20.05.2008 - 11:00 - Vereine & Verbände
Armutsbericht - PARITÄTISCHER Hamburg fordert entschiedene Maßnahmen gegen soziale Spaltung
Pressemitteilung von: Paritätischer Wohlfahrtsverband
Der Verband fordert als ersten Schritt der Armutsbekämpfung eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze auf mindestens 420 Euro.
„Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander“, so Wahser, „die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer.“ Der PARITÄTISCHE fordert eine sachliche Diskussion und entschiedene Maßnahmen gegen die soziale Spaltung: „Wir brauchen eine grundlegende Reform des Sozialsystems, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt rückt, soziale Sicherheit schafft und gleichzeitig die bestehenden Ressourcen besser verteilt.“
Seit Jahren setzt sich der Verband für eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze auf mindestens 420 Euro ein. „Der derzeit geltende Satz von 347 Euro reicht nicht aus, um Armut zu verhindern“, fügt der Vorstandsvorsitzende hinzu. Zudem müsse ein Bemessungssystem erarbeitet werden, das die unterschiedlichen Bedürfnisse von Erwachsenen und Kindern sachgemäß abbilde. Derzeit wird der Regelsatz der Kinder von dem der Erwachsenen abgeleitet.
Darüber hinaus bekräftigt der PARITÄTISCHE Hamburg seine Forderung, einmalige Leistungen für Kinder – z.B. zur Einschulung – wieder einzuführen, die mit der Arbeitsmarktreform Hartz IV gestrichen wurden.
Der Verband betont die Bedeutsamkeit der Armutsberichterstattung: „Sie ist ein wichtiges Instrument, um Armut und die damit verbundenen Problemlagen vernünftig identifizieren und nachhaltige Handlungskonzepte zur Armutsvermeidung entwickeln zu können“, sagt Richard Wahser. Daher begrüßt der Verband, dass der Lebenslagenbericht im Koalitionsvertrag von CDU und GAL „über die statistische Erfassung hinaus zu einem interpretierenden und handlungsorientierten Instrument“ weiterentwickelt werden soll.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Christian Böhme
Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.
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