13.03.2008 - 12:19 - Gesundheit & Medizin

"Eine Kompetenz-Prothese": Krebsinformationsdienst für Ärzte in der Kritik

Pressemitteilung von: Dr. Kübler GmbH / PR Agentur: PresseDesk
München/Berlin - Anlässlich des 28. Deutschen Krebskongresses in Berlin verkündete der Leiter des Krebsinformationsdienstes, Dr. med. Hans-Joachim Gebest, die Gründung eines telefonischen Krebsinformationsdienstes für Ärzte (KIDmed). Dieser soll Ärzten Hilfestellung bei der Patientenbetreuung geben. Was sich zunächst nützlich und informativ anhört, stößt allerdings bei vielen Medizinern auf Kritik. Einer von ihnen ist der Münchner Krebsforscher Dr. Ulrich Kübler, der in dem Vorhaben des KID ein Placebo sieht. Grundlegende Änderungen an den Strukturen des Gesundheitswesens und der Krebsforschung, die derzeit eine fortschrittliche Behandlung von Krebs verhindern, seien durch dieses Vorhaben nicht zu erwarten.

„Ein solcher Beratungsdienst ist ohne die neuesten Erkenntnisse, unter anderem zur Rolle der Tumorstammzellen, die schon in frühen Stadien der Erkrankung eine Metastasierung hervorrufen, vollkommen unbrauchbar – und lediglich eine ärztliche Kompetenz-Prothese“, kritisiert der Experte. Die Krebsforschung müsse sich laut Dr. Kübler mehr auf die rechtzeitige Erfassung und Beeinflussung der molekularen Prozesse innerhalb der Tumorzellen konzentrieren. „Die Tumorstammzellen werden künftig Ziel und Instrument der Therapie sein. Für viele Krebsarten gilt es inzwischen als erwiesen, dass nicht der Primärtumor, sondern viel mehr die in der Blutbahn vorhandenen Tumorstammzellen den Patienten umbringen“, so Kübler.

Die jetzigen Forschungs- und Therapiemethoden tragen diesen Erkenntnissen allerdings kaum Rechnung. Die stetig zunehmende Komplexität an wissenschaftlichem Wissen zum Thema erhöhe die Gefahr, die eigentlich wichtigen Ergebnisse zu übersehen. „Schon jetzt kann der Wissenszuwachs innerhalb der Leitlinien nicht umgesetzt werden. Die deutschen Tumorzentren arbeiten daher zielsicher an einer spezifischen Therapie vorbei. Ein Krebsinformationsdienst kann hier auch nicht mehr weiterhelfen. Ein grundsätzliches Umdenken ist erforderlich“, fordert der Krebsforscher mit Nachdruck.

Und er geht sogar noch weiter: „Eine Heilung von Krebs wäre nach aktuellem wissenschaftlichen Stand möglich. Einzig und allein das gegenwärtige System der medizinischen Versorgung macht es unmöglich, dieser Volkskrankheit den Garaus zu machen.“

Weitere Informationen finden sich unter kueblergmbh.com beziehungsweise können per E-Mail an angefordert werden.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Presse-Kontakt:

Dr. Kübler GmbH
Siebertstraße 6
D-81675 München

PresseDesk
Tel.: 030 / 275 722 69
E-Mail:
Web: www.kueblergmbh.com

Über Dr. med. Ulrich Kübler:

Dr. med. Ulrich Kübler ist Onkologe. Er absolvierte sein Medizin-Studium – mit den Schwerpunkten Biochemie und Tumorimmunologie – an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Nach erfolgreicher Promotion zum Dr. med. 1977 betrieb Kübler umfassende Forschungsarbeiten in den Vereinigten Staaten. Heute leitet er die von ihm gegründete Dr. Kübler GmbH, ein privates Forschungsinstitut, das in der Lage ist, menschliche Tumorzellen zu gewinnen, aufzubewahren sowie dagegen Therapiestrategien zu entwickeln. Dr. Kübler ist Inhaber nationaler und internationaler Patente auf dem Gebiet der Medizin und Biotechnologie.

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