16.04.2008 - 18:17 - Gesundheit & Medizin
Projekt zur Überführung chronisch kranker Kinder von der pädiatrischen in die Erwachsenenmedizin
Pressemitteilung von: DRK Kliniken Berlin
Werden Kinder mit chronischen Erkrankungen erwachsen, fallen sie oft aus der notwendigen medizinischen Betreuung heraus. Prof. Burger, Leiter des Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche in den DRK Kliniken Berlin | Westend, ruft ein von der Robert-Bosch-Stiftung gefördertes Projekt zur Überführung chronisch kranker Jugendliche von der pädiatrischen in die Erwachsenenmedizin ins Leben.
Kick-off-Treffen mit den Projektleitern und Vertretern von Kostenträgern am 9. April 2008 in den DRK Kliniken Berlin | Westend traf auf reges Interesse.
Ziel des auf drei Jahre angelegten interdisziplinären Projektes ist es, eine bestehende Versorgungslücke zu schließen. Rund 15% aller Kinder in Deutschland leiden an chronischen Erkrankungen, wie Diabetes, Epilepsie, chron. Nierenerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Herzfehler etc. Die medizinische Versorgung dieser Kinder in spezialisierten pädiatrischen Zentren ist zum Teil ausgezeichnet.
Werden diese Kinder volljährig und damit in die sog. Eigenverantwortung entlassen, zeigt sich häufig, dass den 18 – 21-jährigen der nahtlose Übergang in die Erwachsenenmedizin nicht gelingt.
Sie verlieren den Kontakt zur notwendigen Spezialbetreuung und stellen sich in den Einrichtungen der Erwachsenenmedizin erst dann wieder vor, wenn - möglicherweise vermeidbare - Komplikationen aufgetreten sind. Für die jungen Patienten bedeutet dies u.U. erhebliche gesundheitliche Schädigungen - für die Krankenkassen hohe Kosten.
Die Betreuung der Patienten in dieser kritischen Phase, der so genannten Transition, ist bislang nicht sinnvoll geregelt, zumal es auch keine entsprechenden Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen von Seiten der Kassen gibt.
Professor Dr. Walter Burger, Leiter des Diabeteszentrums für Kinder- und Jugendliche und Dr. Arpad von Moers, Chefarzt der Kinderklinik an den DRK Kliniken Berlin | Westend, nahmen diesen Umstand zum Anlass, im März 2008 das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt zur Verbesserung der Versorgung chronisch kranker Jugendlicher von der pädiatrischen in die Erwachsenenmedizin ins Leben zu rufen. „Es muss dafür gesorgt werden, dass die jungen Menschen durch vernetzte Angebote der Kinderheilkunde und der Erwachsenenmedizin durchgehend versorgt und psychosozial betreut werden“ sagt Professor Burger.
Anhand zweier exemplarischer Erkrankungen soll ein flexibles, auf verschiedene chronische Erkrankungen übertragbares Interventions- und Rahmenkonzept für die Phase des Übergangs Jugendlicher von der pädiatrischen in die erwachsenenmedizinische Betreuung formuliert werden. Die Ergebnisse sollen ärztlichen Fachgesellschaften als Grundlage für neue Behandlungsleitlinien dienen, aber auch Krankenkassen beim Abschluss von Versorgungsverträgen unterstützen.
Die Projektleiter meinen: „Wir sind sicher, dass daraus für die Krankenkassen eine enorme Ersparnis resultiert, denn die Folgekosten aufgrund schlecht eingestellter chronischer Erkrankungen sind sicher um ein Vielfaches höher als ein gut geleiteter, komplikationsarmer Behandlungsverlauf.“
Die beim Kick-off am 9. April in den DRK Kliniken Berlin | Westend anwesenden Vertreter der Kostenträger bekundeten reges Interesse.
Ansprechpartner für die Presse:
Angela Kijewski
Unternehmenskommunikation
DRK Kliniken Berlin
Brabanter Str. 18-20
10713 Berlin
Tel.: 030 - 3035 52 18
mobil.: 0173 / 63 21 695
E-Mail:
Homepage www.drk-kliniken-berlin.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
DRK Kliniken Berlin
Brabanter Straße 18-20
10713 Berlin
Angela Kijewski
Unternehmenskommunikation
030 - 3035 52 18 mobil 0173 / 63 21695
Die DRK Kliniken Berlin sind ein gemeinnütziger Verbund, bestehend aus fünf Krankenhäusern und einem Pflegeheim. Als Akutkrankenhäuser mit rund um die Uhr geöffneten Rettungsstellen gewährleisten die Einrichtungen an ihren Standorten in Berlin-Charlottenburg, Köpenick und Mitte die regionale Gesundheitsversorgung. Neben der Basisversorgung auf hohem Niveau stellen die Kliniken ein hoch differenziertes und spezialisiertes Leistungsangebot in Kompetenzzentren bereit (Brustzentren, Gefäßzentren, Darmzentrum und viele andere). Die hohe Qualität dieser Zentren wurde durch Zertifizierungen anerkannter Fachgesellschaften bestätigt. Das Unternehmen trägt das angesehene Qualitätszertifikat der Joint Commission International aus den USA.
Zu unseren Einrichtungen gehören die:
DRK Kliniken Berlin | Köpenick
DRK Kliniken Berlin | Mitte
DRK Kliniken Berlin | Westend
DRK Kliniken Berlin | Park-Sanatorium Dahlem
DRK Kliniken Berlin | Wiegmann-Klinik
DRK Kliniken Berlin | Pflege & Wohnen Mariendorf
Kick-off-Treffen mit den Projektleitern und Vertretern von Kostenträgern am 9. April 2008 in den DRK Kliniken Berlin | Westend traf auf reges Interesse.
Ziel des auf drei Jahre angelegten interdisziplinären Projektes ist es, eine bestehende Versorgungslücke zu schließen. Rund 15% aller Kinder in Deutschland leiden an chronischen Erkrankungen, wie Diabetes, Epilepsie, chron. Nierenerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Herzfehler etc. Die medizinische Versorgung dieser Kinder in spezialisierten pädiatrischen Zentren ist zum Teil ausgezeichnet.
Sie verlieren den Kontakt zur notwendigen Spezialbetreuung und stellen sich in den Einrichtungen der Erwachsenenmedizin erst dann wieder vor, wenn - möglicherweise vermeidbare - Komplikationen aufgetreten sind. Für die jungen Patienten bedeutet dies u.U. erhebliche gesundheitliche Schädigungen - für die Krankenkassen hohe Kosten.
Die Betreuung der Patienten in dieser kritischen Phase, der so genannten Transition, ist bislang nicht sinnvoll geregelt, zumal es auch keine entsprechenden Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen von Seiten der Kassen gibt.
Professor Dr. Walter Burger, Leiter des Diabeteszentrums für Kinder- und Jugendliche und Dr. Arpad von Moers, Chefarzt der Kinderklinik an den DRK Kliniken Berlin | Westend, nahmen diesen Umstand zum Anlass, im März 2008 das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt zur Verbesserung der Versorgung chronisch kranker Jugendlicher von der pädiatrischen in die Erwachsenenmedizin ins Leben zu rufen. „Es muss dafür gesorgt werden, dass die jungen Menschen durch vernetzte Angebote der Kinderheilkunde und der Erwachsenenmedizin durchgehend versorgt und psychosozial betreut werden“ sagt Professor Burger.
Anhand zweier exemplarischer Erkrankungen soll ein flexibles, auf verschiedene chronische Erkrankungen übertragbares Interventions- und Rahmenkonzept für die Phase des Übergangs Jugendlicher von der pädiatrischen in die erwachsenenmedizinische Betreuung formuliert werden. Die Ergebnisse sollen ärztlichen Fachgesellschaften als Grundlage für neue Behandlungsleitlinien dienen, aber auch Krankenkassen beim Abschluss von Versorgungsverträgen unterstützen.
Die Projektleiter meinen: „Wir sind sicher, dass daraus für die Krankenkassen eine enorme Ersparnis resultiert, denn die Folgekosten aufgrund schlecht eingestellter chronischer Erkrankungen sind sicher um ein Vielfaches höher als ein gut geleiteter, komplikationsarmer Behandlungsverlauf.“
Die beim Kick-off am 9. April in den DRK Kliniken Berlin | Westend anwesenden Vertreter der Kostenträger bekundeten reges Interesse.
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