25.02.2008 - 12:15 - Politik, Recht & Gesellschaft

Wien braucht dringend ElementarpädagogInnen - Bildungsoffensive notwendig

Pressemitteilung von: Plattform EduCare
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Die Plattform EduCare begrüßt die Aussendungen des „SPÖ-Klub Rathaus“ vom 22. Februar 2008, in denen sich Frau Vizebürgermeisterin Laska als zuständige Stadträtin den Aussagen der Plattform mit der Feststellung anschließt, dass im Hinblick auf den bundesweit geplanten Ausbau an Krippen- und Kindergartenplätzen neue Wege eingeschlagen werden müssen um dem gestiegenen Personalbedarf Rechnung zu tragen.

Die Forderung der Bildungsstadträtin: "Individuell zugeschnittene Ausbildungsmodelle sollen Zielgruppen ansprechen, die bis dato nicht erreicht wurden, wie beispielsweise WiedereinsteigerInnen, AssistentInnen mit Wunsch nach Höherqualifizierung oder MigrantInnen mit sehr guten Deutschkenntnissen sowie arbeitslose AkademikerInnen mit sozialpädagogischem Hintergrund" entspricht voll und ganz auch den Vorstellungen der von der Plattform EduCare vertretenen TrägerInneneinrichtungen, Institutionen und PädagogInnen.

Die von der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik der Stadt Wien - neben der derzeitigen 5-jährigen Ausbildung mit Matura und einem 4-semestrigen Kolleg in Tagesform – angebotenen drei weiteren Modelle entsprechen von der Grundkonzeption her den Vorschlägen und Forderungen der Plattform EduCare.

Diese haben jedoch gegenüber dem von der Plattform vorgeschlagenen Modell den Nachteil, dass damit Anrechnung auf eine zukünftige tertiäre Ausbildung durch die modulare, in ECTS bewertete, Organisation nicht gewährleistet ist.

Überdies ist anzumerken, dass es in Wien weitere private wie bundeseigene Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik gibt, die – ebenso wie die BAKIP der Gemeinde Wien - die Forderungen der Plattform EduCare nach Modularisierung und Kooperation mit den Pädagogischen Hochschulen erfüllen könnten.

Die Bereitschaft der Pädagogischen Hochschulen im Großraum Wien zur entsprechenden Kooperation ist jedenfalls gegeben – es ist bedauerlich, dass diese Möglichkeit der Zusammenarbeit seitens des größten Trägers von Kindergarteneinrichtungen Wiens nicht genutzt wird.

Besonders zu begrüßen ist, dass sich nun das AMS offensichtlich doch durchringen konnte, den von der Plattform EduCare in einem Schreiben an den Herrn Bundesminister Dr. Bartenstein und die Geschäftsführung des AMS anlässlich der Pressekonferenz vorgeschlagenen finanziellen Unterstützmaßnahmen zuzustimmen.

Damit wird die Höherqualifizierung für wichtige Zielgruppen attraktiver oder überhaupt erst finanziell ermöglicht und dem gestiegenen Bedarf nach pädagogischem Personal für den Elementarbildungsbereich Rechnung getragen.

Eine Lösung des Personalmangels wird aber erst herbeigeführt werden können, wenn die Rahmenbedingungen in den Kindergärten den Erfordernissen – wie diese im Forderungskatalog der Plattform EduCare angeführt sind – angeglichen werden und wohl auch eine bessere Bezahlung für die Fachkräfte ins Auge gefasst wird.

Insgesamt wäre es im Sinn aller Eltern und Kinder geboten, den drängenden Erfordernissen entsprechend, eine gemeinsame Vorgehensweise aller Wiener TrägerInnen-Einrichtungen zu finden. Einerseits würde so den kurzfristigen Notwendigkeiten Rechnung getragen und andererseits würde damit ein erster zukunftsweisender Schritt zur Tertiärisierung der Ausbildung der KindergartenpädagogInnen gesetzt: wodurch verhindert wird, dass die Entscheidung für den Beruf der/des Kindergarten- und Hortpädagogin/en in die berufliche Sackgasse führt.
Weiterführende Informationen:
• SPÖ-Bildungsprogramm: www.spoe.at/bilder/d251/bildung_web.pdf
• Plattform-Vorschläge zur Ausbildungsinitiative: www.plattform-educare.org/Pressekonferenz%2009.01.2008.htm
• Plattform-Vorschläge für ein Bundesrahmengesetz: www.plattform-educare.org/bundesrahmengesetz.htm
• Position der Plattform zur Ausbildung: www.plattform-educare.org/positionspapier_ausbildung.htm
• Plattform-Vorschläge für die Tertiärisierung der Ausbildung: www.plattform-educare.org/Ausbildung.htm
• Derzeitige Angebote der Pädagogischen Hochschulen: www.plattform-educare.org/Hochschulen.htm
• Kindergarten als Bildungseinrichtung: www.plattform-educare.org/kindergarten_als_bildungseinric...
• Rechtsanspruch auf einen Bildungs- und Betreuungsplatz: www.plattform-educare.org/Bildungs-%20und%20Betreuungspla...
• Studie “Early Child Care and Youth Development”: secc.rti.org/
• Mitglieder der Plattform EduCare: www.plattform-educare.org/mitglieder.htm

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Kontakt:
Plattform EduCare
Die Plattform zur Anhebung des Stellenwertes des elementaren und außerschulischen Bildungsbereiches
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A-1110 Wien

Internet: www.Plattform-EduCare.org
E-Mail:

Kontaktpersonen:
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Die Plattform EduCare ist eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen, Interessengemeinschaften und TrägerInnenorganisationen aus dem Bildungsbereich sowie von Pädagoginnen und Pädagogen.

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Die "Mitglieder" sehen sich nicht als einheitlicher "Verein", sondern als ein Forum, das an gemeinsamen Positionen arbeitet und gemeinsame Statements veröffentlicht: mehrheitlich, einheitlich oder aber gegebenenfalls auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein oder mehrere "Mitglieder" einen Standpunkt auch nicht mittragen kann/können.

Die Plattform EduCare ist – soweit dies in ihrem Einflussbereich liegt - bemüht, Entscheidungsträger/innen, Fortbildungsreferenten/innen und Experten/innen zu vernetzen und so die partnerschaftliche Behandlung von Fragestellungen zu ermöglichen bzw. zur Entwicklung von Umsetzungsstrategien, die allen Beteiligten gerecht werden, beizutragen.
Die Plattform EduCare hat sich zum Ziel gesetzt, aktive Bewusstseinsbildung zur Anhebung des Stellenwertes des elementaren und außerschulischen Bildungsbereiches zu betreiben. Die aktive Zusammenarbeit mit EntscheidungsträgerInnen in Wissenschaft und Forschung, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Medien ist uns daher ein besonderes Anliegen.

Wir meinen, dass Bildung nicht erst in der Schule, sondern bereits mit der Geburt beginnt – deshalb setzen wir uns auch für die Anerkennung der vorschulischen Einrichtungen als Elementarbildungseinrichtungen ein.

Die Plattform EduCare vernetzt zu diesem Zweck Interessierte und Betroffene, fördert den Gedankenaustausch von Organisationen und Institutionen, führt Erfahrungen von PädagogInnen und Eltern, Müttern und Vätern zusammen, sammelt Ideen und bündelt die Kräfte der Mitglieder,
verwertet das theoretische und praktische Wissen der Mitglieder für Projekte und Kooperationen, formuliert Standpunkte und entwickelt Forderungen, entwickelt Projekte, gibt Informationen, erstellt einschlägige Gesetzesentwürfe, betreibt Lobbying zur Bewusstseinsbildung und versucht, die Intentionen der Interessensvereinigung durchzusetzen

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