(openPR) Der Irak kommt nicht zur Ruhe: Fast täglich erreichen uns Nachrichten über Terror- und Bombenanschläge, über Tote und Verletzte. Die Leidtragenden sind oft auch unschuldige Kinder, auf die bei den kriegerischen Auseinandersetzungen keine Rücksicht genommen wird. Nicht anders erging es dem 12-jährigen Mohammed Al Temiemy, der im Februar 2006 bei einem Autobombenanschlag seine Eltern verloren und selbst schwere Verletzungen erlitten hat. Doch Mohammed hatte Glück: Mit Hilfe der Initiative von Diplom-Physiotherapeut Salah Al-Agha, eines seit 45 Jahren in Bayern lebenden Irakers, der sich ehrenamtlich für irakische Kinder einsetzt, der Kinderhilfsorganisation „Little Drops“, Nussdorf, sowie der Kinderhilfestiftung München Prof. Fickenscher kam der Bub in das Behandlungszentrum Vogtareuth. Nach zwei kostenlosen Aufenthalten in der dortigen Klinik für Plastische und Handchirurgie, Ästhetische Chirurgie im April und Mai 2008 konnte Mohammeds Augenhöhle wiederhergestellt und Gesichtsnarben korrigiert werden.
Der aus Kerkuk im Nordirak stammende Mohammed hat nach dem Verlust seiner Eltern nur noch eine Schwester, das Sorgerecht liegt jetzt bei seinem Großvater. Bei dem Bombenanschlag hat er sein linkes Auge verloren und Verletzungen der Gesichtsnerven davongetragen.
Darüber hinaus wurde sein Ellenbogen schwer in Mitleidenschaft gezogen und sein Gesicht ist von Narben gezeichnet. Der Iraker Salah Al-Agha brachte Mohammed nach Deutschland, finanziell unterstützt von den beiden Kinderhilfsorganisationen und Michael Schön, Geschäftsführer der Schön Kliniken. In mehreren plastisch-chirurgischen Operationen hat es Chefarzt Dr. Albert Peek geschafft, die zerstörte Augenhöhle so zu gestalten, dass der Junge ein künstliches Auge tragen kann. Darüber hinaus hat er auch die entstellenden Narben in Mohammeds Gesicht so korrigiert, dass psychische und soziale Folgen für den Jungen auch in späteren Jahren weitgehend ausbleiben.
Neben den Krankenschwestern und Ärzten kümmerte sich auch Betreuer Salah Al-Agha während des Aufenthaltes von Mohammed im Behandlungszentrum Vogtareuth liebevoll um ihn. Er dolmetschte und konnte ihm das Gefühl vermitteln, nicht alleine zu sein. „Mohammed bedankt sich herzlich bei allen, die ihm so sehr geholfen haben. Er ist glücklich, dass er hier so viel Hilfe, Zuspruch und Aufmerksamkeit bekommen hat“, beschreibt Chefarzt Dr. Peek den Zustand seines kleinen Patienten. „Besonders gefreut haben wir uns über sein ’Vergelt’s Gott’. Denn Mohammed hat schon nach kurzer Zeit deutsch und auch etwas bayerisch gelernt.“
Mohammed wird am 7. Juni in Begleitung seines Betreuers Salah Al-Agha in seine Heimat zurückfliegen. Die körperlichen Verletzungen sind ausgestanden, an den seelischen wird der Junge nach lange leiden.




















