06.02.2008 - 14:01 - Politik, Recht & Gesellschaft
Kuba: Erneut Misshandlungen im kubanischen Gefängnis Kilo 7
Pressemitteilung von: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), IGFM - Deutsche Sektion e.V.
Willkür und Gewalt sind in Kubas Gefängnissen etabliert - kein Gefangener ist seines Lebens sicher, Taten werden nicht geahndet
Frankfurt am Main (6. Februar 2008) - Das Wachpersonal des Gefängnisses „Kilo 7“ in der ostkubanischen Stadt Camagüey hat zwei politische Gefangene mehrfach brutal misshandelt, weil diese medizinische Versorgung gefordert hatten. Dies berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt. Bei den Übergriffen waren die Gefangenen Jordany Pérez Ramirez und Mario Betancourt Pérez im Januar schwer verletzt und ohne medizinische Hilfe in abgesonderte Zellen gesperrt worden. Erst nach Stunden seien die Verletzungen der Gefangenen begutachtet worden.
Die IGFM spricht in diesem Zusammenhang von einem „Beispiel systematischer Grausamkeit gegen Andersdenkende“. Immer wieder würden Gefangene misshandelt, die eine menschenwürdige Behandlung, ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln oder medizinische Behandlung forderten.
Wie Augenzeugen berichten, wurde der unter Bluthochdruck leidende Gewissensgefangene Mario Betancourt Pérez von Wärtern mit Holzknüppeln schwer misshandelt. Er hatte sich zuvor Hilfe suchend an den Leutnant Maikel Feria Jordi gewandt und sich dabei nach Aussagen von Mitgefangenen auf seine Menschenrechte berufen. Durch die folgenden Schläge erlitt Pérez blutige Verletzungen an Kopf und Körper. Unter ähnlichen Umständen wurde Jordany Pérez Ramirez schwer verletzt. Beide Gefangenen wurden nach den Misshandlungen in Einzelzellen gesperrt, um jede Kontaktaufnahme und Versorgung durch andere Gefangene zu verhindern.
Mit der Duldung der Vorgesetzten
An den Übergriffen waren nach Angaben von Jorge Enrique Cordero Sitien von der Gefangenenorganisation „Pedro Luis Boitel“ mindestens zwei für ihre Brutalität berüchtigte Wärter sowie ihr Vorgesetzter Leutnant Maikel Feria Jordi beteiligt. Bei den Übergriffen kann nach Auffassung der IGFM nicht von Einzelfällen ausgegangen werden: Misshandlungen und schwere Verletzungen von Gefangenen werden von den kubanischen Gefängnisleitungen und vom kubanischen Innenministerium selten geahndet. Stattdessen sind sich die Täter der Rückendeckung durch ihre Vorgesetzten sicher. Wie zwei weitere Fälle belegen, hat sich auf diese Weise in Kubas Gefängnissen ein System der willkürlichen Gewalt gegen die wehrlosen Gefangenen etabliert.
Weitere Informationen unter www.menschenrechte.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
IGFM - Deutsche Sektion e.V.
Borsigallee 9, D - 60388 Frankfurt/Main
Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33
eMail:
www.igfm.de
www.menschenrechte.de
Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
Frankfurt am Main (6. Februar 2008) - Das Wachpersonal des Gefängnisses „Kilo 7“ in der ostkubanischen Stadt Camagüey hat zwei politische Gefangene mehrfach brutal misshandelt, weil diese medizinische Versorgung gefordert hatten. Dies berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt. Bei den Übergriffen waren die Gefangenen Jordany Pérez Ramirez und Mario Betancourt Pérez im Januar schwer verletzt und ohne medizinische Hilfe in abgesonderte Zellen gesperrt worden. Erst nach Stunden seien die Verletzungen der Gefangenen begutachtet worden.
Die IGFM spricht in diesem Zusammenhang von einem „Beispiel systematischer Grausamkeit gegen Andersdenkende“. Immer wieder würden Gefangene misshandelt, die eine menschenwürdige Behandlung, ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln oder medizinische Behandlung forderten.
Wie Augenzeugen berichten, wurde der unter Bluthochdruck leidende Gewissensgefangene Mario Betancourt Pérez von Wärtern mit Holzknüppeln schwer misshandelt. Er hatte sich zuvor Hilfe suchend an den Leutnant Maikel Feria Jordi gewandt und sich dabei nach Aussagen von Mitgefangenen auf seine Menschenrechte berufen. Durch die folgenden Schläge erlitt Pérez blutige Verletzungen an Kopf und Körper. Unter ähnlichen Umständen wurde Jordany Pérez Ramirez schwer verletzt. Beide Gefangenen wurden nach den Misshandlungen in Einzelzellen gesperrt, um jede Kontaktaufnahme und Versorgung durch andere Gefangene zu verhindern.
Mit der Duldung der Vorgesetzten
An den Übergriffen waren nach Angaben von Jorge Enrique Cordero Sitien von der Gefangenenorganisation „Pedro Luis Boitel“ mindestens zwei für ihre Brutalität berüchtigte Wärter sowie ihr Vorgesetzter Leutnant Maikel Feria Jordi beteiligt. Bei den Übergriffen kann nach Auffassung der IGFM nicht von Einzelfällen ausgegangen werden: Misshandlungen und schwere Verletzungen von Gefangenen werden von den kubanischen Gefängnisleitungen und vom kubanischen Innenministerium selten geahndet. Stattdessen sind sich die Täter der Rückendeckung durch ihre Vorgesetzten sicher. Wie zwei weitere Fälle belegen, hat sich auf diese Weise in Kubas Gefängnissen ein System der willkürlichen Gewalt gegen die wehrlosen Gefangenen etabliert.
Weitere Informationen unter www.menschenrechte.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
IGFM - Deutsche Sektion e.V.
Borsigallee 9, D - 60388 Frankfurt/Main
Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33
eMail:
www.igfm.de
www.menschenrechte.de
Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
News-ID: 186720 • Views: 1401
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© 2004-2012 openPR | Impressum




