(openPR) Stuttgart. Die Geschichte der Verhütung ist lang. Bereits in der Antike existierten Schriftstücke, die über verschiedene Möglichkeiten der Schwangerschaftsvermeidung informierten. In heutiger Zeit greifen die Frauen meist auf die gängige Antibabypille zurück. Doch Bedenken aufgrund hoher Hormondosierung, sowie strenger Anwendungs- und Einnahmeregeln lassen immer mehr Frauen nach Alternativen suchen. Eine Möglichkeit bietet die Hormonspirale. Sie kombiniert zwei Verhütungsmethoden in einem Produkt – die Pille und die Kupferspirale – und vereint zugleich deren Vorteile: eine geringe Hormondosierung, bequeme Anwendung, sichere Verhütung (Pearl Index: 0,16), sowie Minderung der Regelblutung und -schmerzen.
„Die Hormonspirale wird direkt in die Gebärmutter eingesetzt. Sie wirkt lokal, wodurch nur eine minimale Hormondosierung nötig ist“, erklärt Dr. med. Jakob Keilbach. Die Hormonspirale, auch Intra-Uterin-System, kurz IUS genannt, ist ein kleiner, T-förmiger Kunststoffkörper, der mit dem Hormon Levonorgestrel (Gestagen) gefüllt ist. Schon die Spirale an sich blockiert den Weg der Spermien zur Eizelle. Das Gestagen, das kontinuierlich in geringen Mengen an die Gebärmutter abgegeben wird, verhindert das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut und sorgt zusätzlich dafür, dass sich der Schleimpfropf am Gebärmuttereingang verdickt. Er wird damit für Spermien undurchlässig und beugt außerdem aufsteigenden Infektionen vor. Dank dieses Dreifachschutzes zählt die Hormonspirale zu den zuverlässigsten Verhütungsmethoden überhaupt. Der Empfängnisschutz beginnt sofort nach dem Einsetzen und hält bis zu fünf Jahre an. Die Hormonspirale kann jederzeit entfernt werden, schon ab dem nächsten Zyklus ist eine Schwangerschaft wieder möglich.
„Die meisten Frauen vertragen die Hormonspirale gut. Besonders bei Müttern ist das Einsetzen meist gar kein Problem, da der Muttermund bereits gedehnt wurde“, so Dr. Keilbach. Im Unterschied zu anderen Verhütungsmethoden, wie beispielsweise der Dreimonatsspritze, bleibt der natürliche Zyklus bei der Hormonspirale erhalten. Nebenwirkungen treten selten auf und verschwinden nach einer Anpassungsphase von drei bis sechs Monaten meist von selbst. So kommt es anfangs häufig zu Schmierblutungen, manche Frauen berichten von Kopf- oder Unterleibsschmerzen, Akne oder Stimmungsschwankungen. Oftmals sind diese Beschwerden aber auch auf natürliche Begleiterscheinungen des Zyklus oder das Absetzen der Pille zurückzuführen, da die Spirale keine Östrogene enthält. Als erfreuliche Nebenwirkung empfinden viele Frauen die zumeist schwächer und schmerzfrei werdende Regelblutung. Nach dem ersten Jahr mit Hormonspirale bleibt bei jeder fünften Frau die Periode sogar ganz aus.
Die Hormonspirale beläuft sich inklusive Setzen auf rund 390 Euro, das sind auf fünf Jahre gerechnet 6,50 Euro im Monat. „Wenn längerfristig kein Kinderwunsch besteht, ist die Hormonspirale auf jeden Fall eine Überlegung wert,“, sagt Dr. Keilbach. „Für die vorübergehende Verhütung ist die Pille jedoch nach wie vor die bessere Lösung.“




















