(openPR) Wie kann ich meinem Patienten helfen, wenn scheinbar nichts hilft? Wenn die Schmerzen immer schlimmer werden, obwohl die verabreichten Medikamente sie eigentlich bessern müssten? Beim 23. Bad Abbacher Wintersymposium am Asklepios Klinikum haben sich rund 100 Hausärzte und Rheumatologen aus ganz Bayern Rat bei Experten geholt.
Rheuma ist eine Krankheit mit unzähligen Gesichtern, die von Patient zu Patient unterschiedlich verläuft. „Die Suche nach der richtigen Therapie bei rheumatischen Beschwerden ist für den Arzt in vielen Fällen wie ein Puzzlespiel mit vielen tausend Teilen“, so Prof. Dr. Martin Fleck, Chefarzt für Rheumatologie/Klinische Immunologie am Asklepios Klinikum Bad Abbach. Dabei ist fast schon kriminologischer Spürsinn gefragt. Bereits ein Teil, das am falschen Platz liegt, führt unter Umständen dazu, dass die gesamte Behandlung wirkungslos bleibt.
„Die Ursache für Rückenschmerzen kann eine eingeklemmte Bandscheibe sein. Möglicherweise steckt aber auch eine Entzündung dahinter, die eine völlig andere Therapie erfordert“, erläutert Prof. Fleck ein Beispiel. Ein entscheidendes Puzzleteil in diesem Fall wäre etwa die Frage, wie sich der Schmerz unter Bewegung entwickelt. „Bessert er sich, deutet das auf eine entzündlich-rheumatische Krankheit hin. Diese muss dann im nächsten Schritt näher bestimmt werden, um das richtige Therapiekonzept zu finden.“ Die Schwierigkeit dabei: rheumatische Erkrankungen äußern sich oft in Symptomen, die man landläufig nicht mit Rheuma in Verbindung bringt. Bei manchen Ausprägungen gehören beispielsweise Schuppenflechte oder chronische Augenentzündungen zum Krankheitsbild. „Wird dieser Zusammenhang nicht erkannt, kommt es zu einer Fehldiagnose und damit zur Wahl eines ungeeigneten Therapieverfahrens“, erklärt Prof. Fleck.
Patienten durchlaufen mitunter eine Odyssee von einem Arzt zum nächsten, ehe sie den finden, der das entscheidende Puzzleteil an die richtige Stelle legt und die richtige Therapie einleitet. Für eine optimale Behandlung kann es dann bereits zu spät sein. Denn rheumatische Erkrankungen, die nicht oder falsch behandelt werden, führen zu Schäden an Knochen und Gelenken sowie inneren Organen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. „Als spezialisierte Klinik möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, dass dieses Schicksal möglichst vielen Patienten erspart bleibt“, so Prof. Fleck.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Asklepios Klinikum Bad Abbach auf Aufklärungsarbeit. In regelmäßigen Fortbildungen geben Experten von Klinik und Universität ihr Wissen an Hausärzte und Rheumatologen weiter. Ein Höhepunkt des Programms ist das jährliche Wintersymposium, das 2008 bereits zum 23. Mal stattfand. Dazu kommen jedes Jahr Ärzte aus ganz Süddeutschland nach Bad Abbach, um sich über aktuelle Probleme der Rheuma-Behandlung zu informieren. Als Referenten werden regelmäßig erfahrene Experten aus ganz Deutschland eingeladen. Eine Industrieausstellung informiert über Neuheiten auf dem Gebiet der Rheumatologie. „Die hohe Teilnehmerzahl und die positive Resonanz bei den Referenten zeigt, dass das Bad Abbacher Wintersymposium zur festen Größe bei den Rheumatologie-Fortbildungen geworden ist“, so Prof. Fleck.













