(openPR) Deutsche AIDS-Hilfe wirbt zum Internationalen Frauentag für mehr Prävention
Berlin (7. März 2008) – Anlässlich des Internationalen Frauentages (International Women's Day) am 8. März fordert die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH), Dachverband der Aidshilfen in Deutschland, die Gesellschaft, die Politik und die Medien dazu auf, das Thema „Frauen und Aids“ nicht weiter aus dem Blickwinkel zu verlieren. Der Anteil von Frauen bei HIV-Infizierten und Aids-Erkrankten steigt wieder an. Die DAH engagiert sich für einen besseren Schutz der Frauen vor HIV und andere sexuell übertragbare Erregern: Die „Bundesweite Arbeitsgruppe Frauenarbeit in Aidshilfe“ stellt daher am 8. März ihre Plakat- und Postkartenaktion vor, die sich gezielt an Frauen richtet und mehr Aufmerksamkeit für das wenig beachtete Thema Aids und Frauen bringen soll. Die Materialien beinhalten die wichtigsten Informationen und Kontaktadressen speziell für Frauen zum Thema HIV und Aids.
„Wir stellen leider immer häufiger fest, dass Frauen erst mit dem Auftreten einer schweren, durch das HI-Virus hervorgerufenen Erkrankung von ihrem Arzt auf HIV getestet werden“, erklärt Silke Klumb, Referentin für Frauen und Migration im DAH-Bundesverband in Berlin. „Auch viele Frauenärzte bieten Schwangereren keinen HIV-Test und keine Beratung zu diesem Thema an. Deshalb werden wir Frauen für das Thema HIV und Aids sensibilisieren und vor allem Hausärzte und Frauenärzte durch noch mehr Aufklärung stärker in die Prävention einbeziehen. Seit der Veränderung der Mutterschaftsrichtlinien Ende 2007 sollen Frauenärztinnen und Frauenärzte bei Schwangeren eine HIV-Testberatung durchführen und ihnen einen HIV-Test anbieten. Dafür müssen Frauenärzte aber fortgebildet werden.“ Rechtzeitig erkannt und gut behandelt kann der Ausbruch der Krankheit Aids verhindert und die Ansteckungsgefahr für andere – sowohl die Sexualpartner als auch das Baby – deutlich reduziert werden.
Am 8. März und an den Folgetagen finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen zum Thema „Frauen und Aids“ statt. Dazu erklärt Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón, Bundesgeschäftsführer der Deutschen AIDS-Hilfe: „Viele vergessen, dass auch Frauen von HIV und Aids betroffen und bedroht sind. Wir engagieren uns daher für einen verbesserten Schutz von Frauen vor der Immunschwächekrankheit Aids. Zudem bedrohen Gewalt und Diskriminierung noch immer weltweit Gesundheit und Wohlergehen von Mädchen und Frauen. Gewalt ist die Hauptursache für viele Gesundheitsprobleme, einschließlich einer erhöhten Anfälligkeit für sexuell übertragbare Krankheiten, HIV und Aids oder ungeplante Schwangerschaften. Daher setzen wir uns gegen Gewalt und für den Zugang von Frauen zu Informationen und zu Verhütung ein.“ Die DAH stellt sich auch weiterhin ihrer internationalen Verantwortung bei der Bekämpfung von HIV und Aids. So wird die DAH zum Beispiel das Bundesgesundheitsministerium bei unterschiedlichen Kooperationsprojekten in Osteuropa unterstützen.














