(openPR) Eine Tumorerkrankung wirft für Betroffene viele Fragen auf. Aus diesem Grunde führte die Patientenzeitschrift Krebsmagazin.de in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. in der Zeit von Herbst 2006 bis März 2007 eine Patientenbefragung durch, an der sich insgesamt 634 Patienten beteiligten. Prof. Dr. Wolfgang Wagner von Paracelsus Klinik Osnabrück und Herausgeber des Krebsmagazin stellte nun die ersten Ergebnisse der Befragung vor, die das gesamte „Erleben einer Prostatakrebserkrankung“ zum Gegenstand hatte.
97 % der Befragten gaben an, dass bei ihnen der PSA-Wert bestimmt wurde. Gefragt nach der Höhe ihres PSA-Wertes konnten hierzu 72 % konkrete Angaben machen. Knapp die Hälfte der Befragten kannte darüber hinaus den Gleason-Score. Beide Werte zusammen sind relevante Entscheidungsparameter für die Einleitung einer entsprechenden Therapie.
Da 85 % der Befragten angaben, ihre Diagnose von einem Urologen bekommen zu haben, wurde speziell das Aufklärungsgespräch der behandelnden Urologen untersucht. Mit der Schulnote von 2,6 können die Urologen generell gut zufrieden sein, wenn gleich sich bei der genaueren Analyse auch Optimierungsbedarf zeigt. 69 % sind mit der Beratungsqualität gut oder sehr gut zufrieden, 28 % jedoch nicht. Zwar äußern sich 52 % der Befragten zufrieden mit der Aufklärungstiefe, 39% jedoch nicht. Mit dem Einfühlungsvermögen sind 57 % zufrieden, 35 % jedoch nicht. 26 % bemängeln die Objektivität des aufklärenden Urologen, 62 % äußern sich hier jedoch positiv. 68 Prozent aller Patienten beurteilen die Verständlichkeit des Aufklärungsgespräches als Zufrieden stellend, 24 % geben an, Probleme mit der Verständlichkeit im Gespräch mit dem Arzt gehabt zu haben.
Im Nachhinein zeigten sich ¾ aller Befragten mit der Therapiewahl zufrieden. Zentraler Bestandteil der Studie war darüber hinaus neben dem Informationsverhalten von Betroffenen auch die Bereiche Nachsorge und erlebte therapiebedingte Nebenwirkungen. Im speziellen wurde das Thema Impotenz sowie die Inkontinenzraten im Zusammenhang mit der gewählten Therapie analysiert. Dabei zeigte sich, dass unabhängig von der medizinischen Notwendigkeit der gewählten Therapie, die Strahlentherapeutisch behandelten Patienten deutlich geringere Nebenwirkungsraten hatten.
Die Ergebnisse der Studie mit zahlreichen Grafiken und Abbildungen werden in der aktuellen Ausgabe des Krebsmagazins von Prof. Dr. Wolfgang Wagner, Ärztlicher Direktor der Paracelsus Klinik Osnabrück und Herausgeber der Patientenzeitschrift vorgestellt und sind auch im Internet unter www.krebsmagazin.de im Volltext kostenlos abrufbar.
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