(openPR) Der Neubau eines Delfinariums in San Carlos/Panama durch die Organisation „Ocean Embassy“, eine Tochter von „Wildlife“ in Florida, konnte jetzt mit Unterstützung des ehemaligen Fernsehtrainers von „Flipper“, Richard O’Barry, verboten werden.
Unter dem Deckmantel einer Meeresschutz-Organisation zeichnet Ocean Embassy für Vergnügungsparks und Hotels mit Aquarien und Delfinarien.
Dutzende von Delfinen sollten aus bisher von Menschenhand unberührten Meeresgegenden entnommen werden, um ihr weiteres Dasein in einem relativ kleinen künstlichen Delfinarium zu fristen. Nachdem die ersten Bauarbeiten durch „Ocean Embassy“ in Panama für den Delfinpark begonnen waren, konnten diese nun nach massiven Protesten aus dem In- und Ausland gestoppt werden.
Der panamesische Bürgermeister von San Carlos hatte sich von der Anlage zwar hunderte von Arbeitsplätzen versprochen, jedoch musste er sich den Delfinschützern beugen, die tausende von Einwohnern mobilisierten und in einer Umfrage nachweisen konnten, dass sich rund 80% der Bevölkerung Panamas gegen die Gefangenhaltung von Delfinen ausgesprochen hat.
Die amerikanische Umweltschutz-Organisation „Human Society“ und der Ex-TV-Flippertrainer Richard O’Barry, unterstützten die Delfinschützer in Panama vor Ort. O’Barry, Mitbegründer des deutschen „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“ im westfälischen Hagen-Hohenlimburg, zu dem Erfolg: „Es ist großartig für die Delfine und ebenso für die Menschen in Panama, die sich so zahlreich für die Delfine eingesetzt haben. Das Protestieren funktioniert. Nachdem die Delfinarien-Initiatoren mit eingeklemmtem Schwanz zwischen ihren Beinen Panama verlassen mussten, wird Panama weiterhin ein Delfin-freundliches Land bleiben. Wir werden die Delfinarien-Erbauer und Besitzer weltweit verfolgen, wohin auch immer sie gehen.“
Das WDSF teilte inzwischen mit, dass sich ihr Mitbegründer Richard O’Barry nun auch persönlich an den Protesten gegen die deutschen Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg beteiligen wird.
Der WDSF-Vorsitzende Jürgen Ortmüller weist darauf hin, dass für Sonntag, den 17. August 2008, bei der Polizei in Münster eine Protestveranstaltung vor dem Haupteingang des Allwetterzoos gegen das Delfinarium ab 12:00 Uhr angemeldet ist. Die drei dort seit Jahren in Gefangenschaft gehaltenen Delfine sollen aus den engen Betonbecken in die große Freiluftanlage in Harderwijk/Holland verbracht werden mit anschließender Auswilderung falls möglich, und das Delfinarium Münster solle geschlossen werden, damit keine weiteren Wildfänge eingebracht werden können. Am 03. September will das WDSF vor der japanischen Botschaft in Berlin gegen den Delfinfang demonstrieren.
Der ehemalige Fernsehtrainer der vormals fünf Fernseh-Delfine Richard O’Barry meint: „Die Haltungsbedingungen der Delfine in Deutschland ist Tierquälerei. Speziell in Münster leiden die intelligenten Meeressäuger in den kleinen schmutzigen Betonbecken. Die Delfine werden für Shows gegen viel Geld missbraucht. In Freiheit schwimmen sie täglich bis zu 150 Kilometer und tauchen bis zu 300 Meter. Die Nachzuchten denken, die Halle des Delfinariums wäre der Himmel, aber sie befinden sich in der Hölle.“--













