22.05.2008 - 15:51 - Vereine & Verbände
Gewalt in Südafrika und Afrikatag am 25. Mai
Pressemitteilung von: Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)
Berlin, 22. Mai 2008
Anlässlich des Afrikatages am 25. Mai 2008 und der zunehmenden Gewalt gegen Ausländer in Südafrika informiert der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) über sein neues Integrationsprojekt. Gemeinsam mit seinem Partner dem Direct Action Centre for Peace and Memory (DACPM) werden ehemalige südafrikanische Freiheitskämpfer als Stadtführer für Gedenkexkursionen in Kapstadt geschult. In den Schulungen und der parallel stattfindenden psychosozialen Betreuung bekommen die "Krieger für Frieden" die Möglichkeit ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Als Stadtführer können sie später ihr eigenes Einkommen erwirtschaften.
Mit dem Sieg vieler Afrikanischer Befreiungsbewegungen Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre wuchs das Bestreben als eine gemeinsame Stimme in der Welt aufzutreten. Dies führte zur Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit (heute: Afrikanische Union) am 25. Mai 1963, die Geburtsstunde des Afrikatages.
Während Unabhängigkeit für viele Afrikanische Staaten Realität wurde, erlitt der Kampf gegen die Apartheid in Südafrika einen herben Rückschlag: Nelson Mandela, Anführer des bewaffneten Flügels des Afrikanischen Nationalkongresses, des Umkhonto We Sizwe (Speer der Nation), wurde 1963 im Riviona-Prozess angeklagt und zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Weltweit wurde für die Freilassung Mandelas protestiert. Hunderttausende in Südafrika schlossen sich dem Kampf gegen die staatlich verordnete Rassentrennung an. Jugendliche verließen die Schule, lebten im Untergrund oder wurden im Ausland militärisch geschult.
Nach den ersten demokratischen Wahlen 1994 wurde Nelson Mandela Präsident Südafrikas. Die ehemaligen Freiheitskämpfer kehrten zu ihren Familien zurück und versuchten sich zu reintegrieren. Doch viele leiden bis heute unten ernsten psychischen Störungen und Ängsten als Folge von Gefangenschaft und Folter. Ohne Schulabschluss und soziale Kompetenzen finden sie keine Arbeit. Ihre soziale Lage und die ihrer Familien ist unverändert miserabel. Enttäuschte Erwartungen eskalieren immer öfter in kriminellen Handlungen und Ausschreitungen, wie in den aktuellen Überfällen auf Ausländer in Johannesburg.
Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) arbeitet mit seinem Partner dem Direct Action Centre for Peace and Memory (DACPM) für eine friedliche Integration der ehemaligen Freiheitskämpfer. 20 Männer und Frauen werden in den nächsten neun Monaten von DACPM zu historischen Stadtführern ausgebildet. Die Trainingsmaßnahmen werden ergänzt durch eine psycho-soziologische Betreuung. Die ehemaligen Freiheitskämpfer erarbeiten sich eine eigene Stadtführung, in der sie interessierten Touristen und Studenten die Orte ihres Lebens und Kampfes zeigen. Sie erwirtschaften sich und ihren Familien damit ein kleines Einkommen. Mit der Aufarbeitung, Dokumentation und Veröffentlichung der Geschichte des Widerstandes gegen die Apartheid soll ein kleiner Beitrag zur Geschichtsschreibung, Mahnung und zum Gedenken an die Opfer der Apartheid geleistet werden.
Das Projekt wird von der Stiftung Nord-Süd-Brücken gefördert.
Spenden können unter dem Kennwort "Krieger für Frieden" auf das SODI-Spendenkonto: 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, getätigt werden.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Ihre Ansprechpartnerin ist: Susanne Laudahn, Projektmanagerin Afrika, unter 030 928 60 47,
zu erreichen
Solidaritätsdienst-international e.V.
Grevesmühlener Straße 16, 13059 Berlin
Der Solidaritätsdienst-international e. V. (SODI) ist eine Organisation, die nachhaltige Projekte der Entwicklungszusammenarbeit realisiert und humanitäre Hilfe für Opfer von Naturkatastrophen, Kriegen und Bürgerkriegen leistet. Seit 1990 hat SODI 802 Projekte im Wert von 55 Millionen Euro in 28 Ländern verwirklicht. Möglich wurde dies durch private Geld- und Sachspenden sowie durch öffentliche und private Zuschüsse, z.B. der Europäischen Union und der Bundesregierung. Die Projekte auf vier Kontinenten, die SODI in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und kommunalen Organisationen realisierte, dienen der selbsthilfeorientierte Armutsbekämpfung.
SODI leistet in Deutschland Informations- und Bildungsarbeit über Ursachen und Verantwortlichkeiten von Kriegen, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Armut und Umweltzerstörungen. Wir engagieren uns gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Netzwerken und Kampagnen gegen neoliberale Globalisierung, für ein Verbot von Landminen und für gerechte Weltwirtschaftsbeziehungen, für Frieden und ein tolerantes Miteinander der Menschen, Völker und Kulturen.
Für den verantwortungsvollen Umgang mit Spenden und deren zweckgebundenen Einsatz wird SODI seit 1994 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) verliehen
Anlässlich des Afrikatages am 25. Mai 2008 und der zunehmenden Gewalt gegen Ausländer in Südafrika informiert der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) über sein neues Integrationsprojekt. Gemeinsam mit seinem Partner dem Direct Action Centre for Peace and Memory (DACPM) werden ehemalige südafrikanische Freiheitskämpfer als Stadtführer für Gedenkexkursionen in Kapstadt geschult. In den Schulungen und der parallel stattfindenden psychosozialen Betreuung bekommen die "Krieger für Frieden" die Möglichkeit ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Als Stadtführer können sie später ihr eigenes Einkommen erwirtschaften.
Mit dem Sieg vieler Afrikanischer Befreiungsbewegungen Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre wuchs das Bestreben als eine gemeinsame Stimme in der Welt aufzutreten. Dies führte zur Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit (heute: Afrikanische Union) am 25. Mai 1963, die Geburtsstunde des Afrikatages.
Nach den ersten demokratischen Wahlen 1994 wurde Nelson Mandela Präsident Südafrikas. Die ehemaligen Freiheitskämpfer kehrten zu ihren Familien zurück und versuchten sich zu reintegrieren. Doch viele leiden bis heute unten ernsten psychischen Störungen und Ängsten als Folge von Gefangenschaft und Folter. Ohne Schulabschluss und soziale Kompetenzen finden sie keine Arbeit. Ihre soziale Lage und die ihrer Familien ist unverändert miserabel. Enttäuschte Erwartungen eskalieren immer öfter in kriminellen Handlungen und Ausschreitungen, wie in den aktuellen Überfällen auf Ausländer in Johannesburg.
Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) arbeitet mit seinem Partner dem Direct Action Centre for Peace and Memory (DACPM) für eine friedliche Integration der ehemaligen Freiheitskämpfer. 20 Männer und Frauen werden in den nächsten neun Monaten von DACPM zu historischen Stadtführern ausgebildet. Die Trainingsmaßnahmen werden ergänzt durch eine psycho-soziologische Betreuung. Die ehemaligen Freiheitskämpfer erarbeiten sich eine eigene Stadtführung, in der sie interessierten Touristen und Studenten die Orte ihres Lebens und Kampfes zeigen. Sie erwirtschaften sich und ihren Familien damit ein kleines Einkommen. Mit der Aufarbeitung, Dokumentation und Veröffentlichung der Geschichte des Widerstandes gegen die Apartheid soll ein kleiner Beitrag zur Geschichtsschreibung, Mahnung und zum Gedenken an die Opfer der Apartheid geleistet werden.
Das Projekt wird von der Stiftung Nord-Süd-Brücken gefördert.
Spenden können unter dem Kennwort "Krieger für Frieden" auf das SODI-Spendenkonto: 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, getätigt werden.
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Ihre Ansprechpartnerin ist: Susanne Laudahn, Projektmanagerin Afrika, unter 030 928 60 47,
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Der Solidaritätsdienst-international e. V. (SODI) ist eine Organisation, die nachhaltige Projekte der Entwicklungszusammenarbeit realisiert und humanitäre Hilfe für Opfer von Naturkatastrophen, Kriegen und Bürgerkriegen leistet. Seit 1990 hat SODI 802 Projekte im Wert von 55 Millionen Euro in 28 Ländern verwirklicht. Möglich wurde dies durch private Geld- und Sachspenden sowie durch öffentliche und private Zuschüsse, z.B. der Europäischen Union und der Bundesregierung. Die Projekte auf vier Kontinenten, die SODI in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und kommunalen Organisationen realisierte, dienen der selbsthilfeorientierte Armutsbekämpfung.
SODI leistet in Deutschland Informations- und Bildungsarbeit über Ursachen und Verantwortlichkeiten von Kriegen, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Armut und Umweltzerstörungen. Wir engagieren uns gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Netzwerken und Kampagnen gegen neoliberale Globalisierung, für ein Verbot von Landminen und für gerechte Weltwirtschaftsbeziehungen, für Frieden und ein tolerantes Miteinander der Menschen, Völker und Kulturen.
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