17.03.2008 - 11:49 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Deutsche Adipositas-Gesellschaft für Werbeverbot von Junk-Food und Softdrinks bei Kindern und Jugendlichen
Pressemitteilung von: Adipositas-Gesellschaft
Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) steht hinter den Forderungen der Internationalen Adipositas-Gesellschaft (IASO) und des Weltverbraucherverbandes (CI) nach einem globalen und rechtlich verbindlichen Kodex für ein Werbeverbot von zu fetthaltigen, zu süßen und zu salzigen Lebensmitteln ("Junk Food") sowie von zuckerreichen alkoholfreien Getränken bei Kindern und Jugendlichen. "Alle Bemühungen von Eltern, Pädagogen und Kampagnen zur Gesundheitsförderung, die die Kinder für gesundes Essen begeistern wollen, werden unterlaufen durch ausgeklügelte Marketingstrategien für ungeeignete Lebensmittel, die sich direkt an die Zielgruppe Kind wenden", so Prof. Dr. med. Manfred James Müller, Präsident der DAG. Dabei stiegen die Zahlen übergewichtiger Kinder und Jugendlicher und die Kosten für die chronischen Folgekrankheiten von Übergewicht und starkem Übergewicht (Adipositas) weltweit massiv, auch in Deutschland. Für die auch im "Eckpunktepapier Ernährung und Bewegung" der Bundesregierung angestrebte Trendumkehr seien jetzt lösungsorientierte Ansätze gefragt, deren Wirksamkeit begleitend geprüft werden sollte, fuhr der Präsident fort. Die Herausforderung und den gesamtgesellschaftlichen Beitrag der Lebensmittelindustrie sehe er darin, mehr als bisher Teil der Lösung werden zu wollen und nicht mehr Teil des Problems zu sein, so Müller. Das Werbeverbot soll für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren von 6.00 Uhr morgens bis 21.00 Uhr abends in öffentlichen Räumen (z.B. Schulen, KIndergärten) und in den Medien (TV, Radio) gelten. In das Verbot eingeschlossen wären ebenfalls neue Medien (z.B. websites, Viedeospiele, Internetforen, SMS), die Abgabe von Gratisspielzeug und Sammelobjekten sowie die Werbung mit Prominenten und beliebten Zeichentrickfiguren. Nach Angaben von IOTF und CI stellt der Kodex das weltweit festzustellende Versagen der Lebensmittelindustrie zur Selbstregulierung im Marketing bloß. Vorschläge zur Selbstregulierung seien derzeit auf Europa und USA beschränkt, würden sich aber nur auf Kinder bis maximal 12 Jahren beziehen. Dies sei bei weitem nicht zielführend. IOTF und CI werden den Kodex ("International Code on Marketing of Food and Non-Alkoholic Beverages to Children") im Mai 2008 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Weltgesundheitsversammlung vorstellen. Die internationalen Adipositasexperten und Verbraucherschützer werden den nationalen Regierungen eine Übernahme des Kodex zur Umsetzung der WHO-"Strategie zur Bekämpfung von Übergewicht und ernährungsabhängigen Erkrankungen" empfehlen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG)
Geschäftsstelle
Waldklausenweg 20
81377 München
www.adipositas-gesellschaft.de
Kontakt:
Dr. Stefanie Gerlach
Mediensprecherin im Vorstand der DAG
Adipositas-Therapiezentrum
Allgemeines Krankenhaus Hagen gem. GmbH
Grünstr. 35, Haus 16
58095 Hagen
Tel./Fax: 02331/ 201-1023
e-mail:
Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG) versteht sich als Vereinigung von Wissenschaftlern und therapeutisch tätigen Experten, die sich dem Krankheitsbild Adipositas (starkes Übergewicht) widmen. Der gemeinnützige Verein hat sich vorrangig zum Ziel gesetzt, Forschung, wissenschaftliche Diskussion, Weiterbildung und wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Adipositas zu fördern sowie Konzepte und Leitlinien zur Prävention, Diagnose und Therapie der Adipositas zu entwickeln. Neben der Veranstaltung von Fachtagungen und der Herausgabe der Zeitschrift „AdipositasSpektrum“, engagiert sich die DAG berufspolitisch, forschungspolitisch und gesundheitspolitisch. Ein aktueller Tätigkeitsschwerpunkt der DAG ist es, die Politik und die Öffentlichkeit auf die „Public Health“-Aspekte der Adipositas hinzuweisen. Hierzu hat die DAG einen Nationalen Aktionsplan gegen Übergewicht entwickelt, der von der Bundesregierung 2007 im „Eckpunktepapier Ernährung und Bewegung“ aufgegriffen wurde und breite Unterstützung bei anderen Fachgesellschaften findet. Die DAG ist Mitglied der International Association for the Study of Obesity (IASO), der European Association for the Study of Obesity (EASO) sowie Mitgliedsgesellschaft der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG)
Geschäftsstelle
Waldklausenweg 20
81377 München
www.adipositas-gesellschaft.de
Kontakt:
Dr. Stefanie Gerlach
Mediensprecherin im Vorstand der DAG
Adipositas-Therapiezentrum
Allgemeines Krankenhaus Hagen gem. GmbH
Grünstr. 35, Haus 16
58095 Hagen
Tel./Fax: 02331/ 201-1023
e-mail:
Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG) versteht sich als Vereinigung von Wissenschaftlern und therapeutisch tätigen Experten, die sich dem Krankheitsbild Adipositas (starkes Übergewicht) widmen. Der gemeinnützige Verein hat sich vorrangig zum Ziel gesetzt, Forschung, wissenschaftliche Diskussion, Weiterbildung und wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Adipositas zu fördern sowie Konzepte und Leitlinien zur Prävention, Diagnose und Therapie der Adipositas zu entwickeln. Neben der Veranstaltung von Fachtagungen und der Herausgabe der Zeitschrift „AdipositasSpektrum“, engagiert sich die DAG berufspolitisch, forschungspolitisch und gesundheitspolitisch. Ein aktueller Tätigkeitsschwerpunkt der DAG ist es, die Politik und die Öffentlichkeit auf die „Public Health“-Aspekte der Adipositas hinzuweisen. Hierzu hat die DAG einen Nationalen Aktionsplan gegen Übergewicht entwickelt, der von der Bundesregierung 2007 im „Eckpunktepapier Ernährung und Bewegung“ aufgegriffen wurde und breite Unterstützung bei anderen Fachgesellschaften findet. Die DAG ist Mitglied der International Association for the Study of Obesity (IASO), der European Association for the Study of Obesity (EASO) sowie Mitgliedsgesellschaft der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).
News-ID: 196690 • Views: 5018
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© openPR 2011 | Impressum

