30.01.2008 - 06:07 - Politik, Recht & Gesellschaft
direct/ FAZ: CDU wirft SPD Scheitern in Abwehr der Linkspartei vor / Pofalla: "Das könnte die SPD zerreißen"
Pressemitteilung von: FAZ
BERLIN, 29, Januar - CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat dem SPD-Vorsitzenden Kurt Beck einen unernsten Umgang mit der Linkspartei vorgeworfen. Statt sich als Sieger der Landtagswahlen feiern zu lassen, müsse Beck das Scheitern der eigenen Strategie eingestehen, forderte Pofalla in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe).
"Der Eintritt der Linkspartei in zwei Länderparlamente im Westen muss von beiden demokratischen Volksparteien sehr ernst genommen werden. Diese drohende Veränderung in der Parteienlandschaft kann niemanden in Ruhe lassen", sagte Pofalla der F.A.Z. "Ich wundere mich wirklich, dass Herr Beck und die SPD sich feiern lassen, ohne ernsthaft zu bedauern, dass die Linke in zwei große Landtage eingezogen ist." Der viel zitierte Linksruck der SPD sei "alles andere als eine erfolgreiche Strategie" gewesen. Beck sei es nicht gelungen, die Partei "Die Linke" als "schärfste Konkurrentin" der SPD "klein zu halten".
Somit bleibe das "Hauptproblem" der SPD bestehen. "Die SPD muss dringend eine Strategie gegen die Linkspartei entwickeln und den Blick von den eigenen Füßen auf die Zukunft unseres Landes richten", forderte Pofalla. Er glaube nicht "an eine Wiedervereinigung" von SPD und Linkspartei, "auch nicht nach einem Ausscheiden Lafontaines". Aber es sei "unübersehbar, dass die Linke in der SPD sich auf Bündnisse mit der Linkspartei vorbereitet, auch im Westen. Das könnte die SPD im Westen zerreißen."
Beck selbst wolle das wahrscheinlich wirklich nicht, sagte Pofalla. "Es mag seine Meinung tatsächlich sein." Entscheidend aber sei, "ob es ihm gelingt, auf Dauer die Landesverbände auch im Westen davon abzuhalten." Während die CDU "an ihren Rändern im Gegensatz zur SPD eine klare Kante gezogen hat", reichte die SPD Radikalen die Hand, wenn es zu rot-roten Bündnissen im Westen Deutschlands käme. "Die Funktionäre der Linkspartei im Westen sind häufig gescheiterte Radikale; Marxisten oder Kommunisten. Ihre Wähler springen nachweislich oftmals von ganz rechts nach ganz links", sagte Pofalla.
Das Interview steht ab Mittwoch in FAZ.NET
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Dr. Wulf Schmiese
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Somit bleibe das "Hauptproblem" der SPD bestehen. "Die SPD muss dringend eine Strategie gegen die Linkspartei entwickeln und den Blick von den eigenen Füßen auf die Zukunft unseres Landes richten", forderte Pofalla. Er glaube nicht "an eine Wiedervereinigung" von SPD und Linkspartei, "auch nicht nach einem Ausscheiden Lafontaines". Aber es sei "unübersehbar, dass die Linke in der SPD sich auf Bündnisse mit der Linkspartei vorbereitet, auch im Westen. Das könnte die SPD im Westen zerreißen."
Beck selbst wolle das wahrscheinlich wirklich nicht, sagte Pofalla. "Es mag seine Meinung tatsächlich sein." Entscheidend aber sei, "ob es ihm gelingt, auf Dauer die Landesverbände auch im Westen davon abzuhalten." Während die CDU "an ihren Rändern im Gegensatz zur SPD eine klare Kante gezogen hat", reichte die SPD Radikalen die Hand, wenn es zu rot-roten Bündnissen im Westen Deutschlands käme. "Die Funktionäre der Linkspartei im Westen sind häufig gescheiterte Radikale; Marxisten oder Kommunisten. Ihre Wähler springen nachweislich oftmals von ganz rechts nach ganz links", sagte Pofalla.
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