20.05.2008 - 10:51 - Gesundheit & Medizin

Treffen der Spitzenforscher in Boston / Kölner Experten auf dem World Congres of Brachytherapy

Pressemitteilung von: Westdeutsches Prostatazentrum
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Auf Einladung der American Brachytherapy Society nahmen die leitenden Ärzte des Westdeutschen Prostatazentrums an einem wissenschaftlichen Kongress zum Thema Brachytherapie (innere Bestrahlung) bei Prostatakrebs in Boston teil. Der „World Congress of Brachytherapy“ ist einer der renommiertesten Kongresse auf dem Gebiet der Brachytherapieforschung. Gemeinsam mit führenden Kollegen aus Europa und den USA diskutierten die Kölner Experten vom 4.-6. Mai in Boston über aktuelle Fortschritte und verbesserte Techniken bei der Seedimplantation und der HDR-Afterloading-Therapie.

Wir sind auf dem richtigen Weg“, lautet das Fazit von Dr. Stephan Neubauer, Uro-loge im Westdeutschen Prostatazentrum. Die auf dem Kongress präsentierten Daten des Kölner Behandlungszentrums bestätigen die Therapieerfolge aus den USA. Wird der Tumor frühzeitig erkannt, stehen dem Patienten mit Operation, Brachytherapie und äußerer Bestrahlung mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wie aktuelle Studien belegen, führen alle Therapieoptionen zu gleichen Heilungsraten . Bei fortgeschrittenen Stadien ist die Afterloading-Therapie der ope-rativen Entfernung der Prostata sogar überlegen.

„Der Trend in der Behandlung des Prostatakarzinoms geht aufgrund der identi-schen Heilungschancen in den Frühstadien deshalb immer mehr dahin, Nebenwir-kungen wie Inkontinenz und Impotenz möglichst gering zu halten und damit die Lebensqualität nicht zu beeinträchtigen“, betont der Kölner Urologe. Während in Deutschland noch immer mehr als 60 Prozent aller Patienten mit Prostatakrebs trotz hoher Impotenz- und Inkontinenzraten operativ behandelt werden, wird in den USA die Brachytherapie mit der Seed-Implantation und HDR-Afterloading-Therapie zunehmend als schonende Alternative zur radikalen Prostataoperation eingesetzt und stellt derzeit die häufigste Therapieform beim Prostatakarzinom dar.

High-Tech und Erfahrung ermöglichen optimale Qualität

Rege diskutiert wurde ebenfalls die Bedeutung der Online-Planung für die Qualität der strahlentherapeutischen Behandlung. Fazit der internationalen Experten: Ne-ben der Erfahrung des Behandlungsteams ist ein Bestrahlungsplan, der während des Eingriffs erstellt wird, wesentliches Qualitätskriterium für die Behandlung. „Damit können minimale Abweichungen vom zuvor berechneten Dosisplan während des Eingriffs korrigiert werden“, erklärt Dr. Pedram Derakhshani, ebenfalls Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum, wo hierfür die aktuellste Software zur Verfü-gung steht.

Das Team des Westdeutschen Prostatazentrums unterhält enge Kontakte zu Be-handlungszentren und Spezialisten in Europa und den USA. Anfang des Jahres hat das Westdeutsche Prostatazentrum gemeinsam mit dem New York Prostate Institute die Forschungskooperation „International Prostate Cancer Group“ (IPG) ins Leben gerufen. Der Zusammenschluss von Prostatakrebs-Spezialisten aus Deutschland und den USA hat zum Ziel durch wissenschaftliche Zusammenarbeit, Informationsaustausch und Patientenberatung die Qualität der Prostatakarzinombehandlung zu optimieren. „Denn nur durch einen intensiven Austausch“, so De-rakhshani, „ist es möglich, die Behandlung unserer Patienten fortwährend dem aktuellen Stand der Forschung anzupassen und die Behandlungsergebnisse noch weiter zu verbessern“.


Hintergrundinformationen zur Brachytherapie:

Bei der Brachytherapie werden kleinste Strahlungsquellen (Seeds) in die Prostata eingesetzt. Die Mini-Implantate verbleiben in der Prostata und geben über mehrere Monate hochdosierte Strahlung gezielt auf das Tumorgewebe ab. Auf diese Weise wird der Tumor zerstört ohne das umliegende Gewebe nachhaltig zu schädigen. Zur Behandlung von fortgeschrittenen Stadien oder aggressiven Tumoren wird die so genannte Afterloading-Therapie eingesetzt. Unter Ultraschallkontrolle werden spezielle Hohlnadeln in die Prostata eingesetzt. Nach einer exakten, computerge-stützten Bestrahlungsplanung durch den Strahlentherapeuten fährt dann eine hochaktive Strahlenquelle in die implantierten Nadeln und bestrahlt den Tumor kurzzeitig vor Ort. Damit können sehr hohe Strahlendosen bei maximaler Schonung der umliegenden Organe erreicht werden.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Andrea Hertlein
Westdeutsches Prostatazentrum
in der Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
50674 Köln
Tel. (+49)221 92424455
Fax (+49)221 92424660
E-Mail:
www.westdeutschesprostatazentrum.de

Das Westdeutsche Prostatazentrum in Köln bietet das gesamte Spektrum an Diagnose, Therapie und Nachsorge bei Prostataerkrankungen an. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Behandlung von Prostatakrebs mit innovativen Techniken der modernen Strahlentherapie (Brachytherapie) dar. Der Zusammenschluss erfahrener Spezialisten unter einem Dach ermöglicht dabei die Versorgung der Patienten auf höchstem Niveau. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.westdeutschesprostatazentrum.de .

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