21.05.2008 - 17:52 - Gesundheit & Medizin

25 Jahre »Bittere Pillen« - Die Erfolgsstory wird jetzt auch online fortgeschrieben

Pressemitteilung von: Verlag Kiepenheuer & Witsch

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Ein Bestseller feiert Jubiläum - und wird zum großen Internetportal


»Eine Zumutung von der ersten bis zur letzten Seite«, giftete das Deutsche Ärzteblatt als das kritische Nachschlagewerk im Herbst 1983 erstmals erschien. Fast zwei Dutzend Mediziner, Pharmakologen, Apotheker, Medizinsoziologen hatten gemeinsam mit Wissenschaftsjournalisten erstmals sinnvolle, überflüssige und gefährliche Arzneimittel auseinandersortiert, für jeden verständlich und allen zugänglich. Eine Pionierarbeit.

Die Pharmaindustrie sah riesige Einbußen auf sich zukommen. Mit einer Flut von Prozessen und Klageandrohungen versuchte sie deshalb, die Bitteren Pillen zu stoppen. Ohne Erfolg.

In den vergangenen 25 Jahren wurden die Bitteren Pillen regelmäßig komplett überarbeitet und um neue Medikamente ergänzt. In der soeben erschienenen Jubiläumsausgabe werden über 15 000 rezeptpflichtige und frei verkäufliche Medikamente, Naturheilmittel und Homöopathika seriös bewertet. Der Umfang hat sich im Vergleich zur Erstausgabe um 250 Seiten auf nunmehr 1120 Seiten erhöht. Seit 1983 wurden 78 Auflagen gedruckt. Die Gesamtauflage liegt bei über 2,7 Millionen Exemplaren.

Zum 25jährigen Jubiläum wird die Erfolgsgeschichte der »Bibel zur Verhinderung von Arzneimittelmissbrauch« (Der Spiegel) nun auch online fortgeschrieben. Mit dem Portal www.bittere-pillen.de startet der Verlag Kiepenheuer & Witsch sein erstes Online-Verkaufsangebot.

Ebenso seriös, kritisch und völlig unabhängig wie in der Buchausgabe – zudem tagesaktuell und selbstverständlich frei von Werbung der Pharmaindustrie – sind auf www.bittere-pillen.de die Bewertungen der einzelnen Medikamente nachzulesen. Mehr als ein Drittel der Inhalte ist unentgeltlich zugänglich. Einzelne Infopakete (zu jeweils ausgewählten Krankheitsbildern) mit einem Umfang von bis zu 90 Seiten sind zum Preis von 2,50 Euro abrufbar.

Alle vier Wochen erscheint der „Bittere Pillen“- Newsletter, in dem ein unabhängiges Team von Fachautoren und medizinischen Wissenschaftlern über die Bewertung von neuen Medikamenten, neu erkannten Nebenwirkungen und Risiken von bereits bekannten Arzneimitteln, unethischen Verhaltensweisen von Pharmakonzernen und andere Themen informiert. Dieser Newsletter kann kostenlos abonniert werden.

www.bittere-pillen.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Marco Verhülsdonk
Leitung Internet
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Rondorfer Str. 5
50968 Köln
Tel. 0221/ 3 76 85-49
Fax 0221/ 3 76 85-71

www.kiwi-verlag.de

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch ist ein deutscher Publikumsverlag, der kritische und populäre Sachbücher sowie literarische Werke renommierter Autoren ebenso wie Bücher von jungen Schriftstellern publiziert. Derzeit werden die Werke von über 230 Autoren verlegt. Seit 1992 hat der Verlag eine eigene Taschenbuch-Reihe, die KiWi-Paperbacks, seit dem Jahr 2000 als Regional-Imprint »KiWi Köln«, eine auf Bücher aus und über das Rheinland spezialisierte Reihe. Das größte editorische Unternehmen der Verlagsgeschichte ist die 2002 begonnene und auf 27 Bände konzipierte, textkritische und kommentierte Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls.

Die Geschichte des Kölner Verlags beginnt 1947 in Jena, als Gustav Kiepenheuer und Joseph Caspar Witsch einen Vertrag schlossen in der Absicht, im Westen einen Verlag zu gründen. 1949 starb Gustav Kiepenheuer, noch bevor ein Buch bei »Kiepenheuer & Witsch« erschienen war, und Joseph Caspar Witsch erhielt allein eine Verlagslizenz. Der Roman »Marion« von Vicki Baum wurde 1951 als erstes Buch bei »Kiepenheuer & Witsch« veröffentlicht. Annemarie Selinko erzielte kurz darauf mit dem Roman »Désirée« den ersten großen Verkaufserfolg und ist neben Wolfgang Leonhard mit »Die Revolution entlässt ihre Kinder« (1955) ein Klassiker aus der Frühgeschichte des Verlages. Heinrich Böll wurde mit »Und sagte kein einziges Wort« 1953 Autor des Verlags und 1972 sein erster Nobelpreisträger, dem noch weitere folgen sollten: Saul Bellow, Czeslaw Milosz, Patrick White, Gabriel García Marquez und Dario Fo.

Das belletristische Programm von Kiepenheuer & Witsch wurde und wird neben den erwähnten Nobelpreisträgern von Autoren wie Erich Maria Remarque, Joseph Roth, Breyten Breytenbach, Nathalie Sarraute, Jerome D. Salinger, John le Carré, V.S. Naipaul, Dieter Wellershoff, Uwe Timm, Peter Härtling und Katja Lange-Müller geprägt. In den letzten Jahren fanden angloamerikanische Autoren wie John Banville, Jonathan Safran Foer, Nick Hornby, Don DeLillo, David Foster Wallace, Nick McDonell, Irvine Welsh, Michael Chabon und Bret Easton Ellis im Kölner Verlag ebenso ihre Heimat wie ihre jungen deutschen Kollegen Maxim Biller, Michael Kumpfmüller, Sibylle Berg, Malin Schwerdtfeger, Feridun Zaimoglu, Benjamin Lebert, Benjamin von Stuckrad-Barre, Joachim Lottmann, Thomas Hettche und Christian Kracht. Im Sachbuchprogramm finden sich renommierte Namen wie Wilhelm Reich, Günter Wallraff, Ralph Giordano, Joschka Fischer, Carola Stern, Heiner Geißler, Alice Schwarzer, Gerd Koenen, Necla Kelek und Hans Weiss (»Bittere Pillen«), aber auch Publikumslieblinge wie Mario Adorf, Renan Demirkan, Senta Berger, Harald Schmidt, Heike Makatsch, Helge Schneider und Manuel Andrack sowie die Bestseller-Autoren Frank Schätzing und Bastian Sick schreiben für Kiepenheuer & Witsch.

Der Verlag gehört seit 2002 über die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG, Stuttgart zu der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

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