(openPR) Ein Patient aus Deutschland ist der erste in Europa der im Rahmen der STABLE-Studie mit dem bahnbrechenden Zenith Dissection Endovascular System behandelt wurde
19 März 2008 – Prof. Dr. Christoph A. Nienaber, Studienleiter am Universitätsklinikum Rostock in Deutschland führte im Januar die erste Implantation im Rahmen von Cook Medical´s weltweiter STABLE Studie durch, deren Ziel es ist, das Zenith Dissection Endovascular System zur Behandlung von aortalen Dissektionen vom Typ B zu erproben.
Dies ist das erste Implantat welches speziell für die Behandlung von aortalen Dissektionen entwickelt wurde – ein lebensbedrohender Zustand, der unter anderem den Amerikanischen Schauspieler John Ritter das Leben kostete. Das bahnbrechende Implantat ist das erste seiner Art weltweit und wurde entwickelt um die besondere Morphologie dieser häufig unerkannt voranschreitenden Erkrankung zu behandeln, einer der häufigsten Todesursachen weltweit deren Symptome denen eines Herzinfarktes gleichen können.
Prof. Dr. Nienaber, Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Rostock führte die Operation mit Unterstützung seines Teams bestehend aus Prof. Dr. Huseyin Ince, Dr. Thomas Korber und Dr. Stephan Kische durch. Der weltweit verantwortliche Leiter der Studie ist Dr. Joseph Lombardi, Professor an der Klinik des Thomas Jefferson Hospitals in Philadelphia, Pennsylvania, USA.
Prof. Dr. Nienaber erklärte, dass dies der erste speziell für die Behandlung von Dissektionen entwickelte Therapieansatz sei. Aufgrund seiner Erfahrung mit diesem Implantat ergänzte er, das System stabilisiere den gesamten Bereich der Dissektion mit einer Art Petticoat (bestehend aus einem Stentgraft und einem nicht ummantelten Stent) ohne die wichtigen Gefässabgänge im Bereich der abdominellen Aorta zu beeinträchtigen.
Der erste europäische Patient der aufgrund seiner Erkrankung in die STABLE Dissektionsstudie aufgenommen werden konnte ist ein 71 Jahre alter Mann bei dem eine Typ B Dissektion der thorakalen Aorta festgestellt wurde. Der Patient wurde mit dem Zenith Dissection Endovascular System behandelt, das aus dem neuen Zenith Dissektionsstent in Verbindung mit dem Cook Zenith TX2 Stentgraft besteht. Ein Zenith TX2 proximaler Stentgraft wurde implantiert um den Riss in der Nähe des Aortenbogens zu überdecken und im Bereich des kollabierten wahren Lumens der Aorta wurde ein nicht ummantelter Zenith Dissektionsstent platziert.
Phil Nowell, Direktor von Cook´s Geschäftsbereich Aortale Interventionen sagte, man sei sehr erfreut, die erste Behandlung eines Patienten im Rahmen der STABLE Studie in Europa vermelden zu können, da dies Cook´s permanente Anstrengungen auf dem Gebiet der Behandlung thorakaler Dissektionen dokumentiere. Man erwarte, dass die STABLE Studie den Erfolg des Cook Zenith Endovascular Systems bestätigen werde indem sie die erfolgreiche Behandlung der Patienten hervorhebt. Cook ist sehr glücklich Prof. Dr. Nienaber als Untersucher in der Studie zu haben da dieser bei Cook´s Bestrebungen eine wesentliche Rolle spielt den Patienten möglichst wenig invasive Behandlungsmöglichkeiten und schnellstmögliche Genesung zu ermöglichen.
Das Cook Zenith Dissection Endovascular System wird eingesetzt, um Dissektionen der Aorta descendens zu behandeln sofern die Anatomie für endovaskuläre Versorgung geeignet ist. Das Implantat hat einzigartige Z-Stents die gerade so viel Druck ausüben, dass sie eine allmähliche Rückbildung der Dissektion unterstützen und das wahre Gefässlumen wieder expandiert und die Dissektionsmembran wieder an die Gefässwand anlegt. Dabei wird die Durchgängigkeit der wichtigen Arterien die das Rückenmark versorgen nicht beeinträchtigt.
Endovaskuläre Behandlung der Aorta (EVAR) bietet möglicherweise eine Behandlungsoption die die maximal invasive, traumatische offene Chirurgie für thorakale Aneurysmen und Dissektionen vermeidbar macht. Anstatt den Brustkorb zu eröffnen und die Aorta abzuklemmen um eine Gefässprothese einzunähen führt der Arzt einen Katheter, der ein selbstexpandierendes Stentgraft trägt, durch einen Zugang an der Oberschenkelarterie ein. Der Katheter wird unter Röntgendurchleuchtung durch die Blutgefässe des Patienten geführt bis das Implantat sich im Bereich der Dissektion der Aorta befindet. Das Stentgraft wird dann vom Katheter abgelöst und expandiert sich. Auf diese Weise wird der natürliche Weg für den Blutstrom wieder eröffnet und der Einstrom in das falsche Lumen in der Gefässwand vermindert - also der normale Blutfluss in der Aorta wiederhergestellt. Der nicht ummantelte Stent wird im distalen Anteil der thorakalen Aorta zur Expansion des wahren Gefässlumens eingesetzt wo die Erhaltung der Durchgängigkeit von Gefässabgängen äußerst wichtig ist.
Das Cook Zenith Dissektion Endovascular System ist ein Implantat das sich derzeit in der klinischen Erprobung befindet und weder in der europäischen Gemeinschaft noch in den USA kommerziell verfügbar ist. Das Cook TX2 Endovascular Graft ist in Europa, Australien und Neuseeland für die Behandlung thorakaler Aneurysmen und Dissektionen zugelassen.
