03.07.2008 - 17:46 - Kunst & Kultur
"FALLING FROM AN APPLE TREE BY MISTAKE" - WILDE GALLERY
Pressemitteilung von: WILDE GALLERY
WILDE GALLERY präsentiert die Sommerausstellung 2008 "Falling from an apple tree by mistake", kuratiert von Rita Selvaggio
Vernissage: 11. Juli 2008, 19 Uhr
Dauer: 11.Juli – 9. August
Ort: Chausseestr. 7 – 10115 Berlin (Mitte)
Künstler: Mauricio Anzeri, Luca Bertolo, Tim Ellis, Nick Goss, Gian Domenico Sozzi
Der Ausstellungstitel "Falling from an apple tree by mistake" ist ein bewusst umgestelltes Zitat des bekannten Vers der Lyrikerin Emily Dickinson (That gravitation, stumbling, /Fell from an apple tree…!), unter dem die italienische Kuratorin Rita Selvaggio die Werke der Künstler Maurizio Anzeri, Luca Bertolo, Tim Ellis, Nick Goss und Gian Domenico Sozzi zusammenbringt, um die Flüchtigkeit des Seins und die Dimension des Vergänglichen in der künstlerischen Praktik darzustellen.
In dieser Ausstellung sucht Rita Selvaggio nach einem Zustand der Schwebe, einer Unterbrechung, nach etwas bewusst Unvollendetem, um einen Raum zu schaffen, in dem nichts vorgegeben ist, nichts passiert, aber alles möglich ist. Der Titel zielt ebenso auf eine neue Sichtweise und Definition von Bedeutung ab, um zu zeigen, dass selbst ein Gedicht über das Nichts durchaus die Kraft besitzen kann, die Kreativität in einer post-post-modernen Zeit voranzutreiben, in der der Begriff Bedeutung problematisiert wird und alles bereits getan und gesagt erscheint.
Maurizio Anzeri (IT 1969) arbeitet hauptsächlich mit Haar, was auf den Betrachter gleichzeitig intim und doch abstoßend wirkt. Aufgrund der spezifischen Eigenheiten der von ihm gewählten Arbeitsmaterialien erkunden seine Werke körperliche und kulturelle Grenzen und erhalten zugleich eine zutiefst persönliche Konnotation. Anzeri kreierte ebenfalls Werke für den Modedesigner Alexander McQueen, darunter ein Kleid aus synthetischem Haar.
Luca Bertolo (IT 1968) ist an den zufällig auftretenden Abweichungen interessiert, die im Entstehungsprozess eines konzeptuell geplanten Kunstwerks auftreteten. Er erhebt diese „Störgeräusche" zu Reflexionen über Darstellung an sich, Bild und Abbild. Die Überbleibsel und Relikte die im Zuge dieses Vorgehens anfallen, werden in Zeichnungen, Gemälden, Geschriebenem und Videoarbeiten verarbeitet und präsentiert. Sein Ausgangsmaterial besteht im weitesten Sinn aus all Jenem, dem eine anthropologische oder ästhetische Dimension inhärent ist und das eine Ausdrucksweise besitzt, die es Wert ist, freigelegt zu werden.
Tim Ellis (GB 1981) Malerei und Installationen untersuchen die historischen und mythologischen Erzählungen verschiedener Glaubenssysteme. Seine Ideen gehen von dem ureigen Bedürfnis eines jeden Menschen aus, zu etwas Größerem zu gehören als man selbst. Die Charaktere und Typen, die in seinen Werken präsentiert werden, basieren auf kuturellen Gescichte der Menschheit und stellen jeder für sich, eine allgemeingültige Metapher dar, die die Kulturgeschichte transzendiert.
Nick Goss (BG 1981) Obwohl die melancholischen Landschaften und die eindrücklich atmosphärischen Gemälde von Nick Goss wie zufällig entstanden und wie die Schnappschüsse einer Kamera imitierend erscheinen, zeigen sie doch immer eine konkrete Gegenwart. Ohne wirklich auf etwas zu warten, ermöglicht dieses Warten eine kommende und gehende Berührung mit der Ewigkeit.
Gian Domenico Sozzi (IT 1960) beschäftigt sich intensiv mit zufällig gefunden Textfragmenten und Objekten. Sein Werke richten dabei besondereres Augenmerk auf die Beziehung zwischen unerwartet eintretenden Ereignissen und alltäglichen Begebenheiten. Seine aktuellen Arbeiten in Keramik versuchen durch bewusste Reduktion der stilistischen Mittel, die Erfahrung des Nichts darzustellen und in eine eigene künstlerische Sprache zu bringen. In der Serie LACRIMOSA (Tearful) legte der Künstler Zwiebeln auf Teller, wo sie verrotteten. Die nach einiger Zeit entfernten Zwiebeln hinterließen Spuren, die förmlich die Quellen der Tränen sind.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
WILDE GALLERY
Chausseestraße 7
D-10115 Berlin
www.wilde-gallery.com
Seit September 2007 stimuliert die WILDE GALLERY den zeitgenössischen Kunstdiskurs in Berlin neu. Der Kanadier Peter Wilde verlässt seine Heimatstadt Toronto, um sich in Berlin nicht nur dem Kunstmarkt, sondern auch der künstlerischen und kunsttheoretischen Auseinandersetzung zu stellen. Als erfahrener Kenner in Sachen Interieur, Kunst und Architektur vom 17. Jahrhundert bis heute fühlt er sich aufgrund seiner eigenen künstlerischen Qualifikation dem aktuellen Kunstgeschehen leidenschaftlich verpflichtet und bringt so die besten Voraussetzungen für einen spannungsreichen Dialog in Sachen zeitgenössischer Kunst mit.
Das Konzept für die WILDE GALLERY verspricht viel: Die seit Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder als Tod deklarierte Malerei ist der Schwerpunkt der Galerie. Dennoch geht es nicht lediglich um die Malerei. Malerische Positionen in anderen künstlerischen Medien wie auch in der Malerei selbst möchte Peter Wilde zur Diskussion stellen. Sie sollen neue Sichtweisen eröffnen, den durch die Malerei tradierten Blick auch ohne Malerei untersuchen und die Entwicklung des Malerischen in der aktuellen Kunst aufspüren. Hierzu gehört der Austausch verschiedener KünstlerInnen-Generationen und Nationalitäten mit zum Programm der WILDE GALLERY.
Der Anspruch an den Ausstellungsraum hebt die WILDE GALLERY von den meisten anderen newcomer Galerien ab, denn alle Ausstellungen werden kuratiert und sollen sich sowohl dem künstlerischen als auch dem theoretischen Dialog stellen. Die WILDE GALLERY wird damit nicht nur ganz real ein ergänzendes Gegenüber zum Neuen Berliner Kunstverein auf der anderen Straßenseite werden.
Vernissage: 11. Juli 2008, 19 Uhr
Dauer: 11.Juli – 9. August
Ort: Chausseestr. 7 – 10115 Berlin (Mitte)
Künstler: Mauricio Anzeri, Luca Bertolo, Tim Ellis, Nick Goss, Gian Domenico Sozzi
Der Ausstellungstitel "Falling from an apple tree by mistake" ist ein bewusst umgestelltes Zitat des bekannten Vers der Lyrikerin Emily Dickinson (That gravitation, stumbling, /Fell from an apple tree…!), unter dem die italienische Kuratorin Rita Selvaggio die Werke der Künstler Maurizio Anzeri, Luca Bertolo, Tim Ellis, Nick Goss und Gian Domenico Sozzi zusammenbringt, um die Flüchtigkeit des Seins und die Dimension des Vergänglichen in der künstlerischen Praktik darzustellen.
Maurizio Anzeri (IT 1969) arbeitet hauptsächlich mit Haar, was auf den Betrachter gleichzeitig intim und doch abstoßend wirkt. Aufgrund der spezifischen Eigenheiten der von ihm gewählten Arbeitsmaterialien erkunden seine Werke körperliche und kulturelle Grenzen und erhalten zugleich eine zutiefst persönliche Konnotation. Anzeri kreierte ebenfalls Werke für den Modedesigner Alexander McQueen, darunter ein Kleid aus synthetischem Haar.
Luca Bertolo (IT 1968) ist an den zufällig auftretenden Abweichungen interessiert, die im Entstehungsprozess eines konzeptuell geplanten Kunstwerks auftreteten. Er erhebt diese „Störgeräusche" zu Reflexionen über Darstellung an sich, Bild und Abbild. Die Überbleibsel und Relikte die im Zuge dieses Vorgehens anfallen, werden in Zeichnungen, Gemälden, Geschriebenem und Videoarbeiten verarbeitet und präsentiert. Sein Ausgangsmaterial besteht im weitesten Sinn aus all Jenem, dem eine anthropologische oder ästhetische Dimension inhärent ist und das eine Ausdrucksweise besitzt, die es Wert ist, freigelegt zu werden.
Tim Ellis (GB 1981) Malerei und Installationen untersuchen die historischen und mythologischen Erzählungen verschiedener Glaubenssysteme. Seine Ideen gehen von dem ureigen Bedürfnis eines jeden Menschen aus, zu etwas Größerem zu gehören als man selbst. Die Charaktere und Typen, die in seinen Werken präsentiert werden, basieren auf kuturellen Gescichte der Menschheit und stellen jeder für sich, eine allgemeingültige Metapher dar, die die Kulturgeschichte transzendiert.
Nick Goss (BG 1981) Obwohl die melancholischen Landschaften und die eindrücklich atmosphärischen Gemälde von Nick Goss wie zufällig entstanden und wie die Schnappschüsse einer Kamera imitierend erscheinen, zeigen sie doch immer eine konkrete Gegenwart. Ohne wirklich auf etwas zu warten, ermöglicht dieses Warten eine kommende und gehende Berührung mit der Ewigkeit.
Gian Domenico Sozzi (IT 1960) beschäftigt sich intensiv mit zufällig gefunden Textfragmenten und Objekten. Sein Werke richten dabei besondereres Augenmerk auf die Beziehung zwischen unerwartet eintretenden Ereignissen und alltäglichen Begebenheiten. Seine aktuellen Arbeiten in Keramik versuchen durch bewusste Reduktion der stilistischen Mittel, die Erfahrung des Nichts darzustellen und in eine eigene künstlerische Sprache zu bringen. In der Serie LACRIMOSA (Tearful) legte der Künstler Zwiebeln auf Teller, wo sie verrotteten. Die nach einiger Zeit entfernten Zwiebeln hinterließen Spuren, die förmlich die Quellen der Tränen sind.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
WILDE GALLERY
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D-10115 Berlin
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Seit September 2007 stimuliert die WILDE GALLERY den zeitgenössischen Kunstdiskurs in Berlin neu. Der Kanadier Peter Wilde verlässt seine Heimatstadt Toronto, um sich in Berlin nicht nur dem Kunstmarkt, sondern auch der künstlerischen und kunsttheoretischen Auseinandersetzung zu stellen. Als erfahrener Kenner in Sachen Interieur, Kunst und Architektur vom 17. Jahrhundert bis heute fühlt er sich aufgrund seiner eigenen künstlerischen Qualifikation dem aktuellen Kunstgeschehen leidenschaftlich verpflichtet und bringt so die besten Voraussetzungen für einen spannungsreichen Dialog in Sachen zeitgenössischer Kunst mit.
Das Konzept für die WILDE GALLERY verspricht viel: Die seit Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder als Tod deklarierte Malerei ist der Schwerpunkt der Galerie. Dennoch geht es nicht lediglich um die Malerei. Malerische Positionen in anderen künstlerischen Medien wie auch in der Malerei selbst möchte Peter Wilde zur Diskussion stellen. Sie sollen neue Sichtweisen eröffnen, den durch die Malerei tradierten Blick auch ohne Malerei untersuchen und die Entwicklung des Malerischen in der aktuellen Kunst aufspüren. Hierzu gehört der Austausch verschiedener KünstlerInnen-Generationen und Nationalitäten mit zum Programm der WILDE GALLERY.
Der Anspruch an den Ausstellungsraum hebt die WILDE GALLERY von den meisten anderen newcomer Galerien ab, denn alle Ausstellungen werden kuratiert und sollen sich sowohl dem künstlerischen als auch dem theoretischen Dialog stellen. Die WILDE GALLERY wird damit nicht nur ganz real ein ergänzendes Gegenüber zum Neuen Berliner Kunstverein auf der anderen Straßenseite werden.
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