17.04.2008 - 15:06 - Energie & Umwelt
Welthungerkrise durch Fleischkonsum
Pressemitteilung von: die Tierfreunde e.V.
Derzeit leiden 842 Millionen Menschen an Unterernährung oder Mangel an gesunden Lebensmitteln. Jede Minute sterben weltweit elf Kinder an Hunger. Die Verzweiflung der Menschen löst Revolten in Nordafrika, Asien und Lateinamerika aus – in Haiti stürzt die erste Regierung. Die Herstellung von Biosprit aus Getreide macht derweil das Auto zum Nahrungskonkurrenten, Spekulationen mit Agrarrohstoffen und Dürren durch den Klimawandel sind weitere Ursachen der Krise. Die Organisation ‚die Tierfreunde e.V.’ weist nun darauf hin, dass einen noch weitaus höheren Einfluss die fortwährend steigende Nachfrage nach tierischen Lebensmitteln hat. „Fleisch ist Lebensmittelverschwender Nummer eins“, meint der Vorsitzende Jürgen Foß. Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden rund sieben pflanzliche Kalorien verbraucht. Siebenmal so viele Menschen können mit der gleichen Getreidemenge ernährt werden, wenn statt einem Schweineschnitzel ein Weizen- oder Sojaschnitzel daraus würde. Um die Tiere in der unserer Agrarindustrie zu ernähren, wird Getreide zu großen Teilen aus Lateinamerika importiert. Auch für deutsche Schweinemästereien und Milchfabriken brennen dort Regenwälder, um neuen Platz für Futtergetreidefelder zu schaffen. Jürgen Foß: „Die Politik der reichen Staaten unterstützt indes weiterhin die tierhaltende Agrarindustrie und kurbelt damit die Lebensmittelverschwendung an, statt Alternativen zu fördern und nachhaltige Lösungswege beim Namen zu nennen: Weg von tierischen Lebensmitteln, hin zu pflanzlichen Alternativen.“
Der weltweite Fleischkonsum ist von 1961 bis heute von 71 Millionen auf 284 Millionen Tonnen gestiegen. Bis 2050 soll sich der weltweite Fleischverbrauch nochmals verdoppeln. Auch die Nachfrage nach Milchprodukten ist ungebremst. Bis zum fertigen ‚Produkt’ werden unverhältnismäßig viele Ressourcen wie Getreide, Wasser und Land verbraucht. All die Tiere, die in der Agrarindustrie gehalten werden, müssen fressen und trinken, um wachsen und ihren Stoffwechsel aufrecht erhalten zu können. Daher bedeutet die Herstellung von tierischen Produkten einen besonders ineffektiven Einsatz der vorhandenen Ressourcen gegenüber einer direkten Nutzung zum Anbau von Menschennahrung statt Futtergetreide.
Der Konsum von Fleisch und anderen tierische Nahrungsmitteln hat noch weitreichendere Folgen: 30 Prozent der eisfreien Flächen der Erde werden dafür in Anspruch genommen. Die Fleisch- und Milchproduktion ist für mehr als 20% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ein Jojo-Effekt, der Dürrekatastrophen und damit eine weitere Verschärfung der Lebensmittelknappheit zur Folge hat. Darüber hinaus werden für die Produktion von nur einem Kilo Fleisch tausende Liter Wasser benötigt. Gleichzeitig sind mehr als zwei Milliarden Menschen nach Angaben der UNESCO mit Engpässen in der Wasserversorgung konfrontiert. Die Wissenschaftler der jährlich stattfindenden ‚World Water Week’ in Stockholm bezeichnen die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten daher als „nicht nachhaltig“ und empfehlen eine Änderung der Ernährungsstrategie.
Sinnvolle politische Förderungen müssen weg vom Fleisch auf eine pflanzliche Kost zielen, statt durch Agrarsubventionen und staatlicher Propaganda die Tierindustrie zu fördern. Ohne diese grundsätzliche Änderung unserer Ernährungsstrategie sind alle Bemühungen dem Welthunger zu begegnen Augenwischerei. Harvard-Ernährungswissenschaftler Jean Mayer schätzt, dass durch eine Reduktion der Fleischproduktion um 10% soviel Getreide eingespart werden könnte, wie zur Versorgung von 60 Millionen Menschen notwendig ist. „Voraussetzung zur Bekämpfung des Hungers wäre allerdings auch die Bereitschaft, die vorhandenen und dadurch freiwerdenden Nahrungsmittelressourcen auch den Hungerleidenden zukommen zu lassen, statt damit Auto zu fahren“, meint Foß abschließend.
Weitere Informationen und Tipps zur Ernährung sind zu finden unter www.die-tierfreunde.de.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
die Tierfreunde e.V.
Schumannweg 4
57250 Netphen
0271-303 20 810
www.die-tierfreunde.de
Direkter Ansprechpartner Presse:
Jürgen Foß
Telefon: 0160-8425824
Die Tierfreunde e.V. ist eine gemeinnützige Tierrechtsorganisation mit Sitz in Siegen/NRW und existiert seit April 2004. Die Tierfreunde e.V setzen sich aktiv für die Rechte der Tiere ein. Sie machen auf Missstände aufmerksam, informieren, zeigen Alternativen und Lösungswege auf. Die Tierfreunde e.V möchten Menschen für Tierschutzthemen sensibilisieren und Verständnis für das Wesen der Tiere erwecken. Sie organisieren Kampagnen und Aktionen gegen Tierleid und helfen auch praktisch notleidenden Tieren. Ein Hauptaugenmerk der Arbeit liegt auf der Aufklärungsarbeit. Etwa 100 Aktionen werden derzeit jährlich dazu durchgeführt. Die Tierfreunde e.V. engagieren sich satzungsgemäß für den Schutz aller Tiere, unabhängig davon ob es sich um eine Katze oder einen Nerz, einen Hund oder ein Schwein, einen Papagei oder ein Huhn handelt.
Die Tierfreunde e.V. betreiben die „Tierfreunde Hotline“, unter welcher Meldungen über besonders schlimme Zustände bei Tierhaltungen - insbesondere industrielle Tierhaltungen - entgegen genommen werden. Die Tierfreunde e.V. gehen diesen Hinweisen auf überregionaler Ebene nach, nehmen selbst Ermittlungen vor Ort auf und werden dabei zusätzlich von einem professionellen Rechercheteam unterstützt. Die Tierfreude e.V. lehnen gemäß den Grundgedanken der Tierrechte eine Nutzung von Tieren durch den Menschen grundsätzlich ab.
Der weltweite Fleischkonsum ist von 1961 bis heute von 71 Millionen auf 284 Millionen Tonnen gestiegen. Bis 2050 soll sich der weltweite Fleischverbrauch nochmals verdoppeln. Auch die Nachfrage nach Milchprodukten ist ungebremst. Bis zum fertigen ‚Produkt’ werden unverhältnismäßig viele Ressourcen wie Getreide, Wasser und Land verbraucht. All die Tiere, die in der Agrarindustrie gehalten werden, müssen fressen und trinken, um wachsen und ihren Stoffwechsel aufrecht erhalten zu können. Daher bedeutet die Herstellung von tierischen Produkten einen besonders ineffektiven Einsatz der vorhandenen Ressourcen gegenüber einer direkten Nutzung zum Anbau von Menschennahrung statt Futtergetreide.
Der Konsum von Fleisch und anderen tierische Nahrungsmitteln hat noch weitreichendere Folgen: 30 Prozent der eisfreien Flächen der Erde werden dafür in Anspruch genommen. Die Fleisch- und Milchproduktion ist für mehr als 20% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ein Jojo-Effekt, der Dürrekatastrophen und damit eine weitere Verschärfung der Lebensmittelknappheit zur Folge hat. Darüber hinaus werden für die Produktion von nur einem Kilo Fleisch tausende Liter Wasser benötigt. Gleichzeitig sind mehr als zwei Milliarden Menschen nach Angaben der UNESCO mit Engpässen in der Wasserversorgung konfrontiert. Die Wissenschaftler der jährlich stattfindenden ‚World Water Week’ in Stockholm bezeichnen die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten daher als „nicht nachhaltig“ und empfehlen eine Änderung der Ernährungsstrategie.
Sinnvolle politische Förderungen müssen weg vom Fleisch auf eine pflanzliche Kost zielen, statt durch Agrarsubventionen und staatlicher Propaganda die Tierindustrie zu fördern. Ohne diese grundsätzliche Änderung unserer Ernährungsstrategie sind alle Bemühungen dem Welthunger zu begegnen Augenwischerei. Harvard-Ernährungswissenschaftler Jean Mayer schätzt, dass durch eine Reduktion der Fleischproduktion um 10% soviel Getreide eingespart werden könnte, wie zur Versorgung von 60 Millionen Menschen notwendig ist. „Voraussetzung zur Bekämpfung des Hungers wäre allerdings auch die Bereitschaft, die vorhandenen und dadurch freiwerdenden Nahrungsmittelressourcen auch den Hungerleidenden zukommen zu lassen, statt damit Auto zu fahren“, meint Foß abschließend.
Weitere Informationen und Tipps zur Ernährung sind zu finden unter www.die-tierfreunde.de.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
die Tierfreunde e.V.
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57250 Netphen
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Die Tierfreunde e.V. ist eine gemeinnützige Tierrechtsorganisation mit Sitz in Siegen/NRW und existiert seit April 2004. Die Tierfreunde e.V setzen sich aktiv für die Rechte der Tiere ein. Sie machen auf Missstände aufmerksam, informieren, zeigen Alternativen und Lösungswege auf. Die Tierfreunde e.V möchten Menschen für Tierschutzthemen sensibilisieren und Verständnis für das Wesen der Tiere erwecken. Sie organisieren Kampagnen und Aktionen gegen Tierleid und helfen auch praktisch notleidenden Tieren. Ein Hauptaugenmerk der Arbeit liegt auf der Aufklärungsarbeit. Etwa 100 Aktionen werden derzeit jährlich dazu durchgeführt. Die Tierfreunde e.V. engagieren sich satzungsgemäß für den Schutz aller Tiere, unabhängig davon ob es sich um eine Katze oder einen Nerz, einen Hund oder ein Schwein, einen Papagei oder ein Huhn handelt.
Die Tierfreunde e.V. betreiben die „Tierfreunde Hotline“, unter welcher Meldungen über besonders schlimme Zustände bei Tierhaltungen - insbesondere industrielle Tierhaltungen - entgegen genommen werden. Die Tierfreunde e.V. gehen diesen Hinweisen auf überregionaler Ebene nach, nehmen selbst Ermittlungen vor Ort auf und werden dabei zusätzlich von einem professionellen Rechercheteam unterstützt. Die Tierfreude e.V. lehnen gemäß den Grundgedanken der Tierrechte eine Nutzung von Tieren durch den Menschen grundsätzlich ab.
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