(openPR) Rund acht Millionen Frauen in Deutschland und etwa 600 Millionen Menschen weltweit leiden an Harninkontinenz (ungewolltem Urinverlust). In Berlin stellen heute Dr. med. Kurt Lobodasch und Prof. Dr. Ralf Tunn die Bulkamid-Injektionstherapie von Ethicon Women’s Health & Urology, einem Unternehmen der Johnson & Johnson MEDICAL GmbH, vor. Der hoch effektive Therapieansatz erspart den Frauen eine Operation und bietet den Ärzten leichtes Handling.
Bei Harninkontinenz reicht der Verschlussdruck des Beckenbodens nicht aus, um die Harnröhre voll zu verschließen. Die Unterspritzung der Harnröhre mit dem Hydrogel Bulkamid führt zu einer gleichmäßigen Verengung der Harnröhre und einem wieder funktionierenden Verschluss. Eine 18-monartige Studie von Chefarzt Dr. Kurt Lobodasch vom DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein mit 21 Patientinnen kam sogar zu einer objektiven Heilungs- und Verbesserungsrate von 87 Prozent.
Ein großer Schritt in die richtige Richtung
Das neue Verfahren geht genau in die gewünschte Richtung: Die Betroffenen wollen eine Operation vermeiden, suchen nach einem kurzen, komplikationsarmen und sicheren Eingriff mit dauerhafter Wirkung. Den Ärzten wiederum kommt von Seiten der Technik die im Vergleich zu anderen kürzere und leichtere Optik entgegen.
Bewährtes Material, breit anwendbares Verfahren
Bulkamid besteht zu 97,5 Prozent aus Wasser und zu 2,5 Prozent aus Polyacrylamid und bietet viele Vorteile: Es ist farblos, geruchslos, transparent, migriert nicht, ist nicht toxisch, nicht allergen, wird nicht vom Körper abgebaut und verbindet sich mit dem umliegenden Gewebe. Zudem weist Bulkamid bestimmte negative Eigenschaften, wie sie bei Collagen und kohlenstoffbeschichteten Kugeln beobachtet wurden, bislang nicht auf. Die extrem gute Verträglichkeit zeigt sich auch darin, dass Bulkamid seit zehn Jahren bei HIV-Patienten eingesetzt wird. Das Bulkamid-Verfahren ist dabei auch für Patientinnen geeignet, die nach einem erfolglosen operativen Eingriff weder eine weitere Narkose noch eine Operation akzeptieren - zugleich aber mit konservativen Therapien wie Beckenbodentraining oder Miktionstraining keinen Erfolg hatten.
Ende 2008 sollen die Ergebnisse einer klinischen Studie am DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein vorliegen. Diese Studie soll dann auch Aufschluss darüber geben, ob Bulkamid in ganz bestimmten Fällen auch bei Primäreingriffen einsetzt werden kann.








