(openPR) Die fremde Umgebung eines Krankenhauses, die Trennung von der vertrauten häuslichen Atmosphäre, oft auch von Familienmitgliedern und natürlich die Erkrankung selber, die Schmerzen verursacht, erzeugen bei Kindern Ängste. Deshalb brauchen kleine Patienten nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch ganz viel Zuwendung. In der Regel bekommen sie diese von den Eltern und den speziell ausgebildeten Pflegekräften auf einer Kinderstation.
Vorlesepaten wollen darüber hinaus mit ihren Geschichten Freude und Spaß in den Klinikalltag bringen. „Wenn man Kindern vorliest, ist das für sie aber nicht nur eine Form der Unterhaltung. Sie erfahren dabei, dass sich jemand ihnen ganz intensiv widmet und ihnen Aufmerksamkeit schenkt“, so die Studienrätin Schmidt-Rosner, Gründerin der Vorleseinitiative im Elisabeth- Krankenhaus in Essen. „Häufig ergeben sich dann auch im Anschluss an das Vorlesen Gespräche, in denen die Kinder die Möglichkeit haben, über ihre Erkrankung und ihre Erfahrungen im Krankenhaus zu reden.“
Privat Dozent Dr. Rudolf Mallmann, Direktor der Klinik für Neonatologie, Kinder- und Jugendmedizin im Elisabeth-Krankenhaus, engagiert sich seit langem sehr für das Vorleseprojekt. „Wir wissen zwar nicht, ob Kinder, denen Geschichten erzählt werden, schneller gesund werden. Es heitert sie aber auf jeden Fall für eine gewisse Zeit auf und lenkt sie von ihrer Erkrankung ab“, so der Kinderarzt.
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