22.02.2008 - 06:24 - Kunst & Kultur
Matthias Leupold-Die Schönheit der Frauen; Leupolds Gartenlaube, Fotoausstellung in Leipzig bis 23. März 2008
Pressemitteilung von: Kamera- und Fotomuseum Leipzig / PR Agentur: btk-FH
Das Leipziger Kamera- und Fotomuseum zeigt die beiden thematischen Fotoserien
"Leupolds Gartenlaube" (1994) und "Die Schönheit der Frauen" (1995),
in denen historische Fotostrecken ironisch re-inszeniert werden. Beide Reihen
reflektieren das Frauenbild der bürgerlichen Gesellschaft der Wilhelminischen
Ära zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
"Leupolds Gartenlaube" referiert Fotografien aus der gleichnamigen
Frauenzeitschrift, die kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges weit verbreitet
war. In ihren Bildserien entwirft "Die Gartenlaube" einen Frauentyp, der
sich perfekt in das konservative Weltbild der Spätwilhelminischen Zeit
einfügt. Daneben stehen unverhohlene Forderungen wie "Ideal ist, wenn man
auch so sein möchte". Über das Mittel der Zeitversetzung führt uns
Leupolds fotografische Arbeit zahlreiche Parallelen zum Frauenbild der
Gegenwart vor Augen.
"Die Schönheit der Frauen" ist ein Bildband von Dr.Paul Hirth und Eduard
Daelen, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland und Frankreich hohe
Auflagen erzielen konnte. Als Lehrbuch für angehende Kunsthandwerker
kaschiert, konnte er die Zensur umgehen, obwohl er zahlreiche Aktfotos
enthält. Leupolds augenzwinkerndes Aufgreifen dieser Genrebilder führt den
verbreiteten Glauben an ein allgemein gültiges Schönheitsideal ad absurdum.
"Indem Leupold die historischen Bildmuster ironisch bricht, entstellt er sie
zur Kenntlichkeit" , schreibt T.O. Immisch, Kustos für Fotografie der
Stiftung Moritzburg, Halle. Die beiden Bildfolgen wurden dem Museum von dieser
Stiftung freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Matthias Leupold ist Inhaber einer Professur für künstlerische Fotografie und digitale Bildmedien in Berlin.
Das Kamera- und Fotomuseum in der Gottschalkstraße 9, Leipzig-Mölkau, zeigt
die Ausstellung noch bis zum 23. März 2008. Es ist mittwochs, samstags und
sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Kamera- und Fotomuseum Gottschalkstr. 9, 04316 Leipzig www.fotomuseum.eu

Das Kamera- und Fotomuseum ist ein Sammlungs- und Ausstellungsort in Leipzig.
- der Fotograf und Kamerahistoriker Peter Langner trug in 20jähriger Sammlertätigkeit etwa 600 historische Kameras,
Zubehör und historische Fotografien zusammen
- Peter Langner organisierte große Ausstellungen zur Geschichte der Fotografie, 1983 in Leipzig, 1989 in Berlin und Paris
- diese Ausstellungen waren Besuchermagneten und ermutigten Peter Langner und seine Frau Kerstin Langner, ein Fotomuseum zu gründen
- am 19. August 1989, zum 150jährigen Jubiläum der Fotografie, wurde das Museum eröffnet
- im Herbst 1994 eröffneten Kerstin Langner und Andreas J. Mueller erneut das Kamera- und Fotomuseum mit einem neuen Konzept
- das Museum wird seither öffentlich und durch private Sponsoren unterstützt
- 1996 gründete sich ein Förderverein
- seit der Wiedereröffnung fanden 27 Sonderausstellungen in der Galerie des Museums statt
- rund 80 000 Besucher konnten bisher gezählt werden.
- seit 1994 wurden 3 weitere Räume ausgebaut und eingerichtet, u.a. eine historische Dunkelkammer
- rund 50 Sonderausstellungen aus eigenen Beständen zeigte das Museum in anderen Häusern (z.B. Leipziger Messe,
Handwerkskammer, Erfurt, Köln, Gemeindeamt Mölkau).
"Leupolds Gartenlaube" (1994) und "Die Schönheit der Frauen" (1995),
in denen historische Fotostrecken ironisch re-inszeniert werden. Beide Reihen
reflektieren das Frauenbild der bürgerlichen Gesellschaft der Wilhelminischen
Ära zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
"Leupolds Gartenlaube" referiert Fotografien aus der gleichnamigen
Frauenzeitschrift, die kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges weit verbreitet
war. In ihren Bildserien entwirft "Die Gartenlaube" einen Frauentyp, der
sich perfekt in das konservative Weltbild der Spätwilhelminischen Zeit
einfügt. Daneben stehen unverhohlene Forderungen wie "Ideal ist, wenn man
auch so sein möchte". Über das Mittel der Zeitversetzung führt uns
Gegenwart vor Augen.
"Die Schönheit der Frauen" ist ein Bildband von Dr.Paul Hirth und Eduard
Daelen, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland und Frankreich hohe
Auflagen erzielen konnte. Als Lehrbuch für angehende Kunsthandwerker
kaschiert, konnte er die Zensur umgehen, obwohl er zahlreiche Aktfotos
enthält. Leupolds augenzwinkerndes Aufgreifen dieser Genrebilder führt den
verbreiteten Glauben an ein allgemein gültiges Schönheitsideal ad absurdum.
"Indem Leupold die historischen Bildmuster ironisch bricht, entstellt er sie
zur Kenntlichkeit" , schreibt T.O. Immisch, Kustos für Fotografie der
Stiftung Moritzburg, Halle. Die beiden Bildfolgen wurden dem Museum von dieser
Stiftung freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Matthias Leupold ist Inhaber einer Professur für künstlerische Fotografie und digitale Bildmedien in Berlin.
Das Kamera- und Fotomuseum in der Gottschalkstraße 9, Leipzig-Mölkau, zeigt
die Ausstellung noch bis zum 23. März 2008. Es ist mittwochs, samstags und
sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Kamera- und Fotomuseum Gottschalkstr. 9, 04316 Leipzig www.fotomuseum.eu
Das Kamera- und Fotomuseum ist ein Sammlungs- und Ausstellungsort in Leipzig.
- der Fotograf und Kamerahistoriker Peter Langner trug in 20jähriger Sammlertätigkeit etwa 600 historische Kameras,
Zubehör und historische Fotografien zusammen
- Peter Langner organisierte große Ausstellungen zur Geschichte der Fotografie, 1983 in Leipzig, 1989 in Berlin und Paris
- diese Ausstellungen waren Besuchermagneten und ermutigten Peter Langner und seine Frau Kerstin Langner, ein Fotomuseum zu gründen
- am 19. August 1989, zum 150jährigen Jubiläum der Fotografie, wurde das Museum eröffnet
- im Herbst 1994 eröffneten Kerstin Langner und Andreas J. Mueller erneut das Kamera- und Fotomuseum mit einem neuen Konzept
- das Museum wird seither öffentlich und durch private Sponsoren unterstützt
- 1996 gründete sich ein Förderverein
- seit der Wiedereröffnung fanden 27 Sonderausstellungen in der Galerie des Museums statt
- rund 80 000 Besucher konnten bisher gezählt werden.
- seit 1994 wurden 3 weitere Räume ausgebaut und eingerichtet, u.a. eine historische Dunkelkammer
- rund 50 Sonderausstellungen aus eigenen Beständen zeigte das Museum in anderen Häusern (z.B. Leipziger Messe,
Handwerkskammer, Erfurt, Köln, Gemeindeamt Mölkau).
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