07.08.2008 - 17:54 - Gesundheit & Medizin

Türkei - Noch geheim – Flughafen Gazipasa (Alanya) soll Medical-Wellness-Center werden

Pressemitteilung von: Aktuelle Türkei Rundschau ATR

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Neue Perspektive für Gazipasa: Medical-Wellness-Center
PLAN B, WENN PROJEKT „INTERNATIONALER FLUGHAFEN“ NICHT REALISIERT WERDEN KANN

Seit vielen Jahren träumt das Touristenstädtchen Alanya von einem eigenen Flughafen. Und so wie das Ungeheuer von Lochness alle Jahre wieder, zwar nicht aus dem See aber wenigstens in den Zeitungen auftaucht, vergeht kaum ein Quartal, in dem nicht ein Provinzpolitiker oder eine Regionalzeitung wieder Hoffnung über die Region ausschüttet.

So zuletzt im letzten Jahr im großen Stil, als für die niemals vollendete Militärflughafen-Ruine eine Ausschreibung gemacht wurde, um einen Flughafenbetreiber zu finden, der das Risiko für einen zivilen Flughafen Gazipasa auf sich nehmen wollte.

Tatsächlich fand sich der türkische Flughafenbetreiber TAV bereit, zumindest einen entsprechenden Vertrag zu unterschreiben, der im Grunde nur eine unbedeutende finanzielle Verpflichtung enthielt. Ganze 50.000 Dollar jährliche Konzessionsgebühr muss die TAV dafür zahlen, dass sie alle Rechte an dem in seinem jetzigen Zustand für den internationalen Flugverkehr völlig ungeeigneten Flughafen nutzen kann.

Das sich an den geografischen Rahmenbedingungen nichts ändern lässt, auch wenn man sagt, Glaube könne Berge versetzen, stehen die Chancen für den Flughafen weiterhin denkbar schlecht. Schon vor einiger Zeit hatte die ATR in einer Musterrechnung nachgewiesen, dass der Bau einer neuen Start und Landebahn so große Kosten verursachen würde, dass der Flughafen für alle Zeiten unwirtschaftlich wäre.

Hinzu kommt, dass riesige Ariale enteignet werden müssen, dass sich viele Anrainer vehement gegen einen Verkauf ihrer Grundstücke weit unter Wert sperren. Konsequenz wären gerichtliche Auseinandersetzungen, die Jahre in Anspruch nehmen würden.

PLAN B LIEGT IN DER SCHUBLADE

Doch jetzt hat die ATR aus gut informierten Seiten erfahren, dass die TAV schon lange einen Plan B in der Schublade hat. Sollte die Realisierung des Flughafenprojektes nämlich nicht zu vertretbaren Kosten und in überschaubarer Zeit möglich sein, will man das Flughafengebäude und das Areal in anderer Weise nutzen.

Plan B sieht nach den uns vorliegenden Informationen vor, in den Gebäuden des Flughafens ein Krankenhaus und ein Medical-Wellness-Center einzurichten. Wieder nur eine Fantasie oder ein Projekt, dessen Realisierung durchaus Sinn machen könnte?

Tatsächlich gibt es viele Gründe, die ein solches Projekt in einem Land, in dem eine - wenn auch kleine - aber sehr wohlhabende Schicht lebt. Und dazu gehören Angebote im Medical-Wellness-Bereich, mit denen man auch in der Türkei eine gute Rendite erwirtschaften kann. Denkbar ist auch, dass zusätzlich auf diesem Arial ein Rehabilitationszentrum eingerichtet werden könnte.

Die Lage von Gazipasa und die unmittelbare Nähe zum Meer bieten für ein solches Projekt ebenso ideale Voraussetzungen wie die extrem gute Erreichbarkeit - eines Flughafens, der mit kleinen Privatmaschinen problemlos an geflogen werden kann. So wäre Gazipasa für die High Society aus Istanbul und Ankara nur gut eine (Flug-)Stunde entfernt.

WANN WERDEN DIE KARTEN AUF DEN TISCH GELEGT?

Bleibt jetzt abzuwarten, wann endlich die alten Träume beerdigt und ein Projekt, das Aussicht auf eine auch wirtschaftlich sinnvolle Realisierung hat, bekannt gegeben werden. Vielleicht wird ja diese Veröffentlichung dazu beitragen, dass die Karten endlich auf den Tisch gelegt werden.

Einer allerdings wird sich über eine solche Lösung für Gazipasa absolut nicht freuen können: das Touristenstädtchen Alanya, dessen Träume vom eigenen Flughafen dann endgültig ausgeträumt sind.




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