(openPR) DÜSSELDORF (MedCon) – In der Debatte um die HPV-Impfung standen jetzt bei GYN-TV, dem ersten gynäkologischen Kongressfernsehprogramm, Experten Rede und Antwort. Anlass war der diesjährige Fortbildungskongresses der Frauenärztlichen Bundesakademie in Düsseldorf.
Die Impfung ist wichtig, um nicht nur den Gebärmutterhalskrebs, sondern auch schon seine Vorstufen zu verhindern, lautet das Fazit von Privatdozentin Dr. Monika Hampl, Leiterin der Dysplasie-Sprechstunde an der Uniklinik Düsseldorf. Experten sprechen von der sogenannten Primärprävention.
Denn muss erstmal operiert werden, kann das für junge Frauen mit Gebärmutterhalskrebs bedeuten, dass sie keine Kinder mehr bekommen können, und für jene mit schweren Vorstufen, dass bei Schwangerschaft und Geburt das Risiko für Komplikationen steigt.
Dr. Hampl beantwortet als Expertin auf dem Informationsportal http://forum.hpvinfo.de Fragen interessierter Frauen und Mädchen rund um die HPV-Impfung.
Hingegen machte Kongresspräsident Dr. Werner Harlfinger gegenüber GYN-TV vor allem seinem Ärger Luft über die Art und Weise, in der die Debatte um die HPV-Impfung in den Medien geführt wird.
Dr. Harlfinger befürchtet, dass durch die nicht sehr sorgfältige Berichterstattung zu den zwei Todesfällen, die in zeitlichem Zusammenhang mit einer HPV-Impfung auftraten, falsche Ängste bei jungen Frauen geschürt werden können.
„Stellen Sie sich vor, Sie haben da eine junge Frau von 13 bis 15 Jahren, die ist geimpft und erfährt jetzt in der Presse, dass es gefährlich ist“, machte Dr. Harlfinger deutlich. „Da ist ja im Grunde genommen fachlich nichts dran.“ Auch ohne Impfung treten unter jungen Menschen Todesfälle auf, deren Ursache ungeklärt bleibt.
Die Journalisten „haben eine Riesenverantwortung, die sie in meinen Augen nicht wahrnehmen, denn sachlich und fachlich kann man die Impfung auf keinen Fall verantwortlich für die Todesfälle machen“, unterstrich der Experte.
Die im Rahmen der GYN-TV Sendung vom 29. Februar geführten Interviews können unter www.gyn.net jederzeit frei abgerufen werden.









