(openPR) Die Universitäten Würzburg und Neapel weisen die Wirksamkeit der Hochtontherapie bei urämischer Polyneuropathie nach
Die Wirksamkeit der Hochtontherapie bei diabetesbedingter Nervenschädigung ist inzwischen in zahlreichen Studien nachgewiesen. Dass auch die urämische Polyneuropathie mit dem Verfahren erfolgreich behandelt werden kann, zeigt jetzt eine aktuelle Studie der Universitätskliniken Würzburg und Neapel zusammen mit dem KfH-Nierenzentrum Würzburg.
"Die Polyneuropathie ist eine häufige Komplikation bei terminalem Nierenversagen", so Studien-leiter Prof. Dr. August Heidland von der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg. "Da Behandlungen mit Medikamenten oft mit zahlreichen Nebenwirkungen einhergehen und gerade bei Langzeitdialysepatienten häufig auch ineffektiv sind, stellen nicht-pharmazeutische Maßnahmen wie die Hochtontherapie erfolgversprechende Alternativen dar." Die Studie des Forscherteams weist die Wirksamkeit der Hochtontherapie bei den häufigsten Beschwerden einer urämiebedingten Polyneuropathie wie Kribbeln, Brennen, Schmerzen und Taubheit nach. Auch die Auswirkungen auf Schlafstörungen bei Dialysepatienten wurden untersucht.
Im Rahmen der Studie erhielten 40 Dialysepatienten mit Polyneuropathie dreimal in der Woche eine einstündige Behandlung mit der Hochtontherapie, die für eine tiefgehende, effektive medi-zinische Muskelstimulation sorgt. Das Verfahren ist eine besondere Form der Elektro- bzw. Reizstromtherapie. Es wird mit den patentierten HiToP®-Geräten der gbo Medizintechnik AG durchgeführt. Eine Gruppe von 12 Probanden wurde über vier Wochen behandelt, weitere 28 Patienten über drei Monate. Der Grad der Neuropathiebeeinflussung wurde vor und nach der Therapie mit Hilfe der 10-Punkte-Skala für neuropathische Schmerzen geprüft.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
• Bei 73% aller Studienteilnehmer besserten sich die Symptome der Polyneuropathie signifikant. Schlafstörungen wurden ebenfalls reduziert.
• Insgesamt wurden die besten Resultate bei den Patienten erzielt, die die Behandlung über drei Monate verfolgten.
Damit bestätigt die vorliegende neue Studie entsprechende Arbeiten zur diabetischen Polyneuropathie (Typ 2-Diabetes), die am Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf und an der Universitätsklinik Heidelberg durchgeführt wurden. Für den Frühsommer 2008 werden die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung unter Leitung von Prof. Dr. Stephan Martin, Ärztlicher Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums (WDGZ) Düsseldorf, erwartet. An dieser Beobachtung haben mehrere Hundert Patienten mit diabetischer Polyneuropathie teilgenommen.
Zahlreiche Kliniken sowie mehr als 400 niedergelassene Ärzte bundesweit arbeiten inzwischen regelmäßig mit der Hochtontherapie und haben das Verfahren in ihr Behandlungsspektrum integriert. Speziell für Patienten, die unter Polyneuropathien leiden, hat die gbo Medizintechnik AG auch ein Heimgerät entwickelt. Die Patienten können sich damit unkompliziert in den eigenen vier Wänden behandeln.













