15.04.2008 - 15:23 - Gesundheit & Medizin
Studie - Augenoptische Versorgung in Seniorenheimen oft mangelhaft
Pressemitteilung von: optic66 GmbH
Über 70 Prozent tragen die falsche Brille - Mehr als 2.100 Senioren untersucht - Stürze und Depressionen sind die Folgen
Waldalgesheim, 15. April 2008 – Eine Erhebung des bundesweit tätigen Seniorenoptikers optic66 ergab, dass 72,8 Prozent der von ihm untersuchten Brillen aus augenoptischen Gesichtspunkten ausgetauscht werden müssten. Gut jedem Vierten (27,7 Prozent) mussten die Augenoptikermeister gar zum Besuch eines Augenarztes raten. Stefan Gal, Geschäftsführer von optic66, fordert Senioreneinrichtungen und Kostenträger zum Handeln auf: „Die augenoptische Versorgungslage in deutschen Seniorenheimen ist katastrophal. Fast drei Viertel der Senioren tragen eine Brille, die entweder in einem technisch verheerenden Zustand ist oder über veraltete und somit falsche Sehstärken verfügt. 16 Prozent der Senioren haben gar keine Brille, obwohl Sie diese dringend benötigen würden.“
Über 2.800 Brillen untersucht: Erschreckender Zustandsbericht
Die Augenoptikermeister von optic66 untersuchten im vergangenen Jahr 2.877 Brillen von 2.126 Heimbewohnern im gesamten Bundesgebiet. Bei knapp einem Viertel der Brillen (24,3 Prozent) war die Fassung defekt. Über die Hälfte aller Fassungen (56,9 Prozent) waren zudem korrodiert und lösten zum Teil erhebliche Hautirritationen bei den Senioren aus. 16 Prozent der Gläser sind als defekt zu bezeichnen, waren entweder gesprungen oder gesplittert. Weitere 56,8 Prozent der Gläser waren zerkratzt und beeinträchtigten die Sicht der Senioren merklich. Knapp drei Viertel (71,2 Prozent) der Heimbewohner klagten über Druckstellen, die von einer zu schweren Brille herrührten. Gerade ältere Menschen sollten auf Grund ihrer Sturzanfälligkeit und der zunehmend dünner werdenden Haut leichte Kunststoffgläser in ihren Brillen tragen. Dennoch liegt der Anteil mineralischer Gläser (Glas) in Senioreneinrichtungen bei 86 Prozent.
Sturzrisiko könnte deutlich vermindert werden
Jeder Zweite der rund 700.000 Heimbewohner stürzt ein Mal im Jahr, jeder Dritte sogar häufiger. Neben nachlassender Körperkraft ist schwindende Sehkraft eine der Hauptursachen für die Stürze. „Jährlich müssen die Kostenträger über 500 Millionen Euro für die direkten Folgen sturzbedingter Unfälle in Seniorenheimen aufbringen“, rechnet Gal vor. Dennoch erhalten im Zuge der Gesundheitsreform selbst Heimbewohner, die von Ihrer Sozialhilfe leben müssen, keinerlei finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung einer neuen Brille. Hier könne man mit überschaubaren Summen viel bewegen und gleichzeitig das Gesundheitssystem entlasten, so Gal.
Schlechte Sicht führt zu Depressionen im Alter
Die augenoptische Unterversorgung der Heimbewohnern führt bereits nach kurzer Zeit zu einer Verschlechterung der Lebensqualität und depressiven Symptomen. Eine aktuelle Studie amerikanischer Augenheilkundler um Cynthia Owsley von der University of Alabama (U.S.A.) ergab, dass Heimbewohnern, die umgehend mit einer neuen Brille versorgt werden, eine höhere Lebensqualität haben und deutlich seltener an depressiven Symptomen leiden als Mitbewohner, die erst zwei Monate später eine neue Brille erhalten. Den Wissenschaftlern zu folge lasen letztere auf Grund ihrer unbehandelten Sehstörungen wesentlich seltener und konnten ihren Hobbys nur noch eingeschränkt nachgehen. Zudem nahmen sie deutlich seltener an gemeinschaftlichen Veranstaltungen teil.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Bei Rückfragen:
optic66 GmbH
Stefan Gal, Geschäftsführer
Spitalwiese 10a
55425 Waldalgesheim
Tel.: 06721 / 15 35 10
Fax: 06721 / 15 95 68
Mobil: 0178 / 80 15 889
E-Mail:
Über optic66 GmbH
Die Augenoptikermeister von optic66 führen in Senioren- und Pflegeheimen kostenlose Überprüfungen von Brille und Sehstärke der Bewohner durch und bieten auf Wunsch die entsprechenden, seniorengerechten Sehhilfen an. Das Unternehmen wurde im September 2006 als mobiler Augenoptik-Direktvertrieb gegründet, der sich auf die Bedürfnisse der Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen spezialisiert hat. Die optic66-Augenoptikermeister besuchen derzeit Einrichtungen in den Ballungszentren Berlin, München, Hamburg, Bremen, Köln, Düsseldorf, Leipzig, Erfurt, Karlsruhe, Stuttgart und Frankfurt. Das Unternehmen strebt kurzfristig eine deutschlandweite und flächendeckende Senioren-Betreuung als mobiler Augenoptiker an.
Waldalgesheim, 15. April 2008 – Eine Erhebung des bundesweit tätigen Seniorenoptikers optic66 ergab, dass 72,8 Prozent der von ihm untersuchten Brillen aus augenoptischen Gesichtspunkten ausgetauscht werden müssten. Gut jedem Vierten (27,7 Prozent) mussten die Augenoptikermeister gar zum Besuch eines Augenarztes raten. Stefan Gal, Geschäftsführer von optic66, fordert Senioreneinrichtungen und Kostenträger zum Handeln auf: „Die augenoptische Versorgungslage in deutschen Seniorenheimen ist katastrophal. Fast drei Viertel der Senioren tragen eine Brille, die entweder in einem technisch verheerenden Zustand ist oder über veraltete und somit falsche Sehstärken verfügt. 16 Prozent der Senioren haben gar keine Brille, obwohl Sie diese dringend benötigen würden.“
Über 2.800 Brillen untersucht: Erschreckender Zustandsbericht
Die Augenoptikermeister von optic66 untersuchten im vergangenen Jahr 2.877 Brillen von 2.126 Heimbewohnern im gesamten Bundesgebiet. Bei knapp einem Viertel der Brillen (24,3 Prozent) war die Fassung defekt. Über die Hälfte aller Fassungen (56,9 Prozent) waren zudem korrodiert und lösten zum Teil erhebliche Hautirritationen bei den Senioren aus. 16 Prozent der Gläser sind als defekt zu bezeichnen, waren entweder gesprungen oder gesplittert. Weitere 56,8 Prozent der Gläser waren zerkratzt und beeinträchtigten die Sicht der Senioren merklich. Knapp drei Viertel (71,2 Prozent) der Heimbewohner klagten über Druckstellen, die von einer zu schweren Brille herrührten. Gerade ältere Menschen sollten auf Grund ihrer Sturzanfälligkeit und der zunehmend dünner werdenden Haut leichte Kunststoffgläser in ihren Brillen tragen. Dennoch liegt der Anteil mineralischer Gläser (Glas) in Senioreneinrichtungen bei 86 Prozent.
Sturzrisiko könnte deutlich vermindert werden
Jeder Zweite der rund 700.000 Heimbewohner stürzt ein Mal im Jahr, jeder Dritte sogar häufiger. Neben nachlassender Körperkraft ist schwindende Sehkraft eine der Hauptursachen für die Stürze. „Jährlich müssen die Kostenträger über 500 Millionen Euro für die direkten Folgen sturzbedingter Unfälle in Seniorenheimen aufbringen“, rechnet Gal vor. Dennoch erhalten im Zuge der Gesundheitsreform selbst Heimbewohner, die von Ihrer Sozialhilfe leben müssen, keinerlei finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung einer neuen Brille. Hier könne man mit überschaubaren Summen viel bewegen und gleichzeitig das Gesundheitssystem entlasten, so Gal.
Schlechte Sicht führt zu Depressionen im Alter
Die augenoptische Unterversorgung der Heimbewohnern führt bereits nach kurzer Zeit zu einer Verschlechterung der Lebensqualität und depressiven Symptomen. Eine aktuelle Studie amerikanischer Augenheilkundler um Cynthia Owsley von der University of Alabama (U.S.A.) ergab, dass Heimbewohnern, die umgehend mit einer neuen Brille versorgt werden, eine höhere Lebensqualität haben und deutlich seltener an depressiven Symptomen leiden als Mitbewohner, die erst zwei Monate später eine neue Brille erhalten. Den Wissenschaftlern zu folge lasen letztere auf Grund ihrer unbehandelten Sehstörungen wesentlich seltener und konnten ihren Hobbys nur noch eingeschränkt nachgehen. Zudem nahmen sie deutlich seltener an gemeinschaftlichen Veranstaltungen teil.
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