17.02.2008 - 11:34 - Kunst & Kultur
Berlinale - Der 12. Femina-Film-Preis wurde verliehen
Pressemitteilung von: movin' queer berlin / PR Agentur: movin' queer berlin
Jury Adriana Altaras, Bettina Böhler, Ann-Kristin Reyels und Verbandsvorsitzende Silvana Abbrescia-Rath mit Preisträgerin Maria Gruber nach der Preisverleihung in Berlin
Der Preis geht an Maria Gruber für die Ausstattung in dem Film „Revanche“ von Götz Spielmann aus der Reihe Panorama.
Begründung:
„Die Genauigkeit der Ausstattung von Maria Gruber hat die Jury überzeugt.
Ihre Räume machen in subtiler Weise den Charakter der Figuren sichtbar, dienen also der Geschichte und verschmelzen mit den Kostümen zu einem Ganzen.
Die Ausstattung ist besonders, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Sie ist gleichzeitig überraschend und wahrhaftig und verzichtet auf Klischees.
So entstehen Orte, die in Erinnerung bleiben.“
Dieses Jahr hat die Jury entschieden, zum ersten Mal auch eine lobende Erwähnung auszusprechen, und zwar für das Kostüm von Isabelle Baumgartner in dem Film „Teenage Angst“ von Thomas Stuber aus der Reihe Perspektive deutsches Kino.
Ziel des Femina-Film-Preises ist es, die Bedeutung der künstlerischen Arbeit der mitwirkenden Frauen für das Gesamtresultat eines Filmes hervorzuheben.
Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Er ist der einzige Preis im deutschen Filmbereich, der nicht von einem Ministerium, einer Institution oder einer Industrie bezahlt wird. Die Dotierung des Preises und die Organisationskosten werden allein durch den Verband der Filmarbeiterinnen getragen.
Der Verband der Filmarbeiterinnen wurde im Herbst 1979 in Berlin als überregionale Institution, die die Interessen Film schaffender Frauen vertritt, gegründet.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Dagmar Trüpschuch
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www.verbandderFilmarbeiterinnen.de
Der Verband der Filmarbeiterinnen e.V. ist ein überregionaler Verband, der die Interessen filmschaffender Frauen vertritt.
Seine Aufgabe ist es, durch Förderung von Geschlechterparität in den audiovisuellen Medien und durch ehrenamtliche Interessenvertretung in öffentlichen Institutionen
die Pflege der Filmkultur zu gewährleisten.
Er wurde im Herbst 1979 in Berlin gegründet. Anlaß war die "Hamburger Erklärung der deutschen Filmemacher", die von den Frauen um Forderungen wie 50% aller Mittel für Filme von Frauen, 50% aller Arbeits-, Ausbildungs- und Gremienplätze und Förderung von Verleih, Vertrieb und Abspielstätte für Filme von Frauen erweitert wurde.
Mitglieder des Verbandes wurden im Lauf der Zeit Frauen aus den verschiedensten Bereichen der Filmbranche: Regisseurinnen, Produzentinnen, Verleiherinnen, Kamera- und Tonfrauen, Cutterinnen, Szenenbilderinnen, Filmwissenschaftlerinnen, Schauspielerinnen, Filmstudentinnen usw..
Der Verband der Filmarbeiterinnen gehört zu den Gründungsmitgliedern des "Bundesverbands Film", iniziierte und unterstützte viele filmpolitische Aktivitäten wie z.B. die Kampagne im Zuge der Novellierung des Filmförderungsgesetzes.
1984 verlegte der Verband seinen Hauptsitz nach Köln. Dort startete er eine Verfassungsklage gegen die Diskriminierung von Frauen, um damit die Forderung nach paritätischer Besetzung der Gremien durchzusetzen.
Seit 1992 hat der Verband der Filmarbeiterinnen seinen Hauptsitz wieder in Berlin.
Als juristische Person kann der Verband ein Dach für Projekte von Gruppen oder Einzelnen anbieten. Der Verband versteht sich als Rahmen, der den Mitgliedern Initiativen und Aktivitäten aller Art ermöglichen soll; jedes Mitglied kann im Namen des Verbandes satzungsgemäße Projekte vorschlagen und durchführen. In seinen Rundbriefen (ca. 4-5 im Jahr) verteilt er die Informationen, die er von den verschiedensten Quellen bekommen hat (öffentlichen und privaten Institutionen, Verbandsmitgliedern usw.).
Seit 1996 vergibt der Verband jährlich den "Femina-Film-Preis" an Filmtechnikerinnen aus den Bereichen Kamera, Schnitt, Ausstattung, Musik oder Kostüm für hervorragende künstlerische Leistungen.
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