02.05.2008 - 07:19 - Politik, Recht & Gesellschaft
Hessen gründet Landesverband der Deutschen Kinderhilfe
Pressemitteilung von: Klinik-KommunikationPR Agentur: Klinik-Kommunikation
(Berlin/Friedberg). In Hessen haben Pädagogen, Lehrer und Ärzte einen Landesverband der Deutschen Kinderhilfe gegründet. Die Mitglieder wollen unter anderem ein niederschwelliges Paten-Projekt für überforderte Familien initieren. Auch in Sachsen ist die Gründung eines Landesverbands geplant.
Die Deutsche Kinderhilfe wächst weiter: In Hessen wurde gerade ihr sechster Landesverband gegründet, am 14.05.2008 folgt in Dresden die Gründung eines sächsischen Landesverbandes. „Damit können wir unsere Arbeit regional besser koordinieren und vor Ort die Belange der Kinder intensiver vertreten. Durch den flächendeckenden Aufbau von Landesverbänden setzen wir auch regional unseren Anspruch um, die unabhängige Stimme für Kinder in Deutschland zu sein, “ erklärte RA Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe anlässlich der Gründung in Friedberg.
Vorsitzender des hessischen Landesverbands ist der Klinikmanager und Pädagoge Edmund Fröhlich aus Bad Orb. Stellvertretende Vorsitzende sind die Förderschulrektorin Maria Wisnet aus Friedberg und Sabine Perez-Preiß aus Offenbach, die im Rettungsdienst tätig ist. Die beruflichen Erfahrungen des Vorstandes mit hörgeschädigten und chronisch kranken Kindern in Schulen und Kliniken sowie mit familiären und häuslichen Notsituationen im Rettungsdienst prägen den ersten Arbeitschwerpunkt des hessischen Landesverbandes: „Wir müssen uns mehr um die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen kümmern“ sagte Edmund Fröhlich. „Denn viele Familien brauchen lebenspraktische Unterstützung, verlässliche Hilfen und bessere Information.“
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht dramatische Berichte über Kindesmisshandlungen oder gar Todesfälle bekannt werden. Das ist aber „nur“ die Spitze des Eisberges. Immer mehr Kinderärzte diagnostizieren bereits bei Kleinkindern Störungen, die sich unter anderem in exzessivem Schreien, Schlafproblemen und gestörtem Essverhalten ausdrücken. Später kommen – oft durch Reizüberflutung – Störungen in der Sprachentwicklung, psychosoziale Auffälligkeiten und Bewegungs-mangel hinzu. Experten sehen hier einen Zusammenhang zur steigenden Armut bei Kindern. Nach aktuellen Studien leben rund 1,1 Millionen Minderjährige in Deutschland von der Sozialhilfe. Das sind 37 % aller Sozialhilfeempfänger insgesamt. Kinder bis drei Jahre sind inzwischen die größte Gruppe, die „Sozialhilfe beziehen“ – jedes Zehnte von ihnen lebt von der "Stütze". Die Lebensbedingungen und Verhaltensweisen der Eltern haben großen Einfluss auf die Kinder. Deshalb brauchen diese Familien Unterstützung, um wieder Erziehungs- und Haushaltskompetenz zu erlangen.
Trotz zahlreicher Hilfsangebote von niedergelassenen Ärzten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe nutzen Betroffene diese zu wenig oder zu spät. Häufig sind die Angebote schlichtweg nicht bekannt. Hier liegt ein Anliegen der Hessischen Kinderhilfe, ein niederschwelliges Pilotprojekt für „überforderte“ Familie zu initiieren: Eine erfahrene Patin soll Familien ihnen bei Bedarf zur Seite gestellt werden.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Deutsche Kinderhilfe e. V.
Wilmersdorfer Str. 94
10629 Berlin
Tel. 030 24 34 29 40
Die Deutsche Kinderhilfe ist
Die Stimme für Kinder
Die Deutsche Kinderhilfe wächst weiter: In Hessen wurde gerade ihr sechster Landesverband gegründet, am 14.05.2008 folgt in Dresden die Gründung eines sächsischen Landesverbandes. „Damit können wir unsere Arbeit regional besser koordinieren und vor Ort die Belange der Kinder intensiver vertreten. Durch den flächendeckenden Aufbau von Landesverbänden setzen wir auch regional unseren Anspruch um, die unabhängige Stimme für Kinder in Deutschland zu sein, “ erklärte RA Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe anlässlich der Gründung in Friedberg.
Vorsitzender des hessischen Landesverbands ist der Klinikmanager und Pädagoge Edmund Fröhlich aus Bad Orb. Stellvertretende Vorsitzende sind die Förderschulrektorin Maria Wisnet aus Friedberg und Sabine Perez-Preiß aus Offenbach, die im Rettungsdienst tätig ist. Die beruflichen Erfahrungen des Vorstandes mit hörgeschädigten und chronisch kranken Kindern in Schulen und Kliniken sowie mit familiären und häuslichen Notsituationen im Rettungsdienst prägen den ersten Arbeitschwerpunkt des hessischen Landesverbandes: „Wir müssen uns mehr um die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen kümmern“ sagte Edmund Fröhlich. „Denn viele Familien brauchen lebenspraktische Unterstützung, verlässliche Hilfen und bessere Information.“
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht dramatische Berichte über Kindesmisshandlungen oder gar Todesfälle bekannt werden. Das ist aber „nur“ die Spitze des Eisberges. Immer mehr Kinderärzte diagnostizieren bereits bei Kleinkindern Störungen, die sich unter anderem in exzessivem Schreien, Schlafproblemen und gestörtem Essverhalten ausdrücken. Später kommen – oft durch Reizüberflutung – Störungen in der Sprachentwicklung, psychosoziale Auffälligkeiten und Bewegungs-mangel hinzu. Experten sehen hier einen Zusammenhang zur steigenden Armut bei Kindern. Nach aktuellen Studien leben rund 1,1 Millionen Minderjährige in Deutschland von der Sozialhilfe. Das sind 37 % aller Sozialhilfeempfänger insgesamt. Kinder bis drei Jahre sind inzwischen die größte Gruppe, die „Sozialhilfe beziehen“ – jedes Zehnte von ihnen lebt von der "Stütze". Die Lebensbedingungen und Verhaltensweisen der Eltern haben großen Einfluss auf die Kinder. Deshalb brauchen diese Familien Unterstützung, um wieder Erziehungs- und Haushaltskompetenz zu erlangen.
Trotz zahlreicher Hilfsangebote von niedergelassenen Ärzten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe nutzen Betroffene diese zu wenig oder zu spät. Häufig sind die Angebote schlichtweg nicht bekannt. Hier liegt ein Anliegen der Hessischen Kinderhilfe, ein niederschwelliges Pilotprojekt für „überforderte“ Familie zu initiieren: Eine erfahrene Patin soll Familien ihnen bei Bedarf zur Seite gestellt werden.
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