20.03.2008 - 09:22 - Kunst & Kultur

Vernissage Fernando de Brito

Pressemitteilung von: White Trash Contemporary
PR Agentur: WTC

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Installationsansicht
Zeichnungen und Skizzenbücher

29.März - 10.Mai 2008
Eröffnung: Freitag 28.März 2008, ab 19h


Eine Linie führt von A nach B. Sie ist das Ergebnis zielgerichteter Gedankenspiele und Zeugnis einer komplexen körperlichen Aktivität: dem Ziehen der Linie. Um diese Erkenntnisse kreist seit 30 Jahren Fernando de Britos künstlerische Arbeit, in der er die komplexe Wirkung von Linie und Untergrund, Schraffur und Schatten, Farbe und Illusion untersucht.

“Die Linie ist die Grundlage der Verständigung außerhalb unserer sprachlichen Kommunikation”, sagt der Künstler , “und somit richten wir an ihr alle unsere Vorhaben und Ziele aus”. In seinen Zeichnungen setzt de Brito nicht auf figurative Darstellung oder das Skizzenhafte der “Primi Pensieri”-Tradition. Seine künstlerische Praxis ist beeinflusst von Minimal und konkreter Kunst, jedoch mit einer ganz eigenen Sensibilität, die Zen-meditative Klarheit mit der suggestiven Kraft der Reduktion kombiniert. De Brito entführt uns in eine Welt, die nicht der Symbolik huldigt, sondern sich der Erforschung von Farbkörpern und deren Vernetzung im Gehirn des Betrachters widmet.

Es geht ihm um die Schärfung der Sinne. Kleine Unterschiede sind von großer Bedeutung: Papier ist nicht gleich Papier: Mal arbeitet er mit industriell gefertigten, mal mit kostbaren, in kleinen Papiermühlen geschöpften Bögen. Ihre Festigkeit und Oberflächenstruktur macht diese Papierarbeiten zu skulpturalen Objekten. De Britos hoch konzentrierte Zeichnungen zeugen von einer delikaten Balance zwischen rauschhafter Begierde und totaler Beherrschung.

So suggeriert eine Zeichnung aus der “Names”-Serie mit ihrer aus Kugelschreiberlinien verdichteten Netzstruktur eine zerissene Damenstrumpfhose. Der Titel dazu: “Michelangelo Antonioni”. In der Serie “Divas” dagegen glaubt man das Herz der jeweiligen Leinwandheldin unter dem Linienkleid pochen zu hören. Für diese Serie verwendete de Brito Tintenstifte, ein altmodisches Schreibutensil für Architekten aus den 30er Jahren, dem er unter Zusetzung von Feuchtigkeit völlig neue Effekte abgewinnt. Was bleibt, ist das Gewebehafte dieser Arbeiten, etwas was uns umhüllt und das man nicht loslassen will.

Die Zeichnungen in der Ausstellung werden begleitet von Skizzenbüchern und einer spektakulären, 3x12 Meter großen Wandzeichnung, die einmal mehr betont, um was es hier geht: die Lust an der Konzentration auf das Wesentliche.

Fernando de Brito geb. 1956 in Portugal studierte freie Kunst and der HfBK und lebt in Hamburg. Er hatte zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

White Trash Contemporary Hamburg
Galerie für zeitgenössische Kunst
White Trash Contemporary
Galerie für zeitgenössische Kunst

Admiralitätstrasse 71
D-20459 Hamburg

Ansprechpartner: Hr. Grossien
040.3609935


White Trash Contemporary (WTC) wurde 2004 in New York mit dem Ziel gegründet, ein aussergewöhnliches, transatlantisches Künstler-Netzwerk zu organisieren. Die Galerie vertritt junge und unterrepräsentierte Künstler und gibt ihnen eine internationale Plattform. Das Galerieprogramm ermutigt kalkulierte Grenzüberschreitungen und kreative Transgressionsstrategien, die im Dialog mit etablierten Positionen stehen. Hauptaugenmerk hierbei liegt auf der Betonung “schwieriger” Kunst, wie Installation, Skulptur und Video.

Galerie Geschichte:

In New York positionierte sich WTC als Newcomer-Galerie bewusst jenseits der traditionellen Galerienszene in wechselnden Locations im Financial District, im East Village und in Spanish Harlem. Nach ihrem Umzug nach Deutschland im Frühjahr 2005 wählte die Galerie den Standort Hamburg, dort jedoch Räume direkt im Zentrum der Stadt. Die 200-qm Ladenfront an der Ost-West-Strasse neben Nikolaikirche und Altem Rathaus wurde im Dezember mit der unkonventionellen Gruppenausstellung “VideoNow!” mit brandneuen und bahnbrechenden Werken von Künstlern aus Bulgarien, Deutschland, Finnland und den USA.

Hierzu Auszug aus einem Artikel in ART-Das Kunstmagazin 6/2007:

“Auch in den angrenzenden, lange in Sachen Kunst und Leben vernachlässigten Stadtteilen, tut sich einiges. Man braucht nur an der Elbe entlang bis in die Altstadt zu gehen. Dort veranstaltet Nils Grossien gegenüber der alten Nikolai-Kirche in seiner Galerie "White Trash Contemporary" seit anderthalb Jahren ein spannendes Programm mit internationaler Fotokunst, Video, Installation, Skulptur und Malerei. Seine Eröffnungen - mal mit "mobilem Blues Club", mal mit temporärer "American Bar" - haben legendären Ruf. Und auch Museumskuratoren von ortsfremden Häusern wie dem Kunstmuseum Stuttgart oder der Kunsthalle Wien machen hier Entdeckungen.”

2007 fand die Galerie ihren jetzigen Standort im Hamburger Kunstquartier Fleetinsel.

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