10.04.2008 - 14:54 - Gesundheit & Medizin
Wir entwickeln die Alzheimer Impfung - Aktuelle Pressemeldung Affiris GmbH 10. April 2008
Pressemitteilung von: Affiris GmbH
Affiris entwickelt die Alzheimer Impfung
Wien, 10. April 2008. Das Wiener Biotech-Unternehmen Affiris zieht heute eine erste erfolgreiche Zwischenbilanz seines klinischen Alzheimer-Impfprogramms. Alle bislang im Rahmen der toxikologischen Studien behandelten Alzheimer-Patienten haben die Therapie hervorragend ver¬tragen. Damit zählt man bei Affiris im Rennen um die Entwicklung einer erstmals kausal wirkenden Immuntherapie gegen Alzheimer zu den welt¬weit führenden Zentren.
In Anbetracht der dramatischen Zunahme der Alzheimer-Fälle werden neue, effektivere Therapieansätze dringend benötigt. Derzeit verfügbare Medikamente sind von begrenzter Wirksamkeit. Sie können die Symptome der Erkrankung nur vorübergehend, über einen Zeitraum von ca. 1-2 Jahren, lindern, auf das Voran¬schreiten der Demenz haben sie letztendlich keinen Einfluss. Einen völlig neuen, viel versprechenden Ansatz verfolgt man dagegen beim Wiener Biotech-Unternehmen Affiris. Mittels einer innovativen Alzheimer-Impfung zielt man nicht nur auf die Symptome der Krankheit ab sondern hofft, direkt in den Erkrankungsprozess im Gehirn von Alzheimer-Patienten eingreifen zu können.
Sicherheit als oberstes Prinzip
In den derzeit laufenden klinischen Studien an Patienten erhält der Faktor Sicherheit oberste Priorität. „Die Verträglichkeit und Unbedenklichkeit der neuen Impfstoffe gilt als der kritische Endpunkt der aktuellen Untersuchungen“, betont Prof. Achim Schneeberger, klinischer Studienleiter bei Affiris. Derzeit werden zwei Alzheimer-Studien mit den neuen Impfstoffen durchgeführt. AFFiRiS 001 läuft am Wiener AKH und untersucht den Impfstoff AFFITOP AD01. Die Studie AFFiRiS 002 mit dem Impfstoff AD02 wird am Wiener Institut für Psychosomatik getestet. Beide Impfstoffe unterscheiden sich zwar in ihrer wirksamen Komponente, dem antigenen Peptid, im Design sind beide Studien jedoch praktisch identisch.
Bisherige Ergebnisse der Toxizitätsprüfung, der seit September 2007 laufenden AFFiRiS 001-Studie an 9 Alzheimer-Patienten mit milder bis mittelschwerer Demenz, bestätigen die Sicherheit der innovativen Immuntherapie. Schneeberger: „Alle Patienten haben die bisherigen Impfungen erwartungsgemäß gut vertragen.“ Ebenso erfreulich startete die Schwester-Studie AFFiRiS 002 Ende Februar 2008: die bisher eingeschlossenen Alzheimer-Patienten haben ebenfalls ihre erste Impfung erhalten und problemlos vertragen.
Eiweißablagerungen im Gehirn
Das Aß-Amyloid ist der Hauptbestandteil der für die Alzheimer-Demenz charakteristischen Eiweißablagerungen (Amyloidplaques). Seine Anreicherung in Form neurotoxischer Aggregate führt letztlich zum Untergang von Gehirnzellen und verursacht die typischen Symptome der Alzheimer-Krankheit. In Studien mit einem ersten Alzheimer-Impfstoff, genannt AN1792, der amerikanisch-irischen Pharma¬allianz ELAN/Wyeth im Jahr 2001, kam es zum Auftreten von schweren Ent¬zündungen des Gehirns, was den sofortigen Abbruch der Studie zur Folge hatte. Trotzdem zeigte sich im Rahmen von Nachuntersuchungen, dass die Impfung bei einem Teil der Patienten wirksam war: Etwa 20% der Geimpften entwickelten schützende Antikörper gegen Aß-Amyloid, bei einem Teil der Patienten schritt die Erkrankung seither nicht mehr weiter fort.
Das faszinierende Konzept der Alzheimer-Impfung
„Unsere Wiener Forschungsgruppe setzt an der Modifikation des Immunogens für die Impfung an“, erläutert Schneeberger. Um bereits im Vorfeld mögliche unerwünschte Nebenwirkungen auszuschließen, bedient man sich bei Affiris eines ausgeklügelten Tricks, der auf dem Prinzip des molekularen Mimikry (Ähnlichkeits-Prinzip) basiert. Durch diese „Technologie“ kann die gewünschte Immunreaktion gegen schädliche Eiweißablagerungen punktgenau gesteuert werden. Dieses immunologische Täuschungsmanöver wird nach einem Baukastenprinzip durch die Kombination mit weiteren, von Affiris entwickelten Sicherheitskomponenten unterstützt: dem immunogenen Peptid, einem Träger¬protein und einem bewährten und sicheren Adjuvans (Impfzusatzstoff). Die eingesetzten Peptide sind kurze, zwischen sechs und sieben Aminosäuren lange Mimotope des Aß-Amyloids. Damit sollen einerseits die gewünschte Auflösung schädlicher Eiweißstoffe im Gehirn ermöglicht, zugleich aber unerwünschte Immunreaktionen ausge¬schlossen werden. Ein von Affiris verwendetes Tiermodell für Alzheimer-Demenz bestätigte, dass Amyloidplaques durch den Impf¬stoff nicht nur um etwa 70% reduziert werden konnten, die Tiere schnitten auch in Hirnleistungstests signifikant besser ab. Nunmehr konnte auch in ersten klinischen Studien an Alzheimer-Patienten gezeigt werden, dass sich dieses Konzept bestens bewährt: alle bisher behandelten Patienten haben die Impfung ohne nennenswerte Komplikationen vertragen, wodurch der Weg in den nächsten Studienabschnitt möglich wurde. Dieser Meilenstein bedeutet zugleich, dass die von Affiris entwickelte Impfung zu den aussichtsreichsten Hoffnungsträgern im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit gilt.
Affiris – Forschung im Dienste der Gesundheit
Affiris ist ein junges, innovatives Wiener Biotechnologie-Unternehmen, das am Campus Vienna Biocenter seit 2003 tätig ist und über 30 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mit¬arbeiter beschäftigt. Das Unternehmen ist international ausgerichtet und durch Kooperationen mit Partnerzentren in Deutschland, England, Spanien und den USA verbunden. „Unser Forschungsschwerpunkt ist auf die Entwicklung von Medi¬kamenten für Krankheiten mit dringendem medizinischem Bedarf ausgerichtet. Neben dem Alzheimer-Programm haben wir uns bei Affiris das Ziel gesteckt, in absehbarer Zeit ebenfalls neue Arzneimittel für die Behandlung anderer, folgen¬schwerer Erkrank¬ungen wie z.B. der Atherosklerose zur Verfügung zu stellen“, betont der Wissenschafter, Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Affiris GmbH, Dr. Walter Schmidt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
x3 projects
PR-und VeranstaltungsgmbH
Tivoligasse 31
1120 Wien
Tel: 0043-1-532 27 58

www.affiris.com
Wien, 10. April 2008. Das Wiener Biotech-Unternehmen Affiris zieht heute eine erste erfolgreiche Zwischenbilanz seines klinischen Alzheimer-Impfprogramms. Alle bislang im Rahmen der toxikologischen Studien behandelten Alzheimer-Patienten haben die Therapie hervorragend ver¬tragen. Damit zählt man bei Affiris im Rennen um die Entwicklung einer erstmals kausal wirkenden Immuntherapie gegen Alzheimer zu den welt¬weit führenden Zentren.
In Anbetracht der dramatischen Zunahme der Alzheimer-Fälle werden neue, effektivere Therapieansätze dringend benötigt. Derzeit verfügbare Medikamente sind von begrenzter Wirksamkeit. Sie können die Symptome der Erkrankung nur vorübergehend, über einen Zeitraum von ca. 1-2 Jahren, lindern, auf das Voran¬schreiten der Demenz haben sie letztendlich keinen Einfluss. Einen völlig neuen, viel versprechenden Ansatz verfolgt man dagegen beim Wiener Biotech-Unternehmen Affiris. Mittels einer innovativen Alzheimer-Impfung zielt man nicht nur auf die Symptome der Krankheit ab sondern hofft, direkt in den Erkrankungsprozess im Gehirn von Alzheimer-Patienten eingreifen zu können.
Sicherheit als oberstes Prinzip
In den derzeit laufenden klinischen Studien an Patienten erhält der Faktor Sicherheit oberste Priorität. „Die Verträglichkeit und Unbedenklichkeit der neuen Impfstoffe gilt als der kritische Endpunkt der aktuellen Untersuchungen“, betont Prof. Achim Schneeberger, klinischer Studienleiter bei Affiris. Derzeit werden zwei Alzheimer-Studien mit den neuen Impfstoffen durchgeführt. AFFiRiS 001 läuft am Wiener AKH und untersucht den Impfstoff AFFITOP AD01. Die Studie AFFiRiS 002 mit dem Impfstoff AD02 wird am Wiener Institut für Psychosomatik getestet. Beide Impfstoffe unterscheiden sich zwar in ihrer wirksamen Komponente, dem antigenen Peptid, im Design sind beide Studien jedoch praktisch identisch.
Bisherige Ergebnisse der Toxizitätsprüfung, der seit September 2007 laufenden AFFiRiS 001-Studie an 9 Alzheimer-Patienten mit milder bis mittelschwerer Demenz, bestätigen die Sicherheit der innovativen Immuntherapie. Schneeberger: „Alle Patienten haben die bisherigen Impfungen erwartungsgemäß gut vertragen.“ Ebenso erfreulich startete die Schwester-Studie AFFiRiS 002 Ende Februar 2008: die bisher eingeschlossenen Alzheimer-Patienten haben ebenfalls ihre erste Impfung erhalten und problemlos vertragen.
Eiweißablagerungen im Gehirn
Das Aß-Amyloid ist der Hauptbestandteil der für die Alzheimer-Demenz charakteristischen Eiweißablagerungen (Amyloidplaques). Seine Anreicherung in Form neurotoxischer Aggregate führt letztlich zum Untergang von Gehirnzellen und verursacht die typischen Symptome der Alzheimer-Krankheit. In Studien mit einem ersten Alzheimer-Impfstoff, genannt AN1792, der amerikanisch-irischen Pharma¬allianz ELAN/Wyeth im Jahr 2001, kam es zum Auftreten von schweren Ent¬zündungen des Gehirns, was den sofortigen Abbruch der Studie zur Folge hatte. Trotzdem zeigte sich im Rahmen von Nachuntersuchungen, dass die Impfung bei einem Teil der Patienten wirksam war: Etwa 20% der Geimpften entwickelten schützende Antikörper gegen Aß-Amyloid, bei einem Teil der Patienten schritt die Erkrankung seither nicht mehr weiter fort.
Das faszinierende Konzept der Alzheimer-Impfung
„Unsere Wiener Forschungsgruppe setzt an der Modifikation des Immunogens für die Impfung an“, erläutert Schneeberger. Um bereits im Vorfeld mögliche unerwünschte Nebenwirkungen auszuschließen, bedient man sich bei Affiris eines ausgeklügelten Tricks, der auf dem Prinzip des molekularen Mimikry (Ähnlichkeits-Prinzip) basiert. Durch diese „Technologie“ kann die gewünschte Immunreaktion gegen schädliche Eiweißablagerungen punktgenau gesteuert werden. Dieses immunologische Täuschungsmanöver wird nach einem Baukastenprinzip durch die Kombination mit weiteren, von Affiris entwickelten Sicherheitskomponenten unterstützt: dem immunogenen Peptid, einem Träger¬protein und einem bewährten und sicheren Adjuvans (Impfzusatzstoff). Die eingesetzten Peptide sind kurze, zwischen sechs und sieben Aminosäuren lange Mimotope des Aß-Amyloids. Damit sollen einerseits die gewünschte Auflösung schädlicher Eiweißstoffe im Gehirn ermöglicht, zugleich aber unerwünschte Immunreaktionen ausge¬schlossen werden. Ein von Affiris verwendetes Tiermodell für Alzheimer-Demenz bestätigte, dass Amyloidplaques durch den Impf¬stoff nicht nur um etwa 70% reduziert werden konnten, die Tiere schnitten auch in Hirnleistungstests signifikant besser ab. Nunmehr konnte auch in ersten klinischen Studien an Alzheimer-Patienten gezeigt werden, dass sich dieses Konzept bestens bewährt: alle bisher behandelten Patienten haben die Impfung ohne nennenswerte Komplikationen vertragen, wodurch der Weg in den nächsten Studienabschnitt möglich wurde. Dieser Meilenstein bedeutet zugleich, dass die von Affiris entwickelte Impfung zu den aussichtsreichsten Hoffnungsträgern im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit gilt.
Affiris – Forschung im Dienste der Gesundheit
Affiris ist ein junges, innovatives Wiener Biotechnologie-Unternehmen, das am Campus Vienna Biocenter seit 2003 tätig ist und über 30 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mit¬arbeiter beschäftigt. Das Unternehmen ist international ausgerichtet und durch Kooperationen mit Partnerzentren in Deutschland, England, Spanien und den USA verbunden. „Unser Forschungsschwerpunkt ist auf die Entwicklung von Medi¬kamenten für Krankheiten mit dringendem medizinischem Bedarf ausgerichtet. Neben dem Alzheimer-Programm haben wir uns bei Affiris das Ziel gesteckt, in absehbarer Zeit ebenfalls neue Arzneimittel für die Behandlung anderer, folgen¬schwerer Erkrank¬ungen wie z.B. der Atherosklerose zur Verfügung zu stellen“, betont der Wissenschafter, Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Affiris GmbH, Dr. Walter Schmidt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
x3 projects
PR-und VeranstaltungsgmbH
Tivoligasse 31
1120 Wien
Tel: 0043-1-532 27 58
www.affiris.com
News-ID: 202664 • Views: 1564
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© 2004-2012 openPR | Impressum



