Rolle“. Kollektive Vergiftung als Lernaspekt einer grausamen Tradition?
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit seinem Vorsitzenden Jürgen Ortmüller folgt am Mittwoch, den 03. September 2008, einem weltweitem Aufruf seines Mitbegründers und ehemaligen Fernseh-Trainers von „Flipper“ zur alljährlichen Demonstration am „Japan Dolphin Day“ vor der japanischen Botschaft in Berlin (Hiroshimastr. 6 von 13:00 bis 15:00 Uhr). Ortmüller: „Wir bemühen uns aber auch um einen bilateralen Kontakt mit der japanischen Botschaft. Tierschutzorganisationen und Regierungen protestieren seit Jahren weltweit gegen den japanischen Wal- und Delfinfang. Erreicht wurde damit leider gar nichts. Wir müssen miteinander sprechen, um uns zu verstehen.“
Vor den japanischen Generalkonsulaten in München (Karl-Scharnagl-Ring 7) werden der Wal- und Delfinschützer Andreas Morlok und in Düsseldorf (Immermannstr. 45) eine Tierschutz-Initiative die Demonstrationen am 3. September von 12:00 bis 14:00 Uhr durchführen.
Ob der japanische Botschafter in Berlin, Toshiyuki Takano, der ein gutes Verhältnis zum Bundeskanzleramt pflegt, dem Gesprächsvorschlag mit dem WDSF-Vorsitzenden zustimmt, wird sich wohl erst am Tag der Demonstration entscheiden. Immerhin konnte Ortmüller, der auch als Steuerberater und Mitglied deutscher Wirtschafts-Netzwerke intensiven Kontakt zu den Bundestagsparteien hat, nach der Kundgebung im letzten Jahr mit einem Botschaftssekretär ein erstes Gespräch in der Botschaft führen, indem die unterschiedlichen Positionen dargestellt wurden. --
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