(openPR) PTH Benediktbeuern verabschiedet Professor Pater Dr. Jacques Schepens SDB
Pater Dr. Jacques Schepens SDB (66), aus Belgien stammender Professor für Religionspädagogik und Katechetik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern, ist am Montag, 9. Juni 2008, im Rahmen eines Festaktes verabschiedet worden. Rund 70 Mitbrüder, Kollegen, Studenten und Bekannte fanden den Weg in den Barocksaal des Klosters Benediktbeuern.
In seiner Begrüßungsansprache skizzierte PTH-Rektor Professor Pater Dr. Lothar Bily SDB den Lebensweg des Wissenschaftlers. 1942 geboren, trat dieser nach dem Abitur in die Flämische Provinz der Salesianer Don Boscos ein und legte 1962 die ersten Ordensgelübde ab. Nach einem Studium der Katholischen Theologie und der Pädagogik wurde er 1974 zum Priester geweiht. Es folgten erste Lehraufträge in Benediktbeuern. 1986 promovierte Pater Schepens zum Doktor der Theologie, und 1991 erhielt er einen Lehrstuhl in Benediktbeuern. Daneben wirkte er an der Katholischen Universität in Löwen und an der Päpstlichen Salesianeruniversität in Rom. Aus gesundheitlichen Gründen musste er im Sommersemester 2007 seine Lehrtätigkeit einstellen.
Professor Dr. Martin Lechner, Benediktbeurer Jugendpastoraltheologe, würdigte Schepens‘ Wirken als Religionspädagoge und Katechetiker. Dem scheidenden Professor sei es »weniger um Instruktion, als vielmehr um Kommunikation« gegangen. Pater Schepens habe sehr früh begriffen, dass es nicht mehr möglich sei, einfach nur von oben herab »ewige Wahrheiten« zu vermitteln. Es sei notwendig, sich dem Dialog – auch mit den Humanwissenschaften – zu stellen und authentisch – mit seiner ganzen Person – die Botschaft zu verkünden. Pater Schepens habe dies durch seine sympathische und aufmerksame Art in überzeugender Weise tun können.
Professor Pater Dr. Franz Schmid SDB, Pädagoge und Vizepräsident der Benediktbeurer Abteilung der Katholischen Stiftungsfachhochschule, ging auf Schepens‘ Beitrag zur Don-Bosco-Forschung ein. Schon in einer frühen Publikation in den 1970er Jahren habe er die Frage gestellt, wie heutzutage noch Erziehung im Geiste Don Boscos gelingen könne. Dabei habe Schepens nicht in erster Linie das Ziel einer Entmythologisierung des Ordensgründers verfolgt, sondern habe versucht, sich an den wirklichen Don Bosco in seiner Bedeutung für heute anzunähern. In diesem Zusammenhang habe auch die Spiritualität eine wichtige Rolle gespielt. »Durch deine Lehr- und Publikationstätigkeit bist du ein Botschafter Don Boscos geworden«, so Schmid.
Auch Salesianerprovinzial Pater Josef Grünner hatte es sich nicht nehmen lassen, aus München zur Verabschiedungsfeier zu kommen, seinem früheren Lehrer herzlich für dessen Engagement zu danken und ihm für die Zukunft Gottes Segen zu wünschen. Jacques Schepens sagte in seiner Dankesrede, dass er gern in Benediktbeuern gelehrt habe und dass gerade auch der Kontakt zu den Studierenden sehr anregend gewesen sei. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die Studenten Barbara Waldmann (Querflöte) und Lothar Haag (Klavier), die Stücke von Carl Philipp Emanuel Bach und Leonardo Vinci spielten. Den Abschluss des Festaktes bildete die feierliche Vesper in der Hauskapelle des Klosters.













