19.02.2008 - 13:17 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Malaysia/SR Vietnam - Ausbeutung und Misshandlung durch Textilgiganten Esquel
Pressemitteilung von: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) / PR Agentur: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Boat People SOS und IGFM starteten Kampagne gegen Menschenhandel in Malaysia
Penang – Frankfurt am Main (19. Februar 2008) – In einer gemeinsamen Erklärung machen heute die in den USA ansässigen Boat People SOS (BPSOS) und die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf die Ausbeutung und Misshandlung von vietnamesischen Arbeitern durch die malaysische Firma Esquel Malaysia SDN Bhd aufmerksam. Esquel Malaysia SDN Bhd ist eine Tochtergesellschaft des in Hongkong ansässigen Textilgiganten Esquel Enterprise Ltd. . Esquel beliefert viele namhafte Markenkleiderhersteller. In einem Brief an den malaysischen Botschafter in Deutschland, Bin Sulong Zakaria, weist die IGFM darauf hin, dass Esquel SDN Bhd in grober Weise das malaysische Gesetz gegen Menschenhandel (Act 670) verletzt hat, und bat ihn um Hilfe.
Die Esquel Malaysia SDN Bhd hatte 2007 rund 1.300 vietnamesische Vertragsarbeiter eingestellt. Der dreijährige Vertrag versprach ihnen Trainingsprogramme und eine landestypische Entlohnung von umgerechnet 167 Euro monatlich. In Wirklichkeit bekamen die Arbeiter jedoch eine viel geringere Lohnzahlung. In mehreren nachgewiesenen Fällen kaum mehr als 4 Euro im Monat.
Einige vietnamesische Arbeiter, die sich bei Esquel Malaysia SDN Bhd über diesen Vertragsbruch beschwert hatten, wurden mitten in der Nacht abgeführt, auf dem Firmengelände festgehalten und einige Stunden später nach Vietnam abgeschoben. Bislang sind insgesamt mehr als 300 vietnamesische Vertragsarbeiter auf diese Weise nach Vietnam abgeschoben worden. Zu Hause erwartet sie ein hoher Schuldenberg wegen des Geldes, das sie für die Bezahlung der Gebühren bei den Vermittlungsagenturen geliehen hatten. Die verbliebenen Arbeiter in Malaysia leben in ständiger Angst.
BPSOS und IGFM unterstützen einen malaysischen Rechtsanwalt in Penang, der nun ein Verfahren gegen Esquel Malaysia SDN Bhd eingeleitet und Beschwerde bei der malaysischen Abteilung für Industrielle Beziehungen gegen die unrechtmäßige Entlassung eingereicht hat.
Karl Hafen, Geschäftsführer der IGFM, erklärt: "Die Konsumenten in der Welt müssen wissen, wie bestimmte Markenbekleidung produziert wird. Sklaverei im 21. Jahrhundert darf nicht geduldet werden". Dr. Nguyen Dinh Thang, Executive Director von BPSOS, fügte hinzu: "Wir werden Verbraucher, Medien und Regierungen mobilisieren, um Druck auf Esquel auszuüben. Esquell muss ihre Abmachungen und Versprechen in den Verträgen einhalten, die Arbeiter entschädigen und die wieder einstellen, die zu Unrecht entlassen sind".
Esquel beschäftigt rund 43.000 Arbeiter in 16 Firmen in acht Ländern, darunter Malaysia, China, Vietnam, die Philippinen, die Malediven, Mauritius und Sri Lanka. Jährlich produziert Esquel über sechzig Millionen Hemden für Hersteller von Markenbekleidung wie z.B. Abercrombie & Fitch, Banana Republic, Brooks Brothers, Burberry, Esprit, Gant, Hugo Boss, JCPenney, Lacoste, Marks & Spencer, Nike, Nordstrom Polo Ralph Lauren und Tommy Hilfiger.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
IGFM - Deutsche Sektion e.V.
Borsigallee 9, D - 60388 Frankfurt/Main
Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33
eMail:
www.igfm.de
www.menschenrechte.de
Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
Penang – Frankfurt am Main (19. Februar 2008) – In einer gemeinsamen Erklärung machen heute die in den USA ansässigen Boat People SOS (BPSOS) und die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf die Ausbeutung und Misshandlung von vietnamesischen Arbeitern durch die malaysische Firma Esquel Malaysia SDN Bhd aufmerksam. Esquel Malaysia SDN Bhd ist eine Tochtergesellschaft des in Hongkong ansässigen Textilgiganten Esquel Enterprise Ltd. . Esquel beliefert viele namhafte Markenkleiderhersteller. In einem Brief an den malaysischen Botschafter in Deutschland, Bin Sulong Zakaria, weist die IGFM darauf hin, dass Esquel SDN Bhd in grober Weise das malaysische Gesetz gegen Menschenhandel (Act 670) verletzt hat, und bat ihn um Hilfe.
Die Esquel Malaysia SDN Bhd hatte 2007 rund 1.300 vietnamesische Vertragsarbeiter eingestellt. Der dreijährige Vertrag versprach ihnen Trainingsprogramme und eine landestypische Entlohnung von umgerechnet 167 Euro monatlich. In Wirklichkeit bekamen die Arbeiter jedoch eine viel geringere Lohnzahlung. In mehreren nachgewiesenen Fällen kaum mehr als 4 Euro im Monat.
Einige vietnamesische Arbeiter, die sich bei Esquel Malaysia SDN Bhd über diesen Vertragsbruch beschwert hatten, wurden mitten in der Nacht abgeführt, auf dem Firmengelände festgehalten und einige Stunden später nach Vietnam abgeschoben. Bislang sind insgesamt mehr als 300 vietnamesische Vertragsarbeiter auf diese Weise nach Vietnam abgeschoben worden. Zu Hause erwartet sie ein hoher Schuldenberg wegen des Geldes, das sie für die Bezahlung der Gebühren bei den Vermittlungsagenturen geliehen hatten. Die verbliebenen Arbeiter in Malaysia leben in ständiger Angst.
BPSOS und IGFM unterstützen einen malaysischen Rechtsanwalt in Penang, der nun ein Verfahren gegen Esquel Malaysia SDN Bhd eingeleitet und Beschwerde bei der malaysischen Abteilung für Industrielle Beziehungen gegen die unrechtmäßige Entlassung eingereicht hat.
Karl Hafen, Geschäftsführer der IGFM, erklärt: "Die Konsumenten in der Welt müssen wissen, wie bestimmte Markenbekleidung produziert wird. Sklaverei im 21. Jahrhundert darf nicht geduldet werden". Dr. Nguyen Dinh Thang, Executive Director von BPSOS, fügte hinzu: "Wir werden Verbraucher, Medien und Regierungen mobilisieren, um Druck auf Esquel auszuüben. Esquell muss ihre Abmachungen und Versprechen in den Verträgen einhalten, die Arbeiter entschädigen und die wieder einstellen, die zu Unrecht entlassen sind".
Esquel beschäftigt rund 43.000 Arbeiter in 16 Firmen in acht Ländern, darunter Malaysia, China, Vietnam, die Philippinen, die Malediven, Mauritius und Sri Lanka. Jährlich produziert Esquel über sechzig Millionen Hemden für Hersteller von Markenbekleidung wie z.B. Abercrombie & Fitch, Banana Republic, Brooks Brothers, Burberry, Esprit, Gant, Hugo Boss, JCPenney, Lacoste, Marks & Spencer, Nike, Nordstrom Polo Ralph Lauren und Tommy Hilfiger.
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