16.05.2008 - 14:07 - Industrie, Bau & Immobilien

Klärtechnik - Reduzierter Schlammvolumenindex und weniger Fadenbakterien durch Ozon

Pressemitteilung von: AIR LIQUIDE Deutschland GmbH
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Schematische Darstellung des ASPAL Sludge-Verfahrens
Optimierung von Leistung und Fahrweise beim Belebtschlammverfahren

Das Belebtschlammverfahren in Kläranlagen imitiert den natürlichen Reinigungsprozess in Gewässern durch Mikroorganismen, allerdings in konzentrierterer Form hinsichtlich Platzbedarf und Dauer. Air Liquide hat mit ASPAL eine Verfahrensreihe zur Optimierung der Kläranlagenleistung und Betriebsweise von Belebtschlammanlagen entwickelt. Neben der Sicherung einer ausreichenden Sauerstoffversorgung der biologischen Reinigungsstufe ist ein niedriger Schlammvolumenindex (SVI) sowie eine möglichst geringe Anzahl filamenter Mikroorganismen (Fadenbakterien) von ausschlaggebender Bedeutung für die Reinigungsleistung der Abwasserbehandlung.

Air Liquide bietet mit ASPAL Sludge eine Applikation in zwei Varianten an: Die erste sorgt für eine Klärschlamm-Desintegration durch Ozon, die zweite nutzt die Nebeneffekte dieses Verfahrens, bei dem die Fadenbakterien reduziert und ein deutlich besseres Absetzverhalten sowie ein höherer Entwässerungsgrad erreicht werden. Das Ozon wird jeweils vor Ort mit hohem Wirkungsgrad aus reinem Sauerstoff erzeugt. Ozon ist ein effektives und umweltfreundliches Oxidationsmittel, das nur zum Oxidationsprodukt und Sauerstoff reagiert. Daher bieten beide Varianten auch eine Doppelnutzung des Sauerstoffs: Das anfallende sauerstoffhaltige Offgas wird über speziell entwickelte Systeme in die biologische Reinigungsstufe eingetragen und verbessert dort die Reinigungsleistung.

Beim ASPAL Sludge-Verfahren wird aus der biologischen Klärstufe eine geringe Menge Belebtschlamm entnommen und in einem Reaktor unter definierten Bedingungen mit Ozon behandelt. Die Ozonisierung bewirkt eine Stressbelastung sowie einen Teilaufschluss der darin enthaltenen Mikroorganismen: Ozon perforiert die Zellmembran und dringt in die Zelle ein, so dass sie sich auflöst und im Belebungsbecken verstoffwechselt wird. Dadurch verbessert sich u. a. die Flockenstruktur, die Flocke wird runder und kompakter, was die Absetz- und Entwässerungseigenschaften ebenfalls verbessert. Der Schlammindex sinkt deutlich.

Die beiden Verfahrensvarianten mit den Schwerpunkten „Schlammreduktion“ und „Schlammindexverbesserung“ unterscheiden sich lediglich durch die Anlagenauslegung. Reaktorvolumina, Verweilzeiten, Ozondosen sowie Konzentrationsgradienten und Loopzeiten (= Rezirkulationszeiten) werden jeweils individuell für die anstehende Aufgabe ausgelegt. Der hohe Wirkungsgrad des Verfahrens beruht darauf, dass ein definierter Reaktionsraum für die Ozonbehandlung geschaffen wurde und die „Ozondosis“ minimiert werden konnte. Dies ermöglicht eine direkte Einflussnahme auf Prozessparameter wie Temperatur, Druck, Verweilzeit, Konzentrationsgradienten von Ozon und Sauerstoff und damit auf die Reaktionskinetik. Dadurch lässt sich der Prozess ganz nach Bedarf steuern.

Das richtige Verfahren für die jeweilige Abwasseranlage zu finden, wird für den Betreiber durch den Rat kompetenter Fachleute erheblich vereinfacht. Neben der Auswahl der optimalen Variante und der Eintragssysteme für Sauerstoff ist auch deren Integration in den bestehenden Prozess von großer Bedeutung. Die Spezialisten von Air Liquide können hierbei auf Erfahrungen aus einer Vielzahl installierter Systeme in Europa zurückgreifen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

AIR LIQUIDE Deutschland GmbH
Hans-Günther-Sohl-Str. 5
D-40235 Düsseldorf
www.airliquide.de

Kontakt:
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Communication Manager Trade Press
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Air Liquide ist Weltmarktführer für technische und medizinische Gase sowie damit verbundene Serviceleistungen und mit über 40.000 MitarbeiterInnen in 75 Ländern präsent. Der Konzern bietet innovative Lösungen auf der Basis ständig verbesserter Technologien und produziert neben diversen anderen Gasen vorrangig Luftgase (Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Edelgase usw.) und Wasserstoff. Der Konzern leistet einen Beitrag zur Herstellung zahlreicher Produkte des täglichen Bedarfs: Kohlensäure für sprudelnde Getränke, Schutzatmosphäre für verpackte Lebensmittel, Sauerstoff für Krankenhäuser und Patienten in der Heimtherapie, hochreine Gase für die Halbleiterindustrie, Wasserstoff zur Entschwefelung von Kraftstoffen.

Air Liquide hat sich zur nachhaltigen Entwicklung und zum Schutz des Lebens verpflichtet. Der Konzern hat seit seiner Gründung im Jahre 1902 mit Erfolg eine auf Vertrauen und Transparenz begründete, langfristige Beziehung zu seinen Aktionären aufgebaut, die sich an den Grundsätzen der Corporate Governance orientiert. Seit der Veröffentlichung des ersten Konzernabschlusses im Jahr 1971 kann Air Liquide ein starkes und nachhaltiges Ergebniswachstum ausweisen. Im Jahr 2007 betrug der Jahresumsatz des Konzerns 11,801 Mrd. Euro. Fast 80 % des genannten Umsatzes entfallen auf Aktivitäten außerhalb von Frankreich. Air Liquide ist an der Euronext in Paris notiert und im CAC 40-Index sowie im EuroStoxx 50 vertreten (ISIN-Code FR 0000120073).

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