04.02.2008 - 08:21 - Gesundheit & Medizin

Erkältung oder Grippe: Viren sorgen für den Unterschied

Pressemitteilung von: Medizin Aspekte
Grippeviren haben in den Monaten von Oktober bis April Hochsaison. Die echte Grippe (Influenza) ist eine äußerst ansteckende Virusinfektion, die nicht nur Kinder, Senioren oder Personen mit geschwächtem Immunsystem betrifft, sondern vor allem auch bei jungen, ansonsten gesunden Erwachsenen häufig zu langwierigen Erkrankungen führt.
Influenzaviren verändern ständig ihre Gestalt, so dass in jeder Wintersaison neue Stämme auftreten, die unser Immunsystem nicht mehr erkennen und beseitigen kann. Da man sich nur gegen bekannte Virenstämme immunisieren kann, gibt es keinen absolut zuverlässigen Schutz und man kann jedes Jahr neu erkranken. Vor einer Grippeerkrankung sollte sich niemand in Sicherheit glauben.

Grippe nicht mit Erkältung verwechseln
Grippe wird durch Influenzaviren verursacht, die über den Atemtrakt eindringen und sich im Körper explosionsartig vervielfältigen und ausbreiten. Die Virusvermehrung erreicht nach 24 bis 72 Stunden ihren Höhepunkt. Die Abwehrreaktionen des gesamtem Körpers verursachen die charakteristischen Symptome: plötzliches hohes Fieber, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Influenza verläuft meist schwer und dauert unbehandelt etwa 7 bis 10 Tage. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird die Grippe oft mit der wesentlich ungefährlicheren Erkältung (grippaler Infekt) gleichgesetzt. Beide Erkrankungen unterscheiden sich jedoch deutlich in den Symptomen und im Verlauf (2).

Grippe-Therapie mit Neuraminidasehemmern
Die Verwandlungsfähigkeit der Influenzaviren macht die Entwicklung von wirksamen Grippemedikamenten schwierig. Bis vor kurzem konnten daher meist lediglich die Symptome mit fiebersenkenden Medikamenten oder Hausmitteln gelindert werden. Die Ursache der Infektion, das Virus, können sie jedoch nicht beseitigen. Daher dauert es mit diesen Mitteln eine ganze Weile, bis man wieder völlig gesund und einsatzfähig ist. Außerdem lassen sich zusätzliche Infektionen mit einer symptomatischen Behandlung kaum verhindern.

Neue Medikamente vom Typ der Neuraminidasehemmer ermöglichen jetzt die ursächliche Bekämpfung der Influenza.

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