26.02.2008 - 07:38 - Gesundheit & Medizin

Ambulante Pflegedienste fürchten Konkurrenz

Pressemitteilung von: IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth
Bild im Großformat
Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth
Das Ministerium für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt informierte erst kürzlich in Magdeburg über das Modellprojekt „mobile Praxisassistentin“. Ziel des seit Dezember 2007 laufenden Projekt ist es u.a., die medizinische Versorgung insbesondere im ländlichen Raum zu verbessern. Im Rahmen des Modellvorhabens kommen mobile Krankenschwestern in verschiedenen Regionen Sachsen-Anhalts zum Einsatz und hiergegen regt sich nunmehr weiterer Widerstand.

„Mobile Praxisassistentinnen leisten nichts, was professionelle Pflegedienste nicht bereits heute leisten bzw. bei Vergütung leisten könnten“, erklärt Gisela Gerling-Koehler, Leiterin der Geschäftsstelle Magdeburg des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB). „Durch die Einführung mobiler Praxisassistentinnen werden funktionierende Strukturen in der pflegerischen Versorgung zerstört“, warnt Gerling-Koehler. Außerdem entstehe mit dem Modellprojekt eine staatlich geförderte Konkurrenz zu etablierten Pflegediensten (Quelle: VDAB Pressemitteilung v. 21.02.08).

Neben dem Verteilungskampf zwischen den Ärzten und den nichtärztlichen Heilberufen bei der Frage nach der Neuordnung der Gesundheitsberufe und damit dem Aufgabenspektrum erscheint es eine logische Konsequenz zu sein, dass nunmehr die eingeführten Pflegedienste um ihre „Erbhöfe“ fürchten. Bemerkenswert ist, dass diese auf die funktionierenden Strukturen in der pflegerischen Versorgung hinweisen und davor warnen, dass gleichsam eine Konkurrenzsituation entstehen werde. Ob dem tatsächlich so ist, kann durchaus bezweifelt werden, denn in erster Linie geht es um die langjährigen Patienten der Hausärzte, die dann in der Folge durch Personal des Arztes resp. der Ärztin betreut werden.

Lutz Barth

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

IQB - Lutz Barth
Debstedter Str. 107, 27607 Langen
Tel. 04743 / 278 001
Internetportal: www.iqb-info.de
E-Mail:

Das Internetportal rund um das Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht. Wir möchten mit unserer Webpräsenz einen Beitrag nicht nur zum Recht leisten, sondern auch gelegentlich kritisch zu den Themen unserer Zeit Position beziehen. Es geht nicht immer um die "ganz herrschende Meinung und Lehre", denn auch diese ist weitestgehend eine Illusion und Ausdruck verschiedenster Interessen - auch und gerade im Recht!

News-ID: 191469 • Views: 1264

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr