15.07.2008 - 20:43 - Politik, Recht & Gesellschaft
Gleichberechtigung ja – aber häufig nicht für Mütter
Pressemitteilung von: Verband berufstätiger Mütter
Künftig wird alles besser: Kind & Karriere sind für die heute unter 30-Jährigen bald selbstverständlich. Zu dieser Ansicht kommt eine Studie der Zeitschrift Brigitte, nach der junge Frauen mehrheitlich Familie und Beruf miteinander vereinbaren wollen. „Wollen allein genügt nicht“, sagt der Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) und warnt: „Wir dürfen strukturelle Hindernisse nicht wieder zu persönlichen Problemen umdeuten.“ Wie viel zu tun sei, zeige beispielsweise der Rauswurf von Emma-Chefredakteurin Lisa Ortgies, die als Mutter angeblich mit dem Job überfordert gewesen sei.
Köln (eos) – Für junge Frauen unter 30 ist klar: Sie wollen einem Beruf nachgehen und Familie haben. Das sagten mehr als 80 Prozent von ihnen in einer von der Zeitschrift „Brigitte“ in Auftrag gegebenen Studie. Studienleiterin Professor Jutta Allmendinger zeigt sich optimistisch, dass viele der jungen Studienteilnehmerinnen ihre Lebensentwürfe auch tatsächlich verwirklichen können. Der Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) ist skeptisch. „Selbstbewusstsein allein reicht nicht, um in einer Gesellschaft, die mehrheitlich nach wie vor alten Rollenmustern anhängt, alternative Lebensmodelle zu verwirklichen“, sagt VBM-Frau und Buchautorin Claudia Luz, die zur Brigitte-Studie sowie zu den jüngsten Rangeleien in der Emma-Redaktion ein ausführliches Statement verfasste, das auf der VBM-Homepage (www.berufstaetige-muetter.de) zu lesen ist.
Neue Rollenbilder: Männer hinken hinterher
„Schon einen Mann zu finden, der mitzieht, wenn es – auch mit Kindern – um eine gleichmäßige Verteilung häuslicher und beruflicher Verpflichtungen geht, ist schwierig“, sagt sie. Hinlänglich bekannt ist auch, dass eine ungenügende Betreuungsinfrastruktur und ein Halbtags-Schulsystem, dass auf Mütter als Hilfslehrerinnen setzt, ihnen weitere Hürden in den Weg stellt. Aber auch viele Chefs mustern Frauen, sobald sie Mütter werden, noch immer gedanklich aus oder lassen Flexibilität vermissen, wenn es beispielsweise um die Reduktion von Arbeitszeiten und die Arbeit im Home-Office geht. „Die Rezeption der Brigitte-Studie konstruiert dagegen eine Scheinwelt, in der schon lebbar scheint, was flächendeckend erst noch umzusetzen ist“, warnt der VBM. „Aus den jungen Frauen, die alles wollen, werden sukzessive die, die auch alles können, lautet die einfache Rechnung. So werden wieder, wie so lange schon, strukturelle Probleme zu individuellen Schwierigkeiten umgedeutet.“
Affront: Emma-Chefin Ortgies als Mutter vor die Tür gesetzt
„Die Emanzipation der Frauen ist die Emanzipation der Mütter“, sagt der VBM., der sich vehement gegen ein „oder“ zwischen Kind und Beruf wehrt. Dass auch in feministischen Kreisen das „Oder“ Bestand hat, zeigte der Rauswurf der neuen Emma-Chefredakteurin Lisa Ortgies. Begründung: Sie sei wegen zweier kleiner Kinder und eines pflegebedürftigen Vaters mit dem Job überfordert. „Das ist ein Affront“, sagt Claudia Luz. „Denn gerade von Feministinnen erwarten wir, dass sie ihr Augenmerk besonders auf die doppelte Diskriminierung als Frau und als Mutter richten.“ Der Fall zeige, wie viel noch zu tun sei. Als Lobby und Netzwerk will der VBM jungen Frauen Mut machen, zu ihrem Lebensentwurf zu stehen und die Rahmenbedingungen einzufordern, die den eigentlich selbstverständlichen Wunsch nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie erst umsetzbar machen.
Köln, 15. Juli 2008
Lesetipps:
„Das Dschungelbuch, Leitfaden für berufstätige Mütter und solche, die es werden wollen“, Hrsg. Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM), 6. Auflage, Juni 2008, zu beziehen über die VBM-Homepage: www.berufstaetige-muetter.de
Claudia Luz verfasste zwei Bücher zum Thema:
„Die Hälfte der Familie für die Männer, die Hälfte der Berufswelt für die Frauen.“
Für alle, die auch mit Kind noch eine gleichberechtigte Partnerschaft führen möchten.
„99 Gründe für ein Kind“
Für alle, die trotz ihres Berufs auf Kinder nicht verzichten möchten.
Beide Bücher erschienen im Kunstanstifter-Verlag, Mannheim.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Presse-Kontakt:
Verband berufstätiger Mütter e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eike Ostendorf-Servissoglou
Kaiserstuhlweg 3
70469 Stuttgart
Telefon 0711-5530936
E-Mail:
Internet: www.berufstaetige-muetter.de
Über den Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM)
Beruf o d e r Kind? Viele Frauen sind berufstätig und sie wollen Kinder haben, daher heißt ihr Lebensentwurf: Beruf u n d Kind!
Doch vieles macht es den Frauen schwer, diesen Lebensentwurf zu realisieren: Nicht nur die Arbeitsmarktsituation, sondern auch Probleme mit der Kinderbetreuung schränken die beruflichen Möglichkeiten von Frauen ein. In Deutschland gelten erwerbstätige Mütter schnell als 'Rabenmütter' oder werden als 'karriereuntauglich' abqualifiziert. Mütter werden offen und versteckt dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Kommt dann noch mangelndes Selbstbewusstsein hinzu, wird es für viele Frauen schwierig, beides zu verwirklichen - Kind und Beruf. Wir Frauen im Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) kennen den Balanceakt zwischen Beruf und Familie gut, wir managen ihn täglich. Der VBM
• vertritt die Interessen berufstätiger Mütter in der Öffentlichkeit,
• wirbt für gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Frauen in Deutschland selbstverständlich machen,
• diskutiert Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuung, berufliche Weiterentwicklung & Karriere und macht Lösungen publik,
• zeigt erfolgreiche Lebensmodelle berufstätiger Mütter auf, die Unterstützung und Beispiel für andere Frauen sein können,
• kooperiert mit anderen Institutionen und Initiativen, um die Interessen berufstätiger Mütter gemeinsam zu vertreten.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.berufstaetige-muetter.de
Köln (eos) – Für junge Frauen unter 30 ist klar: Sie wollen einem Beruf nachgehen und Familie haben. Das sagten mehr als 80 Prozent von ihnen in einer von der Zeitschrift „Brigitte“ in Auftrag gegebenen Studie. Studienleiterin Professor Jutta Allmendinger zeigt sich optimistisch, dass viele der jungen Studienteilnehmerinnen ihre Lebensentwürfe auch tatsächlich verwirklichen können. Der Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) ist skeptisch. „Selbstbewusstsein allein reicht nicht, um in einer Gesellschaft, die mehrheitlich nach wie vor alten Rollenmustern anhängt, alternative Lebensmodelle zu verwirklichen“, sagt VBM-Frau und Buchautorin Claudia Luz, die zur Brigitte-Studie sowie zu den jüngsten Rangeleien in der Emma-Redaktion ein ausführliches Statement verfasste, das auf der VBM-Homepage (www.berufstaetige-muetter.de) zu lesen ist.
Neue Rollenbilder: Männer hinken hinterher
„Schon einen Mann zu finden, der mitzieht, wenn es – auch mit Kindern – um eine gleichmäßige Verteilung häuslicher und beruflicher Verpflichtungen geht, ist schwierig“, sagt sie. Hinlänglich bekannt ist auch, dass eine ungenügende Betreuungsinfrastruktur und ein Halbtags-Schulsystem, dass auf Mütter als Hilfslehrerinnen setzt, ihnen weitere Hürden in den Weg stellt. Aber auch viele Chefs mustern Frauen, sobald sie Mütter werden, noch immer gedanklich aus oder lassen Flexibilität vermissen, wenn es beispielsweise um die Reduktion von Arbeitszeiten und die Arbeit im Home-Office geht. „Die Rezeption der Brigitte-Studie konstruiert dagegen eine Scheinwelt, in der schon lebbar scheint, was flächendeckend erst noch umzusetzen ist“, warnt der VBM. „Aus den jungen Frauen, die alles wollen, werden sukzessive die, die auch alles können, lautet die einfache Rechnung. So werden wieder, wie so lange schon, strukturelle Probleme zu individuellen Schwierigkeiten umgedeutet.“
Affront: Emma-Chefin Ortgies als Mutter vor die Tür gesetzt
„Die Emanzipation der Frauen ist die Emanzipation der Mütter“, sagt der VBM., der sich vehement gegen ein „oder“ zwischen Kind und Beruf wehrt. Dass auch in feministischen Kreisen das „Oder“ Bestand hat, zeigte der Rauswurf der neuen Emma-Chefredakteurin Lisa Ortgies. Begründung: Sie sei wegen zweier kleiner Kinder und eines pflegebedürftigen Vaters mit dem Job überfordert. „Das ist ein Affront“, sagt Claudia Luz. „Denn gerade von Feministinnen erwarten wir, dass sie ihr Augenmerk besonders auf die doppelte Diskriminierung als Frau und als Mutter richten.“ Der Fall zeige, wie viel noch zu tun sei. Als Lobby und Netzwerk will der VBM jungen Frauen Mut machen, zu ihrem Lebensentwurf zu stehen und die Rahmenbedingungen einzufordern, die den eigentlich selbstverständlichen Wunsch nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie erst umsetzbar machen.
Köln, 15. Juli 2008
Lesetipps:
„Das Dschungelbuch, Leitfaden für berufstätige Mütter und solche, die es werden wollen“, Hrsg. Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM), 6. Auflage, Juni 2008, zu beziehen über die VBM-Homepage: www.berufstaetige-muetter.de
Claudia Luz verfasste zwei Bücher zum Thema:
„Die Hälfte der Familie für die Männer, die Hälfte der Berufswelt für die Frauen.“
Für alle, die auch mit Kind noch eine gleichberechtigte Partnerschaft führen möchten.
„99 Gründe für ein Kind“
Für alle, die trotz ihres Berufs auf Kinder nicht verzichten möchten.
Beide Bücher erschienen im Kunstanstifter-Verlag, Mannheim.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Verband berufstätiger Mütter e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eike Ostendorf-Servissoglou
Kaiserstuhlweg 3
70469 Stuttgart
Telefon 0711-5530936
E-Mail:
Internet: www.berufstaetige-muetter.de
Über den Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM)
Beruf o d e r Kind? Viele Frauen sind berufstätig und sie wollen Kinder haben, daher heißt ihr Lebensentwurf: Beruf u n d Kind!
Doch vieles macht es den Frauen schwer, diesen Lebensentwurf zu realisieren: Nicht nur die Arbeitsmarktsituation, sondern auch Probleme mit der Kinderbetreuung schränken die beruflichen Möglichkeiten von Frauen ein. In Deutschland gelten erwerbstätige Mütter schnell als 'Rabenmütter' oder werden als 'karriereuntauglich' abqualifiziert. Mütter werden offen und versteckt dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Kommt dann noch mangelndes Selbstbewusstsein hinzu, wird es für viele Frauen schwierig, beides zu verwirklichen - Kind und Beruf. Wir Frauen im Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) kennen den Balanceakt zwischen Beruf und Familie gut, wir managen ihn täglich. Der VBM
• vertritt die Interessen berufstätiger Mütter in der Öffentlichkeit,
• wirbt für gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Frauen in Deutschland selbstverständlich machen,
• diskutiert Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuung, berufliche Weiterentwicklung & Karriere und macht Lösungen publik,
• zeigt erfolgreiche Lebensmodelle berufstätiger Mütter auf, die Unterstützung und Beispiel für andere Frauen sein können,
• kooperiert mit anderen Institutionen und Initiativen, um die Interessen berufstätiger Mütter gemeinsam zu vertreten.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.berufstaetige-muetter.de
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