12.02.2008 - 14:30 - Politik, Recht & Gesellschaft
CNN berichtet über das Töten von 20.000 Delfinen in Taiji/Japan - WDSF fordert Boykott
Pressemitteilung von: Journal Society GmbHPR Agentur: Journal Society GmbH
(TV-Sender: Weiteres Filmmaterial über das Taiji-Delfintöten verfügbar-Kontakt über WDSF)
(Japan/Hagen - jsg) Der amerikanischen Fernsehsender CNN berichtete gestern in einem Aufsehen erregenden Filmbeitrag über die Aktivitäten des ehemaligen TV-Trainers von "Flipper", Richard O' Barry, in der japanischen Küstenstadt Taiji.
Über 20.000 Delfine fallen dort alljährlich dem Jagdtrieb der Japaner zum Opfer. Die japanischen Fischer berufen sich auf eine hunderte Jahre alte Tradition, mit der sie das Essen von Wal- und Delfinfleisch rechtfertigen.
Dass das Fleisch der Meerssäuger inzwischen stark mit Quecksilber verseucht ist und vordringlich eine Gefahr für Schwangere und Kleinkinder darstellt, hält sie nicht von ihrer Jagd ab. Richard O'Barry, Mitbegründer des deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und Meeressäugetier-Spezialist für das amerikanische Earth Island Institute dokumentiert seit Jahren das Treiben der Fischer in Taiji. "Man kann mit diesen Leuten nicht reden. Mehrfach wurde meine Kameraausrüstung bei Handgreiflichkeiten zerstört. Es geht denen um viel Geld, weil ein Teil der Delfine für über 50.000 Dollar pro Exemplar an Delfinarien weltweit verkauft wird. Die Delfin-Industrie hat hier ein eigenes Management", so der ehemalige Delfintrainer.
CNN zeigt das blutige Gemetzel mit Interviews von Richard O'Barry und japanischen Politikern. Die Japaner kontern mit dem Argument, dass in der westlichen Welt Hühner und Kühe geschlachtet und verspeist werden. "Was macht das für einen Unterschied", fragt der japanische Koordinator, Joji Morishita, von der japanischen Fischerei-Agentur. "Gott hat uns die Delfine als Nahrungsmittel geschenkt", äußert ein japanischer Politiker vor der CNN-Kamera.
Japan steht auch nach den Filmberichten der australischen Regierung über den derzeitigen Walfang im Südpolarmeer massiv in der internationalen Kritik. Der deutsche Agrar-Staatssekretär Lindemann und die EU-Kommission in Brüssel fordern ein einheitliches Vorgehen gegen den japanischen Walfang auf der nächsten Tagung der Internationalen Walfang Kommission (IWC), damit Japan nicht mehr unter dem Deckmantel der Wissenschaft alljährlich über 1000 Wale und Delfine tötet, um sie anschließend in den Supermärkten und Restaurants zu vermarkten.
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) bereitet nach eigenen Angaben eine groß angelegte Boykott-Aktion japanischer Import-Produkte in Deutschland vor. "Wir wollen nicht der japanischen Bevölkerung schaden, die über den Wal- und Delfinfang ihrer Fischer kaum informiert ist. Aber wir müssen massiv einschreiten, da seit Jahren auf bilateraler Ebene keine Erfolge mit der japanischen Regierung für einen Konsens bei dem illegalen Töten der Meeressäuger zu verzeichnen sind", so der Vorsitzende des WDSF Jürgen Ortmüller.--
CNN: edition.cnn.com/2008/WORLD/asiapcf/02/11/japan.dolphins/i...
edition.cnn.com/2008/WORLD/asiapcf/02/11/japan.dolphins/i...
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
Vorsitzender Jürgen Ortmüller
Möllerstr. 19
58119 Hagen
Tel.: 02334/9190-22
Fax: 02334/9190-19
mobil: 0172/876 2002
www.wdsf.de
e-mail:
Journal Society GmbH - Hagen/Westf.
Presseagentur und Mediengesellschaft
HRB-Eintragung Amtsgericht Hagen
Die Journal Society GmbH (jsg) wurde Anfang 2000 gegründet, um ein kritisches Umweltmagazin herauszugeben. Darüber hinaus erstellt die Journal Society GmbH Film- und Fotoaufnahmen mit Berichterstattung und stellt diese den Medien zur Verfügung (so z.B. Färöer-Walfang -ARD/Sat1/WDR/HR) und berichtet über die jährlichen Kongresse der Internationalen Walfang Kommission (IWC). Insbesondere befasst sich die jsg mit Themen des Wal- und Delfinschutzes und maritimer Säugetiere.
(Japan/Hagen - jsg) Der amerikanischen Fernsehsender CNN berichtete gestern in einem Aufsehen erregenden Filmbeitrag über die Aktivitäten des ehemaligen TV-Trainers von "Flipper", Richard O' Barry, in der japanischen Küstenstadt Taiji.
Über 20.000 Delfine fallen dort alljährlich dem Jagdtrieb der Japaner zum Opfer. Die japanischen Fischer berufen sich auf eine hunderte Jahre alte Tradition, mit der sie das Essen von Wal- und Delfinfleisch rechtfertigen.
Dass das Fleisch der Meerssäuger inzwischen stark mit Quecksilber verseucht ist und vordringlich eine Gefahr für Schwangere und Kleinkinder darstellt, hält sie nicht von ihrer Jagd ab. Richard O'Barry, Mitbegründer des deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und Meeressäugetier-Spezialist für das amerikanische Earth Island Institute dokumentiert seit Jahren das Treiben der Fischer in Taiji. "Man kann mit diesen Leuten nicht reden. Mehrfach wurde meine Kameraausrüstung bei Handgreiflichkeiten zerstört. Es geht denen um viel Geld, weil ein Teil der Delfine für über 50.000 Dollar pro Exemplar an Delfinarien weltweit verkauft wird. Die Delfin-Industrie hat hier ein eigenes Management", so der ehemalige Delfintrainer.
CNN zeigt das blutige Gemetzel mit Interviews von Richard O'Barry und japanischen Politikern. Die Japaner kontern mit dem Argument, dass in der westlichen Welt Hühner und Kühe geschlachtet und verspeist werden. "Was macht das für einen Unterschied", fragt der japanische Koordinator, Joji Morishita, von der japanischen Fischerei-Agentur. "Gott hat uns die Delfine als Nahrungsmittel geschenkt", äußert ein japanischer Politiker vor der CNN-Kamera.
Japan steht auch nach den Filmberichten der australischen Regierung über den derzeitigen Walfang im Südpolarmeer massiv in der internationalen Kritik. Der deutsche Agrar-Staatssekretär Lindemann und die EU-Kommission in Brüssel fordern ein einheitliches Vorgehen gegen den japanischen Walfang auf der nächsten Tagung der Internationalen Walfang Kommission (IWC), damit Japan nicht mehr unter dem Deckmantel der Wissenschaft alljährlich über 1000 Wale und Delfine tötet, um sie anschließend in den Supermärkten und Restaurants zu vermarkten.
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) bereitet nach eigenen Angaben eine groß angelegte Boykott-Aktion japanischer Import-Produkte in Deutschland vor. "Wir wollen nicht der japanischen Bevölkerung schaden, die über den Wal- und Delfinfang ihrer Fischer kaum informiert ist. Aber wir müssen massiv einschreiten, da seit Jahren auf bilateraler Ebene keine Erfolge mit der japanischen Regierung für einen Konsens bei dem illegalen Töten der Meeressäuger zu verzeichnen sind", so der Vorsitzende des WDSF Jürgen Ortmüller.--
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