09.04.2008 - 20:46 - Kunst & Kultur
Kulturgenuss trotz Artenschutz - Elfenbein-Schnitzkunst in Landesausstellung zu Friedrich II.
Pressemitteilung von: CAB Artis Kulturmanagement / PR Agentur: CAB Artis Kulturmanagement
Glanzstücke der Niedersächsischen Landesausstellung sind die mittelalterlichen Elfenbeinschnitzereien.
Ob es das prachtvolle Signalhorn aus der Al-Sabah-Collection aus Kuwait ist, ein Bischofsstab aus Ravenna oder ein Kästchen mit Goldbeschlägen aus Maastricht: Diese einmaligen Arbeiten des hohen Mittelalters faszinieren den Betrachter bis heute. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt auf ihnen feingeschnitzte Tiere, Musikanten, Jagdmotive oder gesellige Szenen. Zur Zeit des Stauferkaisers erfreuten sich diese Erzeugnisse wegen der exotischen Herkunft und der feinen Beschaffenheit ihres Materials großer Beliebtheit. Doch blieben die Kunstwerke selbstverständlich der höfischen Welt des Adels vorbehalten, der den Transport des Rohmaterials Elfenbein über lange Handelswege und die Herstellung der Meisterstücke beauftragte.
Anders als im Mittelalter waren es im Jahr 2008 die Oldenburger Ausstellungskuratoren, die den Transport der kleinen - großen - Kunstwerke organisierten. Dabei sahen sie sich vor große Herausforderungen gestellt. Die wertvollen und empfindlichen Elfenbeinschnitzereien müssen grundsätzlich nicht nur hoch versichert werden, sie erfordern auch einen besonders sensiblen Umgang auf ihrer Reise vom leihgebenden Museum zur Landesausstellung. Dort angekommen kümmert sich ein Restauratorenteam täglich um die Kunstobjekte, um deren Unversehrtheit während der Geschichtsschau zu garantieren.
Doch dass die mittelalterlichen Schnitzkunstwerke überhaupt in Oldenburg zu sehen sind, kann keinesfalls als selbstverständlich angesehen werden. Nach den Statuten der Artenschutzkommission ist die Einfuhr von Elfenbein in Deutschland streng verboten. Ob es sich dabei um den Stoßzahn eines frisch erlegten Elefanten oder um mittelalterliche Schatzkunst handelt, bedeutet formal keinen Unterschied.
Dass auch über 800 Jahre alte Elfenbein-Kunstwerke von der Regelung betroffen sind, war eine neue Erfahrung für das Ausstellungsteam. "Mit der Kooperationsbereitschaft des Zolls - in Europa und weltweit wie z. B. in Kuwait - ist es uns schließlich gelungen, einzigartige Stücke in dieser Landesschau zu präsentieren", berichtet Museumsdirektor Prof. Mamoun Fansa über die Hürden der Vorarbeiten. "Gemeinsam mit den anderen 180 Exponaten aus den großen Häusern in Palermo, Wien oder Nürnberg tragen die Elfenbeinwerke zu einer ganz besonderen Inszenierung des Mittelalters um 1200 bei", so Prof. Fansa weiter.
Wie ästhetisch gerade die Elfenbeinverarbeitung in dieser Zeit ist, zeigt die Landesausstellung "Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Welt und Kultur des Mittelmeerraums" noch bis zum 15. Juni 2008 in Oldenburg. Angeboten werden fachkundige Führungen - auch zu individuellen Themenwünschen sowie auf Englisch und Niederländisch.
Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch Freitag 09:00 - 18:00 Uhr, Donnerstag 09:00 - 20:00 Uhr,
Sonnabend / Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr, Montag geschlossen
Pressekontakt:
CAB Artis Kulturmanagement
Thomas Spindler
Unterer Kaulberg 30
96049 Bamberg
Tel.: 0951/54900
Fax: 0951/54913
www.cab-artis.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Niedersächsische Landesausstellung
„Kaiser Friedrich II. (1194 – 1250). Welt und Kultur der Mittelmeerraums“
10. Februar bis 15. Juni 2008
Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
Damm 38-44
26135 Oldenburg
www.friedrich-ii.naturundmensch.de
Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38-44
26135 Oldenburg
Tel.: 0441/9244-327
Fax: 0441/9244-399
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