Achtung, die Drohnen kommen nach Deutschland

Pressemitteilung von: Motodrone e.V.

Erste Internationale Meisterschaft für autonome Flugobjekte
- Wissenschaftler und Computer-Hacker treffen sich bei Berlin
- Drohnen nicht länger nur eine Sache der Militärs

Wissenschaftler, Bastler und Computer-Hacker kommen am 21. und 22. September nach Finowfurt bei Berlin zu einem einmaligen Event - zur „1. internationalen open Scource Meisterschaft für autonome Flugobjekte“. Autonome Flugobjekte, auch Drohnen oder „Unmanned Aerial Vehicles (UAV)“ genannt, sind kleine, unbemannte, mit einer intelligenten Technik ausgerüstete Fluggeräte, die Aufklärungsarbeiten in den verschiedensten Bereichen leisten. Sei es bei der Verkehrsüberwachung, Verfolgung von Verbrechern oder Naturbeobachtung. Sie sind aber nicht nur wissenschaftliche Objekte, sondern auch das ungewöhnliche Hobby von Computer-Bastlern und Hackern. Zu dieser Szene gehören in Europa mehr als 1000 Menschen. Bei der internationalen Meisterschaft „motodrone 2008“ auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens werden Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet. Die Teams von renommierten universitären Forschungsgruppen bis zu privaten Bastlern werden im Rahmen
des zweitägigen Events ihre Fortschritte im Bereich autonomes Fliegen messen. Auch zahlreiche unbemannte Fluggeräte, die kleine, einprogrammierte Aufträge selbstständig ausführen, ohne dass sie noch von Menschen gesteuert werden, nehmen an den Wettbewerben
teil.
Die Teilnehmer beweisen sich in verschiedenen anspruchsvollen Prüfungen vom stabilen Schweben über das automatische Anfliegen eines Parcours bis zum selbstständigen Erkennen von Objekten entlang der Strecke. Dem Gewinner winkt ein Preis von 20.000 Euro. Als besondere Attraktion wird es am Abend des ersten Tages der Meisterschaft eine effektvolle
Nachtflugvorführung geben. Drohnen waren bisher vor allem eine Sache der Militärs, denn kommerziell hergestellte, autonom fliegende unbemannte Flugzeuge (UAV) kosteten in Entwicklung und Herstellung Millionen. Inzwischen haben es Wissenschaftler und Bastler geschafft, die Kosten für den Drohnenbau auf 1.000 Euro zu reduzieren. Dadurch gewinnen Drohnen auch als anspruchsvoller Hobby-Sport immer mehr Anhänger.

Bei der „motodrone 2008“ gibt es parallel zu den Wettbewerben eine Reihe wissenschaftlicher Vorträge und Diskussionen zum Thema autonome Flugobjekte. Unter anderem werden Risiken, die von den Flugobjekten ausgehen, und der Datenschutz erörtert. Am Wettbewerb beteiligen sich auch zahlreiche Hacker, die sich bei der Software-Entwicklung der selbstgesteuerten Drohnen messen. “motodrone 2008 ist der erste Wettbewerb autonomer Flugobjekte, der Hacking, wissenschaftliche
Aspekte und die ethische Auseinandersetzung mit dem Thema autonomes Fliegen kombiniert“, sagt Prof. Verena Hafner vom Lehrstuhl Kognitive Robotik der Humboldt-Universität Berlin, die mit ihrem Studenten-Team ebenfalls an dem Wettbewerb teilnehmen wird. Alle im Rahmen des Wettbewerbs gewonnenen Erkenntnisse werden der Allgemeinheit als „open Source“ zur Verfügung gestellt.
Andreas Steinhauser, technischer Leiter und Vorsitzender des motodrone e.V. zum Ziel der Veranstalter:“ Wir brauchen ein Forum für die Auseinandersetzung mit Drohnen und autonomen Kriegsgeräten, damit diese Entwicklung nicht völlig unbemerkt an der Öffentlichkeit vorbeigeht und wir irgendwann vor vollendeten Tatsachen und mangelhaften Gesetzen stehen“.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Telefax +49.30. 2005 144 14

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Die Motodrone e.V. wurde gegründet um die Entwicklungen vom autonomen Fliegen zu erhöhen. Unser Verein prüft die Vor- und Nachteile, probiert und beweist die Möglichkeiten und Risiken von Drohnen und teilt sein Wissen mit der Öffentlichkeit. Unsere Mitglieder treffen sich regelmäßig und wir organisieren Veranstaltungen (die erste im August) um Ideen zu vergleichen und auszutauschen und unterstützen damit die Entwicklung von Drohnen.

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