30.06.2008 - 20:30 - Politik, Recht & Gesellschaft
Schützen-Akte für Äthiopien
Pressemitteilung von: Südtiroler SchützenbundPR Agentur: Pressedienst SSB

SSB Foto: Landeskommandant Major Paul Bacher überreicht dem äthiopischen Botschafter in Italien H.E. Grum Abay die Schützen-Akte
In einem offenen Brief bittet der Schützenbund um Unterstützung bei der Beseitigung der faschistischen Relikte in Südtirol, allen voran das Alpinidenkmal in Bruneck. Dieses erinnert an Truppen der so genannten “Divisione Pusteria“, die hinterhältige Giftgasangriffe und Morde im Abessinienkrieg (Äthiopien) auf dem Gewissen hat. Tausende wehrlose Äthiopier waren dort auf Befehl der faschistischen Machthaber grausam und brutal ermordet worden.
In einem sehr herzlichen, zweistündigen Gespräch mit der Schützendelegation zeigte sich der äthiopische Botschafter in Rom interessiert von der Tatsache, dass es in Südtirol weiterhin Denkmäler gibt, in denen diese Verbrechen gegen sein Volk als Heldentaten verherrlicht werden. Gerade der aktuelle Präsident Äthiopiens, Girma Woldegiorgis, habe im Zweiten Weltkrieg selbst auf Seiten der Britischen Einheiten gegen die faschistischen Truppen gekämpft.
In unmittelbarer Nähe zum Siegesdenkmal preist eine Säule immer noch den verbrecherischen Krieg des italofaschistischen Regimes. In Bozen sind heute noch Straßennamen (Amba-Alagi-Str., Reginaldo-Giuliani-Str.) nach den Schauplätzen dieser völkerrechtswidrigen Angriffe und Kriegsverbrecher benannt.
Der Botschafter sagte auch, dass das äthiopische Volk den italienischen Besatzern vergeben habe, jedoch nicht vergessen werde. Denn Vergangenheit sei Vergangenheit, sagte er wortwörtlich. Er erzählte, dass Italien sich nie für die begangenen Verbrechen beim Äthiopischen Volk entschuldigt habe.
Die Untaten wurden übrigens nie von einem internationalen Kriegsverbrechertribunal gesühnt.
Der äthiopische Botschafter zeigte sich sehr erfreut über den Besuch aus Südtirol und dankte für die Schützen-Akte. Wie Paul Bacher, der Landeskommandant der Schützen erklärte, erwarte man sich vom italienischen Staat nach wie vor eine klare Distanzierung vom Gedankengut vergangener Tage. Ein erster Schritt dazu könne vor allem die Beseitigung aller faschistischen Relikte im Lande sein.
Der Südtiroler Schützenbund macht schon seit vielen Jahren auf die faschistischen Relikte in Südtirol aufmerksam. Mit Sorge ist gleichzeitig zu beobachten, dass alle maßgeblichen Politiker im Lande Ihre Augen vor diesen offensichtlich unangenehmen Tatsachen verschließen. Paul Bacher, Landeskommandant der Schützen hat angekündigt, im laufenden Jahr noch weitere Zeichen gegen faschistische Relikte in Südtirol zu setzen.
Auf der Homepage des Südtiroler Schützenbundes unter www.schuetzen.com kann die vollständige Schützen-Akte im Aktuellbericht nachgelesen werden. Die Schützen-Akte wird allen lokalen italienischen, österreichischen, deutschen und äthiopischen Zeitungen zugeschickt, sowie allen Politkern in Südtirol, Österreich, Italien und im Europäischen Parlament.
PRESSEDIENST - Südtiroler Schützenbund
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Südtiroler Schützenbund
Schlernstraße 1
39100 Bozen
Südtirol
Der Südtiroler Schützenbund ist eine kulturelle und volkstumspolitische Organisation, welche sich unter anderem zur Aufgabe gesetzt hat, die von den italienischen Faschisten erstellten faschistischen Relikte in Süd-Tirol zu beseitigen. Südtirol gehört seit 1918 zu Unrecht zum Staat Italien. Sprachlich und kulturell ist Süd-Tirol nach wie vor ein Teil Österreichs. Seit
nunmehr 90 Jahren verlangen die Süd-Tiroler - bisher vergebens - eine Loslösung vom Staat Italien und die Rückkehr zum Vaterland Österreich.
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