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HERZ-ZENTRUM BAD KROZINGEN UND DEUTSCHES ROTES KREUZ STARTEN PILOTPROJEKT ZUM REANIMATIONS-TRAINING AN SCHULEN

28.05.200805:57 UhrGesundheit & Medizin
Bild: HERZ-ZENTRUM BAD KROZINGEN UND DEUTSCHES ROTES KREUZ STARTEN PILOTPROJEKT ZUM REANIMATIONS-TRAINING AN SCHULEN
Premiere am 26. Mai 2008
Premiere am 26. Mai 2008

(openPR) Nach der bereits seit 1978 geleisteten Pionierarbeit bei der Einführung von Laienreanimationstrainings startet das Herz-Zentrum Bad Krozingen ge-meinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz ein eigens für Schulen entwi-ckeltes Pilotprojekt für Laienreanimation. Erklärtes Ziel des aus gemein-samer Initiative der Ausbilder gestarteten Projektes ist es, das Training langfristig in den Unterrichtsplan aller Schulen zu integrieren.

Dabei werden Bad Krozinger Schülern des Kreis-Gymnasiums sowie der Max-Planck Realschule die wichtigsten Techniken der Herz-Lungen-Wiederbelebung aufgezeigt. Es soll verdeutlicht werden, dass Wiederbe-lebung in der Regel in Alltagssituationen erforderlich wird und nicht (wie irrtümlich angenommen) hauptsächlich im Straßenverkehr. Zu Gunsten einer maximalen Aufmerksamkeit wurde bewusst die Einbindung in den Schulunterricht realisiert. Ein jährliches Training im Herz-Zentrum, begin-nend ab der 9. Klasse, stellt sicher, dass es eine regelmäßige Auffrischung des erworbenen Wissens gibt, welches dann auch in der konkreten Situation abgerufen werden kann. „Der Hilfeleistende kann nichts falsch machen, weil nichts zu tun die schlechteste Entscheidung für den Betroffenen wäre“ führt Bernd Lais vom Müllheimer DRK Kreisgeschäfts-leitungs-Team aus. Dr. Joachim Koster, Notarzt am Herz-Zentrum Bad Krozingen, ergänzt in Bezug auf die in „Der Spiegel“ 15/2008 festgestellten Qualitätsdefizite bei vielen Erste-Hilfe-Kursen: „Unser Ausbildungsteam bringt die Erfahrung aus 30 Jahren Reanimationstraining mit über 900 Seminaren und ca. 15.000 Teilnehmern ein.“

Tritt ein Kreislaufstillstand ein, so kann der Patient bei sehr frühzeitiger Anwendung eines Elektroschocks durch den Notarzt in der Mehrzahl der Fälle gerettet werden. Die Chance, mit dem Elektroschock erfolgreich zu sein, sinkt mit jeder Minute um 10 %, entsprechend reduziert sich auch die Überlebenschance. Wird durch einfache Laien-Maßnahmen bis zum Ein-treffen des Notarztes eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt, so wird ein Minimalkreislauf aufrechterhalten. Hierdurch kann die Zeit, inner-halb welcher der Elektroschock erfolgreich angewandt werden kann, ver-doppelt werden, entsprechend verdoppelt sich auch die Überlebenschan-ce. Dies wurde durch wissenschaftliche Untersuchungen, wie z.B. die „Seattle-Studie“ bestätigt.

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