(openPR) Unter dem Namen AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie (AUF) haben am 26.1.08 in Berlin 80 Gründungsmitglieder und etwa 60 Gäste eine neue Partei gegründet. Sie trägt die Zusatzbezeichnung „Christen für Deutschland“. Angestoßen wurde die Gründung von der European Christian Political Movement (ECPM), in der sich europäische christliche Parteien sammeln. Die bekannteste unter ihnen ist die ChristenUnie (CU) in den Niederlanden, die dort den stellvertretenden Ministerpräsidenten stellt. Als Gastrednerin ermutigte die nieder-ländische Parlamentsabgeordnete Esmé Wiegman-van Meppelen Scheppink (CU) die AUF-Gründungsmitglieder, als „Schwesterpartei“ zusammen mit der CU in Europa eine christliche Realpolitik voranzubringen. Weitere Gastredner aus der ECPM waren Johannes de Jong (ECPM-Organisation), Christian Waber (Nationalrat der EDU, Schweiz) und Gerhard Fischer (EVP, Schweiz).
Als erster Vorsitzender von AUF wurde der Unternehmensberater Dr. Walter Weiblen (Weis-sach bei Stuttgart) gewählt, zu seinen Stellvertretern der Unternehmer Mathias Scheuschner (Nürnberg) sowie der Informatiker Dr. Peter Schneider (Volkenroda / Thüringen). Die drei Vorsitzenden repräsentieren ein weites Spektrum bisheriger christlich geprägter Politik in der PBC (Partei Bibeltreuer Christen) durch Weiblen, im ZENTRUM (Deutsche Zentrumspartei) durch Scheuschner sowie in der ödp (Ökologisch-Demokratische Partei) durch Schneider. Laut Weiblen will AUF dadurch „einen möglichst breiten Kreis von Christen ansprechen. Viele sehnen sich nach einer Partei, mit der sie sich identifizieren können“. Für viele Christen seien die im Bundestag vertretenen Parteien nicht mehr glaubwürdig. Das einstimmig beschlossene Grundsatzprogramm deckt sowohl die Begründung für das politische Handeln („Politik in Verantwortung vor Gott und den Menschen“) als auch konkrete Politikfelder mit den Schwerpunkten Arbeit, Umwelt und Familie, ab. In diesen Bereichen fordert AUF die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit über ein Kombilohn-Modell, im Bereich Umwelt die weitge-hende Unabhängigkeit vom Import fossiler Energieträger bis 2030, sowie die Anerkennung der familiären Erziehungsleistung durch ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt.
In der Gründungsveranstaltung sprachen in Grundsatzreferaten die bekannte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves, der Unternehmensberater Dr. Siegfried Buchholz und die Publizistin Gabriele Kuby.
Christa Meves (Uelzen) kritisierte, dass der „Werte“-Begriff in der öffentlichen Debatte um die Erziehung von Kindern zu abstrakt gebraucht werde. „Eine Werte-Erziehung ohne Anbindung an Gott ist leeres Geklingel“, erklärte sie. Sie dankte der Partei, dass sie sich in ihrem Programm unter anderem dafür einsetze, dass die Mutterschaft als eigenständiger Beruf anerkannt werden soll. Außerdem forderte Frau Meves, den „destruktiven Feminismus“ zu überwinden. „Deutschland hat seine Frauen mit dem Gleichheits- und Selbstbestimmungs-wahn auf die falsche Fährte gesetzt.“ Das äußere sich nun nicht zuletzt darin, dass ein Groß-teil der Scheidungen auf Drängen der Ehefrauen hin geschehe.
Werte sind der Klebstoff, der Nationen zusammenhält
Der Unternehmensberater und langjährige BASF-Manager Siegfried Buchholz (Baden bei Wien) sagte, Werte seien „der Klebstoff, der Nationen zusammenhält“. Wolle Deutschland zukunftsfähig sein, müsse es sich von seinem Anspruchsdenken verabschieden. „Deutsch-land muss endlich aufwachen aus seiner wohlfahrtsstaatlichen Dauernarkose“, so Buchholz. Gebraucht würden Menschen, die nicht darauf warteten, versorgt zu werden, sondern die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.
Gender darf nicht Mainstream werden Gabriele Kuby, katholische Soziologin und Publizistin, verwies auf gravierende Fehlentwick-lungen in der staatlichen Sexualerziehung, wenn etwa in Leitfäden für Kindergärten und Schulen zu einer Frühsexualisierung von Kindern und Jugendlichen aufgefordert wird. Eher unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit vollziehe sich diese Fehlentwicklung unter dem eng-lischen Begriff „Gender“, der sich auf sozial geprägte Geschlechterrollen bezieht, und sowohl von der EU als auch von der Bundesregierung als „Gender Mainstreaming“ vorangetrieben wird.
Mitglieder im Bundesvorstand, gewählt am 26.01.08 in der Gründungsversammlung:
Vorsitzender:
Dr. Walter Weiblen (Weissach / Baden-Württemberg), Unternehmensberater, bis 12/07 Bundesvorsitzender PBC.
Stv. Vorsitzender:
Mathias Scheuschner (Burgthann / Bayern), Immobilienkaufmann / Geschäftsführer, bis 11/07 stv. Bundesvorsitzender ZENTRUM).
Dr. Peter Schneider (Volkenroda/Thüringen), Informatiker/Controller, ehem. versch. Funktionen in der ödp.
Schatzmeister:
Dieter Burr (Weissach / Baden-Württemberg), Selbst. Steuerberater, vereidigter Buchprüfer.
Beisitzer:
Baldwin Schneider (Fürth/ Bayern), Unternehmensberater, bis 12/07 stellv. Bundes-vorsitzender PBC.
Dieter Steffen (Utenbach/ Sachsen-Anhalt), Therapeut für Suchtkranke, bis 12/07 stellv. Bundesvorsitzender PBC.
Christian Skradde (Nürnberg/ Bayern), Studium Informationswirt im Fach Multimedia und Kommunikation.
















