02.02.2008 - 17:29 - Kunst & Kultur
Die Nominierungen für den 12. Femina-Film-Preis auf der 58. Berlinale
Pressemitteilung von: movin' queer berlin / PR Agentur: PresseService
Sabine Greunig entwarf die Kostüme, Bele Schneider entwickelte das Produktdesign und Inez Regnier war für die Montage des Wettbewerbbeitrags Kirschblüten von Doris Dörrie verantwortlich. © Internationale Filmfestspiele Berlin
„Leider weniger Filme als sonst“, sagt Silvana Abbrescia-Rath, Vorsitzende des Verbandes der Filmarbeiterinnen und seit 12 Jahren Organisatorin des Preises, als sie die Nominierungen für den 12. Femina-Film-Preis bekannt gab. Für den mit 3.000 Euro dotierten Preis wurden 18 Filmfrauen nominiert, die in neun deutschsprachigen Spielfilmen aus den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und Perspektive für Ausstattung, Kamera, Kostüm und Schnitt verantwortlich waren. Im Vergleich dazu gingen im letzten Jahr 30 Frauen, die an 14 deutschsprachigen Produktionen mitgearbeitet hatten, ins Rennen um den Filmpreis. Wie schon in den letzten beiden Jahren konnte keine Frau für die musikalische Ausstattung eines Films nominiert werden. Die Filmmusik wurde auch bei den diesjährigen deutschsprachigen Produktionen nicht von Frauen geschrieben.
Der Femina-Film-Preis ist der einzige Preis im deutschen Filmbereich, der nicht von einem Ministerium, einer Institution oder einer Industrie bezahlt wird. Die Dotierung des Preises und die Organisationskosten werden allein durch den Verband der Filmarbeiterinnen getragen. Der Verband wurde im Herbst 1979 in Berlin als überregionale Institution, die die Interessen Film schaffender Frauen vertritt, gegründet.
Zur Jury, die die Preisträgerin ermitteln wird, gehören Adriana Altaras (Schauspielerin, Regisseurin) Bettina Böhler (Filmeditorin, Preisträgerin des Femina-Film-Preises 2007) und Ann-Kristin Reyels (Regisseurin). Ziel des Femina-Film-Preises ist es, die Bedeutung der künstlerischen Arbeit der mitwirkenden Frauen für das Gesamtresultat eines Filmes hervorzuheben.
Zur Bedeutung des Femina-Film-Preises sagt Jurymitglied Adriana Altaras: „Prozentual gesehen sind immer noch zu wenig Frauen in künstlerisch-technischen Berufen beschäftigt. Ich finde den Preis wichtig, um auf die Arbeit dieser Frauen aufmerksam zu machen.“
Nominiert für den 12. Femina-Film-Preis sind:
Ausstattung
Stephanie Brenner, NACHT VOR AUGEN von Brigitte Bertele (D) – Forum
Maria Gruber, REVANCHE von Götz Spielmann (A) – Panorama
Susanna Cardelli, HELDEN AUS DER NACHBARSCHAFT von Jovan Arsenic (D) - Perspektive
• Produktdesign
Vittoria Sogno, FEUERHERZ von Luigi Falorni (A/D) – Wettbewerb
Bele Schneider, KIRSCHBLÜTEN von Doris Dörrie (D) - Wettbewerb
• Szenenbild
Iris Teschner, CHIKO von Özgur Yildirim (D) - Panorama
Kamera
Judith Kaufmann, FEUERHERZ von Luigi Falorni (A/D) - Wettbewerb
Kostüm
Monika Gebauer, NACHT VOR AUGEN von Brigitte Bertele (D) – Forum
Lore Tesch, CHIKO von Özgur Yildirim (D) – Panorama
Monika Buttinger, REVANCHE von Götz Spielmann (A) - Panorama
Ulrike Scharfschwerdt, DIE BESUCHERIN von Lola Randt (D) – Perspektive
Isabelle Baumgartner, TEENAGE ANGST von Thomas Stuber (D) -Perspektive
Sabine Greunig, KIRSCHBLÜTEN von Doris Dörrie (D) – Wettbewerb
Schnitt
Karina Ressler, REVANCHE von Götz Spielmann (A) - Panorama
Natali Barrey, DIE BESUCHERIN von Lola Randt (D) – Perspektive
Nicola Undritz, DIE DINGE ZWISCHEN UNS von Iris Janssen (D) - Perspektive
Anja Pohl, FEUERHERZ von Luigi Falorni (A/D) – Wettbewerb
Inez Regnier, KIRSCHBLÜTEN von Doris Dörrie (D) – Wettbewerb
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Dagmar Trüpschuch
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Der Verband der Filmarbeiterinnen e.V. ist ein überregionaler Verband, der die Interessen filmschaffender Frauen vertritt.
Seine Aufgabe ist es, durch Förderung von Geschlechterparität in den audiovisuellen Medien und durch ehrenamtliche Interessenvertretung in öffentlichen Institutionen
die Pflege der Filmkultur zu gewährleisten.
Er wurde im Herbst 1979 in Berlin gegründet. Anlaß war die "Hamburger Erklärung der deutschen Filmemacher", die von den Frauen um Forderungen wie 50% aller Mittel für Filme von Frauen, 50% aller Arbeits-, Ausbildungs- und Gremienplätze und Förderung von Verleih, Vertrieb und Abspielstätte für Filme von Frauen erweitert wurde.
Mitglieder des Verbandes wurden im Lauf der Zeit Frauen aus den verschiedensten Bereichen der Filmbranche: Regisseurinnen, Produzentinnen, Verleiherinnen, Kamera- und Tonfrauen, Cutterinnen, Szenenbilderinnen, Filmwissenschaftlerinnen, Schauspielerinnen, Filmstudentinnen usw..
Der Verband der Filmarbeiterinnen gehört zu den Gründungsmitgliedern des "Bundesverbands Film", iniziierte und unterstützte viele filmpolitische Aktivitäten wie z.B. die Kampagne im Zuge der Novellierung des Filmförderungsgesetzes.
1984 verlegte der Verband seinen Hauptsitz nach Köln. Dort startete er eine Verfassungsklage gegen die Diskriminierung von Frauen, um damit die Forderung nach paritätischer Besetzung der Gremien durchzusetzen.
Seit 1992 hat der Verband der Filmarbeiterinnen seinen Hauptsitz wieder in Berlin.
Als juristische Person kann der Verband ein Dach für Projekte von Gruppen oder Einzelnen anbieten. Der Verband versteht sich als Rahmen, der den Mitgliedern Initiativen und Aktivitäten aller Art ermöglichen soll; jedes Mitglied kann im Namen des Verbandes satzungsgemäße Projekte vorschlagen und durchführen. In seinen Rundbriefen (ca. 4-5 im Jahr) verteilt er die Informationen, die er von den verschiedensten Quellen bekommen hat (öffentlichen und privaten Institutionen, Verbandsmitgliedern usw.).
Seit 1996 vergibt der Verband jährlich den "Femina-Film-Preis" an Filmtechnikerinnen aus den Bereichen Kamera, Schnitt, Ausstattung, Musik oder Kostüm für hervorragende künstlerische Leistungen.
Im Herbst 1999 hat der Verband der Filmarbeiterinnen mit der internationalen Tagung "die FRAU die MACHT der FILM" in Berlin sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert.
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