16.04.2008 - 19:04 - Kunst & Kultur
Der Papst und die Pille
Pressemitteilung von: Galerie Sassen
Die Siegburger Galeristin Luzia Sassen präsentiert vom 06.05.2008 bis 14.09.2008 mit Sascha A. Lehmann und June Ueno zwei junge Künstler im Bonner Landgericht.
Bonn - Betritt man das Erdgeschoss des weitläufigen Lichthofes im Bonner Landgericht, so blicken einem zahllose Augenpaare von großen Leinwänden entgegen. Von Heiterkeit bis Schwermut spiegeln die schwarz-weißen Gesichter offensichtliche Gefühle wider. Doch wer weiß schon, was die abgebildeten Personen darauf wirklich empfinden. Bei Sascha A. Lehmann erfährt man es. Dabei widerspricht der 32-jährige Maler und Lyriker überzeugend der These, ein Bild sage mehr als 1000 Worte. Als Gegenbeweis bestehen seine Bilder ausschließlich daraus. Auf jeweils ein Quadratmeter großen Leinwänden schreibt er Portraits und verleiht damit seinen Texten ein Gesicht - im wahrsten Sinne des Wortes. Teilweise gehören Bild und Text dabei untrennbar zusammen, im Falle des Papstbildnisses dagegen scheint deren Diskrepanz nicht größer sein zu können: Der Beipackzetteltext einer Antibabypille lässt Benedikt XVI. entstehen. Die Nähe zu den Bildern ist für die Wahrnehmung dieser vielschichtigen Arbeiten alles entscheidend. So wird aus einem, mit Abstand betrachtet, fast fotografisch anmutenden Bild bei zunehmender Annäherung ein Wort für Wort lesbarer Text. Die gerade sichtbare Ebene ist hierbei also eine Frage der Perspektive.
Im ersten Stock des Hauses begegnet man Fotografien von June Ueno. Die Arbeiten des 38-jährigen Japaners zeichnen sich durch eine beeindruckende Tiefe aus, die den Betrachter dadurch förmlich aufsaugen. Kontraste und Perspektiven prägen die Bildkompositionen. Fassaden, Fluchten und Figuren bieten seiner Kamera scheinbar die Stirn. Treten ihr entgegen und breiten ihre Oberflächen aus. Räume entstehen und werden greifbar. Durchblicke und Spiegelungen fordern zusätzlich auf, sich innerhalb eines jeden Bildes neu zu orientieren. So zeigt Ueno stets auch die andere Seite, das, was dem ersten Blick verborgen bleibt. Das, was der Wahrheit gegenübersteht. Das, was der Gegenwart die Vergangenheit ist. Und ein stückweit dokumentiert Ueno damit auch sein eigenes Sein, da er Fotos stets als Beweise dafür betrachtet, dagewesen zu sein und es gesehen zu haben.
Auf der obersten Ebene des Gebäudes begegnet man erneut Arbeiten von Sascha A. Lehmann, diesmal aber seiner Malerei aus den Jahren 2004 bis heute. In Öl auf Leinwand erarbeitet er hierin filigrane, kontrastreiche Phantasielandschaften. Unwirtliche und ungreifbare Gegenständlichkeit prägen die ausnahmslos blau gehaltenen, teils großformatigen Werke, unter denen sich einige Dyptichen und Tryptichen befinden. Auch diese Bilder werden bei ihm von Lyrik begleitet. Eine Arbeit hält dabei auch den Übergang von seiner Malerei zur Wortmalerei fest. Hier bekommt man nun anschaulich die Antwort auf die eventuell im Erdgeschoss gestellte Frage, wie er überhaupt auf den Stil der Wortmalerei gekommen sein mag.
Die Ausstellung ist noch bis zum 14. September 2008 im Landgericht Bonn zu sehen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Galerie Sassen
Inh. Luzia Sassen
Bahnhofstr. 20
53721 Siegburg
Tel. +49 22 41 39 78 78 9
Fax +49 22 41 39 78 81 0

www.galeriesassen.de
Die Galerie Sassen & Edition eröffnete am 1. September 2007 in der Bahnhofstr. 20 in Siegburg ihre eigenen Räumlichkeiten. Die Galeristin Luzia Sassen wird bis zur ersten Ausstellungseröffnung Mitte November eine Einführung in ihr gesamtes Galerieprogramm präsentieren.
Im Jahre 1993 eröffnete Luzia Sassen ihre erste Ausstellung. Über die darauffolgenden Jahre zeigte sie Kunst in verschiedenen, sehr individuellen Örtlichkeiten, die nicht den traditionellen Vorstellungen von Ausstellungsräumen entsprachen - so führte sie Kunst und das tägliche Lebens- und Arbeitsumfeld zusammen. Mit dem von ihr gestalteten neuen Ausstellungsraum kann sie nun inmitten eines gemischten städtischen Umfelds unmittelbaren Zugang zu einem breiten Spektrum an zeitgenössischer Kunst bieten und damit ihrem Motto Kunst zum Leben, Leben mit Kunst neue Impulse verleihen.
Neben etablierten Künstlern widmet sich die Galeristin Luzia Sassen mit Engagement und Freude den Arbeiten junger Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zeigt sie Arbeiten von Künstlern aus der Region sowie aus dem gesamten europäischen Ausland. Seit einiger Zeit erweitert Luzia Sassen ihre Kontakte über den europäischen Raum hinaus auch nach Afrika und in die USA. Vor diesem sich stetig erweiternden Hintergrund schafft Luzia Sassen mit ihrer 25jährigen Erfahrung im Kunstbereich und den von ihr gesetzten Positionen ein Präsentationsangebot für junge Künstler und darüber hinaus eine Plattform für einen weit gefächerten Gedankenaustausch in der Region Köln/Bonn.
Die Galerie Sassen & Edition vertritt die klassischen Gattungen und Techniken wie Malerei, Bildhauerei und Grafik, zeigt zum anderen aber auch Fotografie und Illustrationen als wichtige künstlerische Ausdrucksformen. Jede Edition bleibt - auch wenn sie durch diverse Techniken reproduzierbar ist - aufgrund ihrer limitierten Auflage von 5 bis max. 50 Stück ein multiples Original.
Darüber hinaus vermittelt Luzia Sassen Kontakte zu anderen Galerien im In- und Ausland, die sich mit der Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts beschäftigen, um so ihrer Zielsetzung junge Kunst zu fördern, verstärkt Ausdruck zu verleihen.
Bonn - Betritt man das Erdgeschoss des weitläufigen Lichthofes im Bonner Landgericht, so blicken einem zahllose Augenpaare von großen Leinwänden entgegen. Von Heiterkeit bis Schwermut spiegeln die schwarz-weißen Gesichter offensichtliche Gefühle wider. Doch wer weiß schon, was die abgebildeten Personen darauf wirklich empfinden. Bei Sascha A. Lehmann erfährt man es. Dabei widerspricht der 32-jährige Maler und Lyriker überzeugend der These, ein Bild sage mehr als 1000 Worte. Als Gegenbeweis bestehen seine Bilder ausschließlich daraus. Auf jeweils ein Quadratmeter großen Leinwänden schreibt er Portraits und verleiht damit seinen Texten ein Gesicht - im wahrsten Sinne des Wortes. Teilweise gehören Bild und Text dabei untrennbar zusammen, im Falle des Papstbildnisses dagegen scheint deren Diskrepanz nicht größer sein zu können: Der Beipackzetteltext einer Antibabypille lässt Benedikt XVI. entstehen. Die Nähe zu den Bildern ist für die Wahrnehmung dieser vielschichtigen Arbeiten alles entscheidend. So wird aus einem, mit Abstand betrachtet, fast fotografisch anmutenden Bild bei zunehmender Annäherung ein Wort für Wort lesbarer Text. Die gerade sichtbare Ebene ist hierbei also eine Frage der Perspektive.
Im ersten Stock des Hauses begegnet man Fotografien von June Ueno. Die Arbeiten des 38-jährigen Japaners zeichnen sich durch eine beeindruckende Tiefe aus, die den Betrachter dadurch förmlich aufsaugen. Kontraste und Perspektiven prägen die Bildkompositionen. Fassaden, Fluchten und Figuren bieten seiner Kamera scheinbar die Stirn. Treten ihr entgegen und breiten ihre Oberflächen aus. Räume entstehen und werden greifbar. Durchblicke und Spiegelungen fordern zusätzlich auf, sich innerhalb eines jeden Bildes neu zu orientieren. So zeigt Ueno stets auch die andere Seite, das, was dem ersten Blick verborgen bleibt. Das, was der Wahrheit gegenübersteht. Das, was der Gegenwart die Vergangenheit ist. Und ein stückweit dokumentiert Ueno damit auch sein eigenes Sein, da er Fotos stets als Beweise dafür betrachtet, dagewesen zu sein und es gesehen zu haben.
Auf der obersten Ebene des Gebäudes begegnet man erneut Arbeiten von Sascha A. Lehmann, diesmal aber seiner Malerei aus den Jahren 2004 bis heute. In Öl auf Leinwand erarbeitet er hierin filigrane, kontrastreiche Phantasielandschaften. Unwirtliche und ungreifbare Gegenständlichkeit prägen die ausnahmslos blau gehaltenen, teils großformatigen Werke, unter denen sich einige Dyptichen und Tryptichen befinden. Auch diese Bilder werden bei ihm von Lyrik begleitet. Eine Arbeit hält dabei auch den Übergang von seiner Malerei zur Wortmalerei fest. Hier bekommt man nun anschaulich die Antwort auf die eventuell im Erdgeschoss gestellte Frage, wie er überhaupt auf den Stil der Wortmalerei gekommen sein mag.
Die Ausstellung ist noch bis zum 14. September 2008 im Landgericht Bonn zu sehen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Galerie Sassen
Inh. Luzia Sassen
Bahnhofstr. 20
53721 Siegburg
Tel. +49 22 41 39 78 78 9
Fax +49 22 41 39 78 81 0
www.galeriesassen.de
Die Galerie Sassen & Edition eröffnete am 1. September 2007 in der Bahnhofstr. 20 in Siegburg ihre eigenen Räumlichkeiten. Die Galeristin Luzia Sassen wird bis zur ersten Ausstellungseröffnung Mitte November eine Einführung in ihr gesamtes Galerieprogramm präsentieren.
Im Jahre 1993 eröffnete Luzia Sassen ihre erste Ausstellung. Über die darauffolgenden Jahre zeigte sie Kunst in verschiedenen, sehr individuellen Örtlichkeiten, die nicht den traditionellen Vorstellungen von Ausstellungsräumen entsprachen - so führte sie Kunst und das tägliche Lebens- und Arbeitsumfeld zusammen. Mit dem von ihr gestalteten neuen Ausstellungsraum kann sie nun inmitten eines gemischten städtischen Umfelds unmittelbaren Zugang zu einem breiten Spektrum an zeitgenössischer Kunst bieten und damit ihrem Motto Kunst zum Leben, Leben mit Kunst neue Impulse verleihen.
Neben etablierten Künstlern widmet sich die Galeristin Luzia Sassen mit Engagement und Freude den Arbeiten junger Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zeigt sie Arbeiten von Künstlern aus der Region sowie aus dem gesamten europäischen Ausland. Seit einiger Zeit erweitert Luzia Sassen ihre Kontakte über den europäischen Raum hinaus auch nach Afrika und in die USA. Vor diesem sich stetig erweiternden Hintergrund schafft Luzia Sassen mit ihrer 25jährigen Erfahrung im Kunstbereich und den von ihr gesetzten Positionen ein Präsentationsangebot für junge Künstler und darüber hinaus eine Plattform für einen weit gefächerten Gedankenaustausch in der Region Köln/Bonn.
Die Galerie Sassen & Edition vertritt die klassischen Gattungen und Techniken wie Malerei, Bildhauerei und Grafik, zeigt zum anderen aber auch Fotografie und Illustrationen als wichtige künstlerische Ausdrucksformen. Jede Edition bleibt - auch wenn sie durch diverse Techniken reproduzierbar ist - aufgrund ihrer limitierten Auflage von 5 bis max. 50 Stück ein multiples Original.
Darüber hinaus vermittelt Luzia Sassen Kontakte zu anderen Galerien im In- und Ausland, die sich mit der Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts beschäftigen, um so ihrer Zielsetzung junge Kunst zu fördern, verstärkt Ausdruck zu verleihen.
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