(openPR) Seit es die Minimalinvasive Chirurgie gibt, würde sich heute niemand mehr ohne zwingende Gründe über einen 20-25 cm großen Bauchschnitt die Gallenblase entfernen lassen. Und dabei ist es erst 25 Jahre her, dass der Kieler Gynäkologe Semm in Pionierleistung einen entzündlichen Blinddarm auf laparoskopischem Wege ohne „richtigen“ Schnitt entfernte. Übrigens hagelte es damals harsche Kritik der Chirurgen und die Methode wurde sehr kontrovers diskutiert.
Die Minimalinvasive Chirurgie hat sich seitdem etabliert, die Schnitte am Bauch werden immer kleiner oder werden gar völlig vermieden. Diese neue Operationstechnik nennt sich NOTES (Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery) und macht es möglich, über natürliche Körperöffnungen zu operieren.
So wurde in der Schlosspark-Klinik erst kürzlich eine Gallenblase völlig unproblematisch über die Scheide einer Frau operiert. Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Stefan Farke schätzt dieses Operationsverfahren als sicher ein: „Der Zugang zur Bauchhöhle über das hintere Scheidengewölbe ist in der Gynäkologie seit langem bewährt. Wir führen solche Operationen zusammen mit einem Gynäkologen durch, um Risiken durch den Zugang über die Scheide so gering wie möglich zu halten. Wenn die Patientinnen größten Wert auf nicht sichtbare Narben legen, ist dies eine gute Möglichkeit. Allerdings können wir durch die Weiterentwicklung der klassischen Technik auch bei der „normalen“ Schlüsselloch-Operation fast ohne sichtbare Narben operieren.“
Dr. Farke und sein chirurgisches Team setzen seit einigen Monaten im Rahmen der „klassischen Schlüsselloch-Chirurgie“ gezielt Mikro-Instrumente mit einem Durchmesser von nur 3 mm ein. Dadurch und mit der Veränderung der Schnittführung kommen die Chirurgen bei einer Gallenblasenoperation so auch ohne NOTES mit fast unsichtbaren Narben aus.
Die Ausrüstung der OP-Säle sowohl in der Schlosspark-Klinik als auch in deren Partnerklinik, der Park-Klinik Weißensee, mit Video-Laparoskopen und Monitoren mit ultramoderner High-Definition Technik macht die Anwendung der minimalinvasiven Operationen noch sicherer, da durch die hohe Bildauflösung auch kleinste Optiken verwendet werden können, ohne dass die Bildqualität leidet. Dies ist für eine sichere Operation wichtig.







