14.02.2008 - 11:46 - Gesundheit & Medizin
Sanne aus Wolfenbüttel - Familienentlastender Dienst des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel
Pressemitteilung von: DRK-Landesverband Niedersachsen e.V.
Der Familienentlastende Dienst (FED)
des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel
„Wir gewinnen Kraft, Sanne weiter
zu Hause zu betreuen und zu pflegen“
Hannover, 11. Februar 2008
(05/2008)
Sanne aus Wolfenbüttel ist ein 17 Jahre altes, fröhliches Mädchen mit einer schweren geistigen Behinderung. Das „Van der Woude-Syndrom“ oder ein Auftreten von Sauerstoffmangel während der Schwangerschaft, für das die Medizin keine direkten Ursachen feststellen kann, hat dazu geführt, dass sich Sannes Entwicklung verzögert.
Sie besucht die örtliche Förderschule für geistige Entwicklung in Wolfenbüttel, wo sie, gemeinsam mit ihren Eltern, ihrer jüngeren und einer älteren Schwester lebt. Ihre Familie kommt aus Holland, ist vor 17 Jahren berufsbedingt nach Deutschland gekommen und hat hier guten Anschluss gefunden. Freunde, Sportverein, Hobbys – Sannes Familie führt ein normales Familienleben, mit der Besonderheit, dass ihre Tochter Sanne mehr Aufmerksamkeit braucht als nichtbehinderte Kinder. Sanne kann ihre Wünsche und Bedürfnisse äußern, tut dies aber oft nur auf Ansprache. Sie muss regelmäßig daran erinnert werden, zur Toilette zu gehen, etwas zu essen oder zu trinken. Sanne spricht sehr undeutlich und oft nur einzelne Worte. Sie ist sehr impulsiv, lacht gerne und klatscht in die Hände, wenn sie sich freut.
Seit mehreren Jahren nehmen Sannes Eltern die Leistungen des Familienentlastenden Dienstes (FED) des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel in Anspruch. Anfangs war es hilfreich, für mehrere Stunden in der Woche eine Mitarbeiterin vermittelt zu bekommen, die zu Sanne nach Hause kam, um sich mit ihr zu beschäftigen. Dieses Angebot ermöglichte den Eltern einen gewissen Freiraum für eine Beschäftigung mit den Geschwisterkindern und für andere wichtige Aufgaben. Zur Betreuung und Beaufsichtigung Sannes müsste ansonsten immer ein Elternteil zu Hause bleiben, denn die Großeltern wohnen weit entfernt. Gemeinsam Elternabende oder Informationsveranstaltungen zu besuchen – das war Sannes Eltern früher nicht möglich. Auch ein gemeinsames Essen zum Hochzeitstag oder die Wahrnehmung wichtiger Termine war schwer oder überhaupt nicht zu organisieren. Den Geschwisterkindern konnte die Betreuung ihrer Schwester nicht zugemutet werden. Sannes Mutter: „Natürlich genießen wir es, durch die Betreuung Sannes etwas mehr Zeit für uns zu haben. Für uns als Ehepaar. Als Eltern unserer anderen Kinder, die natürlich auch unsere Aufmerksamkeit brauchen. Und als Menschen, die gerne Tag und Nacht für ihre behinderte Tochter da sind. Die sie lieben und nicht missen möchten, aber ab und zu ein paar Stunden brauchen, um Abstand zu gewinnen und sich auszuruhen. Denn nur so werden wir unserer Aufgabe gerecht und haben Kraft und Energie, Sannes Betreuung und Pflege zu Hause weiter zu übernehmen. Denn wir sind sicher: Sanne wird uns immer brauchen.“
Heute ist für Sanne der Familienentlastende Dienst in Wolfenbüttel aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken, berichtet ihr Vater: „Wenn Sanne einen Rettungswagen auf der Straße sieht, dann kreischt sie und winkt hinterher. Sie ruft “FED! FED!“ und freut sich, weil sie das Symbol des Roten Kreuzes mit dem FED in Verbindung bringt – das sind ihre Freunde.“ Seit kurzer Zeit ist Sanne in der Pubertät. Es fällt auf, dass sie sich zu einer hübschen jungen Frau entwickelt hat. Allerdings scheint Sanne ihre Wirkung auf Jungs nicht einschätzen zu können. Sie hat ein kindliches Gemüt.
Seit wenigen Monaten bekommt sie epileptische Anfälle und befindet sich dann in gefährlichen Krampfzuständen. Die Ärzte sind ratlos. Sie versuchen, mit medikamentöser Therapie die Epilepsie in den Griff zu bekommen und die Situation zu stabilisieren. Trotzdem treten diese Anfälle oft sehr plötzlich auf. Sanne selbst belastet dies zunehmend körperlich und psychisch.
Neben der Einzelbetreuung durch einfühlsame ehrenamtliche Mitarbeiter des Familienentlastenden Dienstes nutzen Sannes Eltern die Möglichkeit, sich beim FED über die relevanten Leistungen der Pflege- und Krankenkasse zu informieren. Sie erhalten Unterstützung bei Antragstellungen und Beratung bei offenen Fragen rund um das Thema Behinderung. Besonders gerne nimmt Sannes Familie die Angebote des FED im Gruppen- und Freizeitbereich in Anspruch.
So hat Sanne in den letzten vier Jahren schon an verschiedenen Fahrten und Freizeitveranstaltungen teilgenommen: Sie reiste auf einem Segelschiff auf dem Wattenmeer mit, genoss Freizeiten mit anderen behinderten Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein, im Thüringer Wald, an der Nord- und Ostsee. Aus Sicht der Eltern braucht Sanne die Begegnung mit anderen Kindern, sie braucht den Austausch mit anderen Erwachsenen, den Abstand zu ihren eigenen Eltern. Sie liebt es zu reisen, ist sehr gerne mit Freunden unterwegs. Außerdem nimmt ihre Familie regelmäßig an den vom FED veranstalteten jährlichen Familienfreizeiten teil. Hier verreisen etwa 15 Familien mit behinderten und nichtbehinderten Kindern gemeinsam, unternehmen Ausflüge, tauschen sich untereinander aus und erfahren eine große Entlastung durch die mitreisenden Kinderbetreuungskräfte.
Sannes Eltern: „Natürlich war es am Anfang komisch für uns, Sanne ganz alleine auf eine Freizeit fahren zu lassen. Aber als wir gesehen haben, wie zufrieden und glücklich sie wiedergekommen ist, waren wir davon überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie braucht den Umgang mit Gleichaltrigen und Freunden. Nun machen wir uns keine Gedanken mehr, wenn Sanne verreist. Wir wissen, dass sie beim FED gut aufgehoben ist und dass wir informiert werden, falls es doch einmal ein Problem geben sollte. Gerade in der aktuellen Problematik mit ihrer Epilepsie ist uns eine solche Rückmeldung besonders wichtig.“
Für Sannes Familie bietet die vertrauensvolle Betreuung durch den Familienentlastenden Dienst in Wolfenbüttel viele Möglichkeiten, unnötige Sorgen und Zweifel zu zerstreuen. Sannes Mutter: „Denn manchmal hat man schon das Gefühl, dass die Leute denken, wir schieben unser Kind ab, wenn wir Sanne zu einer Freizeit bringen oder sie an einem Freizeitangebot des FED teilnehmen lassen. Aber für uns ist klar, dass es uns gut geht, solange Sanne glücklich ist. Und sie ist nun mal siebzehn Jahre alt und hat keinen Bock darauf, ihre Zeit nur mit ihren Eltern zu verbringen. Wir merken ganz deutlich, dass diese Veranstaltungen des FED ihre Entwicklung fördern und sie unterstützen, sich als junge Frau zu fühlen. Da sie es selbst nicht leisten kann, Freundschaften aufzubauen, sich mit anderen zu verabreden und sich altersgemäß zu beschäftigen, müssen wir das für sie übernehmen.“***
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Weitere Informationen:
Thomas Stoch, Leiter Familienentlastender Dienst (FED)
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Wolfenbüttel e.V.
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, 38300 Wolfenbüttel
FON 05331 975023, FAX 05331 975097
E-Mail www.drklvnds-intranet.de/?id=650
www.drk-wolfenbuettel.de
FED – was ist das? FED steht für Familienentlastender Dienst. Ziel des FED ist es, Angebote zur Betreuung, Förderung und Pflege von Menschen mit Behinderung zu schaffen, um damit die Angehörigen nachhaltig zu entlasten. Die Pflegekompetenz und -bereitschaft pflegender Angehöriger wird gestärkt, Familiensysteme werden entlastet. Die Lebensqualität betroffener Familien (auch die der Geschwisterkinder) wird erhöht. Dies geschieht durch die Unterstützung mit spezifischen Betreuungsangeboten, durch Beratung und die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.
FED – eine Idee des DRK Wolfenbüttel? Nein, FEDs bestehen bundesweit (etwa 400), in Niedersachsen gibt es etwa 40 in unterschiedlicher Trägerschaft. Traditionell stehen FEDs häufig unter der Trägerschaft der Lebenshilfen, es halten aber auch kirchliche Träger, andere Wohlfahrtsverbände und private Initiativen FEDs vor. Der Kreisverband des DRK Wolfenbüttel hat im Jahr 2003 den ersten FED eines DRK Kreisverbandes in Niedersachsen aufgebaut.
FED – warum gerade beim DRK? Das Konzept des Familienentlastenden Dienstes lässt sich hervorragend mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität) vereinbaren. Es werden Strukturen geschaffen, um effektive und wirksame Hilfeleistungen für Menschen mit Behinderung und deren Familien vorhalten zu können.
des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel
„Wir gewinnen Kraft, Sanne weiter
zu Hause zu betreuen und zu pflegen“
Hannover, 11. Februar 2008
(05/2008)
Sanne aus Wolfenbüttel ist ein 17 Jahre altes, fröhliches Mädchen mit einer schweren geistigen Behinderung. Das „Van der Woude-Syndrom“ oder ein Auftreten von Sauerstoffmangel während der Schwangerschaft, für das die Medizin keine direkten Ursachen feststellen kann, hat dazu geführt, dass sich Sannes Entwicklung verzögert.
Sie besucht die örtliche Förderschule für geistige Entwicklung in Wolfenbüttel, wo sie, gemeinsam mit ihren Eltern, ihrer jüngeren und einer älteren Schwester lebt. Ihre Familie kommt aus Holland, ist vor 17 Jahren berufsbedingt nach Deutschland gekommen und hat hier guten Anschluss gefunden. Freunde, Sportverein, Hobbys – Sannes Familie führt ein normales Familienleben, mit der Besonderheit, dass ihre Tochter Sanne mehr Aufmerksamkeit braucht als nichtbehinderte Kinder. Sanne kann ihre Wünsche und Bedürfnisse äußern, tut dies aber oft nur auf Ansprache. Sie muss regelmäßig daran erinnert werden, zur Toilette zu gehen, etwas zu essen oder zu trinken. Sanne spricht sehr undeutlich und oft nur einzelne Worte. Sie ist sehr impulsiv, lacht gerne und klatscht in die Hände, wenn sie sich freut.
Seit mehreren Jahren nehmen Sannes Eltern die Leistungen des Familienentlastenden Dienstes (FED) des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel in Anspruch. Anfangs war es hilfreich, für mehrere Stunden in der Woche eine Mitarbeiterin vermittelt zu bekommen, die zu Sanne nach Hause kam, um sich mit ihr zu beschäftigen. Dieses Angebot ermöglichte den Eltern einen gewissen Freiraum für eine Beschäftigung mit den Geschwisterkindern und für andere wichtige Aufgaben. Zur Betreuung und Beaufsichtigung Sannes müsste ansonsten immer ein Elternteil zu Hause bleiben, denn die Großeltern wohnen weit entfernt. Gemeinsam Elternabende oder Informationsveranstaltungen zu besuchen – das war Sannes Eltern früher nicht möglich. Auch ein gemeinsames Essen zum Hochzeitstag oder die Wahrnehmung wichtiger Termine war schwer oder überhaupt nicht zu organisieren. Den Geschwisterkindern konnte die Betreuung ihrer Schwester nicht zugemutet werden. Sannes Mutter: „Natürlich genießen wir es, durch die Betreuung Sannes etwas mehr Zeit für uns zu haben. Für uns als Ehepaar. Als Eltern unserer anderen Kinder, die natürlich auch unsere Aufmerksamkeit brauchen. Und als Menschen, die gerne Tag und Nacht für ihre behinderte Tochter da sind. Die sie lieben und nicht missen möchten, aber ab und zu ein paar Stunden brauchen, um Abstand zu gewinnen und sich auszuruhen. Denn nur so werden wir unserer Aufgabe gerecht und haben Kraft und Energie, Sannes Betreuung und Pflege zu Hause weiter zu übernehmen. Denn wir sind sicher: Sanne wird uns immer brauchen.“
Heute ist für Sanne der Familienentlastende Dienst in Wolfenbüttel aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken, berichtet ihr Vater: „Wenn Sanne einen Rettungswagen auf der Straße sieht, dann kreischt sie und winkt hinterher. Sie ruft “FED! FED!“ und freut sich, weil sie das Symbol des Roten Kreuzes mit dem FED in Verbindung bringt – das sind ihre Freunde.“ Seit kurzer Zeit ist Sanne in der Pubertät. Es fällt auf, dass sie sich zu einer hübschen jungen Frau entwickelt hat. Allerdings scheint Sanne ihre Wirkung auf Jungs nicht einschätzen zu können. Sie hat ein kindliches Gemüt.
Seit wenigen Monaten bekommt sie epileptische Anfälle und befindet sich dann in gefährlichen Krampfzuständen. Die Ärzte sind ratlos. Sie versuchen, mit medikamentöser Therapie die Epilepsie in den Griff zu bekommen und die Situation zu stabilisieren. Trotzdem treten diese Anfälle oft sehr plötzlich auf. Sanne selbst belastet dies zunehmend körperlich und psychisch.
Neben der Einzelbetreuung durch einfühlsame ehrenamtliche Mitarbeiter des Familienentlastenden Dienstes nutzen Sannes Eltern die Möglichkeit, sich beim FED über die relevanten Leistungen der Pflege- und Krankenkasse zu informieren. Sie erhalten Unterstützung bei Antragstellungen und Beratung bei offenen Fragen rund um das Thema Behinderung. Besonders gerne nimmt Sannes Familie die Angebote des FED im Gruppen- und Freizeitbereich in Anspruch.
So hat Sanne in den letzten vier Jahren schon an verschiedenen Fahrten und Freizeitveranstaltungen teilgenommen: Sie reiste auf einem Segelschiff auf dem Wattenmeer mit, genoss Freizeiten mit anderen behinderten Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein, im Thüringer Wald, an der Nord- und Ostsee. Aus Sicht der Eltern braucht Sanne die Begegnung mit anderen Kindern, sie braucht den Austausch mit anderen Erwachsenen, den Abstand zu ihren eigenen Eltern. Sie liebt es zu reisen, ist sehr gerne mit Freunden unterwegs. Außerdem nimmt ihre Familie regelmäßig an den vom FED veranstalteten jährlichen Familienfreizeiten teil. Hier verreisen etwa 15 Familien mit behinderten und nichtbehinderten Kindern gemeinsam, unternehmen Ausflüge, tauschen sich untereinander aus und erfahren eine große Entlastung durch die mitreisenden Kinderbetreuungskräfte.
Sannes Eltern: „Natürlich war es am Anfang komisch für uns, Sanne ganz alleine auf eine Freizeit fahren zu lassen. Aber als wir gesehen haben, wie zufrieden und glücklich sie wiedergekommen ist, waren wir davon überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie braucht den Umgang mit Gleichaltrigen und Freunden. Nun machen wir uns keine Gedanken mehr, wenn Sanne verreist. Wir wissen, dass sie beim FED gut aufgehoben ist und dass wir informiert werden, falls es doch einmal ein Problem geben sollte. Gerade in der aktuellen Problematik mit ihrer Epilepsie ist uns eine solche Rückmeldung besonders wichtig.“
Für Sannes Familie bietet die vertrauensvolle Betreuung durch den Familienentlastenden Dienst in Wolfenbüttel viele Möglichkeiten, unnötige Sorgen und Zweifel zu zerstreuen. Sannes Mutter: „Denn manchmal hat man schon das Gefühl, dass die Leute denken, wir schieben unser Kind ab, wenn wir Sanne zu einer Freizeit bringen oder sie an einem Freizeitangebot des FED teilnehmen lassen. Aber für uns ist klar, dass es uns gut geht, solange Sanne glücklich ist. Und sie ist nun mal siebzehn Jahre alt und hat keinen Bock darauf, ihre Zeit nur mit ihren Eltern zu verbringen. Wir merken ganz deutlich, dass diese Veranstaltungen des FED ihre Entwicklung fördern und sie unterstützen, sich als junge Frau zu fühlen. Da sie es selbst nicht leisten kann, Freundschaften aufzubauen, sich mit anderen zu verabreden und sich altersgemäß zu beschäftigen, müssen wir das für sie übernehmen.“***
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Weitere Informationen:
Thomas Stoch, Leiter Familienentlastender Dienst (FED)
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Wolfenbüttel e.V.
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, 38300 Wolfenbüttel
FON 05331 975023, FAX 05331 975097
E-Mail www.drklvnds-intranet.de/?id=650
www.drk-wolfenbuettel.de
FED – was ist das? FED steht für Familienentlastender Dienst. Ziel des FED ist es, Angebote zur Betreuung, Förderung und Pflege von Menschen mit Behinderung zu schaffen, um damit die Angehörigen nachhaltig zu entlasten. Die Pflegekompetenz und -bereitschaft pflegender Angehöriger wird gestärkt, Familiensysteme werden entlastet. Die Lebensqualität betroffener Familien (auch die der Geschwisterkinder) wird erhöht. Dies geschieht durch die Unterstützung mit spezifischen Betreuungsangeboten, durch Beratung und die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.
FED – eine Idee des DRK Wolfenbüttel? Nein, FEDs bestehen bundesweit (etwa 400), in Niedersachsen gibt es etwa 40 in unterschiedlicher Trägerschaft. Traditionell stehen FEDs häufig unter der Trägerschaft der Lebenshilfen, es halten aber auch kirchliche Träger, andere Wohlfahrtsverbände und private Initiativen FEDs vor. Der Kreisverband des DRK Wolfenbüttel hat im Jahr 2003 den ersten FED eines DRK Kreisverbandes in Niedersachsen aufgebaut.
FED – warum gerade beim DRK? Das Konzept des Familienentlastenden Dienstes lässt sich hervorragend mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität) vereinbaren. Es werden Strukturen geschaffen, um effektive und wirksame Hilfeleistungen für Menschen mit Behinderung und deren Familien vorhalten zu können.
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