17.02.2008 - 20:23 - Gesundheit & Medizin
Weinbergschnecken brechen das Fasten nicht
Pressemitteilung von: Rottaler SchneckenfarmPR Agentur: Pressebüro König

Weinbergschnecken brechen das Fasten nicht, sagt Züchter Heinz Hohenthanner von der Rottaler Schneckenfarm
Die Fastenzeit wird traditionell am Aschermittwoch mit dem Fischessen begonnen. Dadurch soll symbolisch der Abschied vom Fleisch in der Fastenzeit verdeutlicht werden. Fleisch hatte und hat auf dem Speiseplan während der Fastenzeit nichts zu suchen. Das zarte Fleisch der helix pomatia ist der ideale Fleischersatz. „Weinbergschnecken brechen das Fasten nicht“, sagt Heinz Hohenthaner. Nicht nur in der Fastenzeit ist das zarte Fleisch der Kriechtiere begehrt. Klassisch werden die Weinbergschnecken im eigenen Gehäuse gratiniert mit Kräuterbutter, als Spieß gegrillt oder als Pastete zum Brotaufstrich verwendet.
Im Mai 2006 wurden 14.000 Weinbergschnecken in seine Zuchtanlage aufgenommen. Hohenthaner schätzt die Schar der Schnecken auf seiner Farm auf rund eine Million Stück. Jede der 14.000 Zuchtschnecken hat in den zwei Vorjahren etwa 50 Eier gelegt. "Nur die Alttiere haben die Schlachtreife von etwa 15 Gramm", so Hohenthaner. Vor dem Verzehr werden die Schnecken auf der Zuchtanlage durch mehrtägiges Fasten gereinigt, bis ihr Darm leer ist. In kochendem Wasser werden sie getötet, gereinigt und verarbeitet oder gefroren. Zum Verzehr ist nur der Fuß geeignet, Kopf und Eingeweide werden entfernt. Die im Winter mit einer Kalkschicht eingedeckelten Schnecken seien ideal konserviert, sagt der Züchter.
Schnecken dienen wie Muscheln schon seit der Jungsteinzeit als Nahrungsmittel. Schon die alten Römer waren, wie überliefert ist, versessen auf diese Leckerbissen. Seit der Antike werden sie in Frankreich und Italien gesammelt. In Europa werden nach Expertenschätzung jährlich rund 100.000 Tonnen (eine Tonne entspricht 50.000 Tieren), in Deutschland rund 7.000 Tonnen verzehrt. Heute kommen sie vor allem aus dem französischen Burgund, aus Italien oder der Schweiz.
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