(openPR) Kaufbeuren, 25. März 2008. Das größte private Krankenhausschiff der Welt, die Africa Mercy, ist zusammen mit vier anderen Schiffen von Lloyd’s List, einer führenden britischen Zeitschrift für die Schifffahrt, zum „Schiff des Jahres“ nominiert worden. Damit zeichnet das Lloyd’s List Schiffe aus, die durch Innovation und hervorragende Eigenschaften hervorstechen. Die Preisverleihung findet am 2. April 2008 in London statt.
„Ich bin stolz, dass die Africa Mercy für diesen so wichtigen Preis nominiert wurde – und ich freue mich im Namen der ganzen Crew, die ehrenamtlich auf dem größten privaten Krankenhausschiff der Welt arbeitet, über diese Auszeichnung“, kommentiert Helmut Heinzel, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland, die Entscheidung von Lloyd’s List.
Erst im Mai 2007 hatte die Africa Mercy ihren Dienst als weltweit größtes, privat betriebenes Krankenhausschiff aufgenommen. Acht Jahre dauerte es, bis aus der dänischen Fähre mit ihrer 16.572 Tonnage und einer Länge von 152 Meter ein schwimmendes Hospital wurde. 44 Millionen Euro kostete der aufwendige Umbau – der sich gelohnt hat: Sechs Operationssäle, 78 Krankenbette, 474 Betten für die Besatzung, Röntgenraum, Computertomograph, Zahnarztpraxis und Apotheke machen die Africa Mercy zu einem der modernsten und innovativsten Schiffe dieser Welt. Möglich wurde das nur durch zahlreiche Spenden.
Seit Anfang Februar dieses Jahres liegt die Africa Mercy wieder im Hafen von Monrovia, der Hauptstadt Liberias – auf Einladung von Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf. Nach 14 Jahren Bürgerkrieg gibt es kein funktionierendes Gesundheitssystem mehr in dem westafrikanischen Land. Auf 10.000 Liberianer kommt ein Arzt – in Deutschland sind es auf 1.000 Einwohner drei Ärzte. Deshalb leistet die Africa Mercy mit ihrem Einsatz lebenswichtige und lebensverändernde Hilfe: In diesem Jahr sollen 635 Mund-Kiefer-Gesichtsoperationen, 500 Augenoperationen, 90 Operationen an Blasen-Scheiden-Fisteln sowie 10.000 zahnärztliche Behandlungen von Spezialisten aus aller Welt an Bord des Schiffes durchgeführt werden. Darüber hinaus hat Mercy Ships zahlreiche Entwicklungsprojekte an Land geplant, beispielsweise Brunnenbau, medizinische Vorsorge und Ausbildungen.
Die über 400 Besatzungsmitglieder – angefangen vom Chirurgen über Kapitän und Mechaniker bis hin zur Küchenhilfe – arbeiten mehrere Wochen unentgeltlich auf der Africa Mercy. Um die Betriebs- und Wartungskosten für das Schiff sowie die medizinische Ausrüstung finanzieren zu können, ist Mercy Ships unbedingt auf Spenden angewiesen. Helmut Heinzel: „Nur damit können wir den Menschen in Liberia weiterhin lebenswichtige Operationen und Gesundheitsleistungen ermöglichen.“ Auf der Homepage www.mercyships.de können Interessierte direkt spenden und damit Projekte fördern, Schiffspate werden oder sich als Mitarbeiter bewerben.
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